LRin Deeg nimmt Kritik am neuen Finanzierungssystem ernst

Kleinkindbetreuung: Verbesserungsmöglichkeiten werden ausgelotet

Donnerstag, 07. Februar 2019 | 15:12 Uhr

Bozen – Das neue Finanzierungssystem des Landes für die Kleinkindbetreuung, das auf Stundensätze aufbaut, soll den quantitativen und qualitativen Ausbau der Kleinkindbetreuung ermöglichen und damit die Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben verbessern. “Wir haben lange an diesem Modell gearbeitet, um es möglichst flexibel und bedarfsorientiert zu gestalten”, betont Familien- und Soziallandesrätin Waltraud Deeg.

Die von Eltern aufgeworfene Kritik an der vorgesehenen Urlaubs- und Krankheitsregelung allerdings stößt bei Landesrätin Deeg und in der Familienagentur nicht auf taube Ohren. “Wir nehmen Kritik grundsätzlich sehr ernst”, sagt die Landesrätin, “zumal die Zufriedenheit der Familien für uns eine wichtige Richtschnur ist.”

Daher hat die Landesrätin gemeinsam mit Führungskräften der Familienagentur gestern zwei Aussprachen in dieser Sache geführt. Zum einen ist sie mit Frauen zusammengetroffen, welche die Anliegen der Eltern gesammelt und auch mittels einer Online-Petition vertreten haben. Landesrätin Deeg legte der Elterngruppe dar, wie das Finanzierungssystem und die weiteren Regelungen zustande gekommen sind. Dabei verwies die Landesrätin darauf, dass Genossenschaften und Gemeinden mit dem “derzeitigen flexiblen und bedarfsorientierten Modell der Kleinkindbetreuung sehr zufrieden sind”. Sie forderte die Eltern auf, zur Weiterentwicklung des Modells beizutragen mit dem gemeinsamen Ziel des Ausbaus der Kleinkindbetreuung.

Im Anschluss daran traf sich die Landesrätin mit den Sozialgenossenschaften der Tagesmütter und Kitas und mit Vertretern des Gemeindenverbandes. Dabei wurde die aktuelle Situation analysiert und über Lösungsansätze diskutiert. “Wir sind uns darüber einig, dass den Bedürfnissen der Eltern bezüglich der Urlaubs-  und der Krankheitsregelung Rechnung getragen werden muss”, sagte Landesrätin Deeg nach dem Treffen. Daher wolle sie gemeinsam mit der Anwaltschaft des Landes und dem Gemeindenverband die Regelungen noch einmal hinterfragen und nach einer “besseren Lösung für Eltern und Kinder” suchen.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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7 Kommentare auf "Kleinkindbetreuung: Verbesserungsmöglichkeiten werden ausgelotet"


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silas1100101
silas1100101
Superredner
11 Tage 14 h

Bis zum 15. Lebensjahr vom Kind sollte die Mutter hat zu Hause bleiben!! Da hat sie Arbeit genug!!

typisch
typisch
Universalgelehrter
11 Tage 7 h

Bis 18 bis die kinder selbst entscheiden dürfen

Rosenrot
Rosenrot
Grünschnabel
11 Tage 8 h

Mal hü und mal hott, Frau Deeg: zuerst den Kindergarten bereits Freitag Mittag schließen, dann wieder den Ausbau der Kinderbetreuung voranbringen. Was wollen Sie eigentlich? Wo bleibt da der Hausverstand?

Schreibabundzu
Schreibabundzu
Tratscher
11 Tage 14 h

Lange daran gearbeitet? Aber das Ziel aus den Augen verloren.

LaLuna
LaLuna
Neuling
11 Tage 36 Min

Es sollte wieder daran gearbeitet werden junge Frauen zu sensibilisieren mindestens bis zum Eintritt in den Kindergarten bei ihren Kindern zu bleiben. Anstatt das Gegenteil voranzutreiben..

So ist das
So ist das
Universalgelehrter
11 Tage 17 Min

“Wir nehmen Kritik grundsätzlich sehr ernst”
Diese Worte aus dem Mund eines Politikers 🤔

giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
10 Tage 22 h

kinder gehören in der familie

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