Auftakt für Tunnel der Meraner Nord-West-Umfahrung

Knopf für die erste Sprengung gedrückt – VIDEO

Freitag, 26. März 2021 | 12:57 Uhr

Meran – Ein lautes Hornsignal haben heute in der Handwerkerzone “Zenoberg” in Dorf Tirol die erste Sprengung für den Bau des neuen Meraner Umfahrungstunnels angekündigt. Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider selbst hat den Knopf für die erste Sprengung gedrückt. –  Startklar sind auf dem Baustellenareal auch jede Menge Baumaschinen. Nicht zu übersehen ist der Jumbo, mit dem vor jeder Sprengung die Löcher für den Sprengvortrieb gebohrt werden.

Auftakt für den Vortrieb – Ab jetzt täglich eine Sprengung

“Jetzt geht es voran und der Tunnel wird in den kommenden Monaten immer mehr Gestalt annehmen”, zeigte sich Landesrat Alfreider, der mit den Technikern und Vertretern der Bauunternehmen die nächsten Schritte besprochen hat, zufrieden. Während bisher die aufwändigen Vorbereitungsarbeiten abgewickelt wurden, wird in den nächsten Wochen jeden Tag eine Sprengung gemacht und der Tunnel schiebt sich Meter für Meter unter dem Küchlberg vorwärts. “Ein zyklischer Sprengvortrieb”, beschreibt es der Verfahrensverantwortliche Johannes Strimmer.  Mit Fortschreiten des Tunnelvortriebes sollen es später zwei Sprengungen pro Tag sein. Gesprengt wird immer zwischen 7.00 Uhr und 22.00 Uhr.

Mehr Lebensqualität für Meran und Umgebung im Visier

“Ziel ist es, möglichst rasch mehr Lebensqualität für Meran und Umgebung zu erreichen. Mit der neuen Nordwestumfahrung verbessern wir die Verkehrsflüsse in Meran und für das Passeiertal”, betont Landesrat Alfreider. Laut Projektionen werden 2026 rund 18.000 Fahrzeuge pro Tag durch den Umfahrungstunnel fahren, davon zehn Prozent Schwerverkehr. Zudem fügt sich die Umfahrung laut Alfreider ins Gesamtkonzept der Mobilität, das Straßen und alternative Mobilitätsformen kombiniert. Durch die Umfahrung entstehe wieder neuer Raum für wie Rad- und Fußmobilität sowie die Öffis.

Erschütterungen werden genau kontrolliert: Aktuelle elf Messpunkte

Aber zuerst wird gebaut: Wie bei jedem Tunnelvortrieb, wird zuerst eine Beweissicherung gemacht, es wird also der aktuelle Zustand der Gebäude aufgenommen. Die Techniker haben dazu an Gebäuden Erschütterungsmessgeräte eingebaut, die die durch die Sprengungen ausgelösten Vibrationen messen, beispielsweise an historischen Gebäuden, wie am Turm der Zenoburg und der dazugehörigen Kapelle, aber auch an privaten Wohnhäusern, die im Einflussbereich der Trasse liegen. Aktuell sind nun elf Messpunkte installiert. Im Laufe des Fortschreitens des Tunnelvortriebs kommen dann weitere Messpunkte hinzu. Alle Daten dieses umfangreichen Monitoringsystems laufen zusammen und werden ausgewertet. “Diese Werte dienen in erster Linie dazu, dass die festgelegten Grenzwerte laut DIN 4150 überprüft werden können”, sagt Strimmer.

Anschluss an die bestehende Umfahrung 

Die neue Nord-West Umfahrung wird an das bereits fertig gestellte erste Baulos der Meraner Umfahrung, also den Tunnel von der Schnellstraße Meran-Bozen MeBo bis zum Meraner Bahnhof anschließen. Die neue Strecke verläuft unterhalb der Goethestraße und des Zenobergs bis hin zur Handwerkerzone von Tirol. Dort wird ein Kreisverkehr als Anschluss in Richtung Passeier, Tirol und Obermais gebaut. Im Zuge der Arbeiten wird auch die Brücke über die Passer unterhalb der Zenoburg erneuert und abgesenkt. Es sind keine offenen Baugruben vorgesehen, bis auf kleine Bereiche, wie für die Fluchtwege und die Startbaustelle beim Bauhof der Gemeinde Meran. Die Entlüftung der Tunneltrasse wird nur über die Portale MeBo und Zenoberg erfolgen und nicht im Stadtbereich.

Innerhalb von fünfeinhalb Jahren wird die Bietergemeinschaft Carron Bau GmbH (Gruppenführer), Mair Josef & Co. KG des Mair Klaus und Di Vincenzo Dino & C. AG die neue Verkehrsinfrastruktur  bauen.

Das Land investiert rund 160 Millionen. Es handelt sich somit aktuell um das größte Infrastrukturvorhaben des Landes.

Von: luk

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

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23 Kommentare auf "Knopf für die erste Sprengung gedrückt – VIDEO"


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Hupsstupspups
Hupsstupspups
Grünschnabel
22 Tage 4 h

Für sowas ist Geld genug!!!

Frank
Frank
Superredner
22 Tage 22 Min

Denkt man allein an die Belastung der Anwohner, die täglich den Verkehr von Sinich ins Passeiertal und nach Meran und in der Gegenrichtung ertragen müssen, sollte es das Geld wert sein.
Schau Dir doch mal Brixen an, welche enorme Entlastung dort der Tunnel gebracht hat, vor Allem, seitdem der Zubringer zum Parkhaus im Zentrum fertig ist.

So sig holt is
So sig holt is
Universalgelehrter
21 Tage 21 h

tjo hatten sie nit ewig ummer geiert oder als sie die meraner südumfahrung gebaut hoben frisch glei weiter gegraben war schun fertig… des isch mear als notwenig!

Anderrrr
Anderrrr
Universalgelehrter
21 Tage 21 h

@ hupstupspups hosch keine Ahnung ?? Oder no nia vor ort gwesn !!

berthu
berthu
Universalgelehrter
21 Tage 7 h

genau: bei jedem Loch eine Politikerversammlung um den “Knopf” einmal zu drücken. Spart Euch die Zeit und verwendet das Geld sinnvoller! Das Wort ‘kindisch’ ist da nicht mal angebracht.

der echte Aaron
der echte Aaron
Universalgelehrter
22 Tage 49 Min

Ob der wirklich in 5 1/2 Jahre für den Verkehr freigegeben wird?…..so schnell. Mal sehen! Aber jedenfalls ein sehr wichtiges und nützliches Bauvorhaben.

Frank
Frank
Superredner
22 Tage 20 Min

Warum nicht? In Beziehung solcher Bauvorhaben ist Südtirol anderen Ländern, vor Allem bei uns in D, meilenweit voraus. Hier wäre vor 2035 nicht mit einer Fertigstellung zu rechnen, in Südtirol schon, denke ich.

Evi
Evi
Universalgelehrter
21 Tage 23 h

@Frank
Frank, hab Dank 😉

GTH
GTH
Tratscher
21 Tage 22 h

@Frank leider engeht dir wie lange schon darüber gesprochen wird, gefühlt eine ewigkeit, das selbe war bei der Mebo….

Frank
Frank
Superredner
21 Tage 19 h

@GTH Dann weißt Du aber nicht, wie lange solche Bauvorhaben bei uns dauern. Da gehen schnell mal 30 Jahre ins Land.

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Universalgelehrter
21 Tage 18 h

@Frank
Also bitte, das kann man doch gar nicht vergleichen. BER, Stuttgart 21 et al. sind Gedächtnismonumente ! Moderne Pharaonen-Pyramiden. In 30 Jahren (wenn der Beton hält) werden sie zu Pilgerstätten wie Schloss Neuschwanstein.

Orbeitstrottl
Orbeitstrottl
Tratscher
21 Tage 13 h

Die Deutschn sein holt awia longsom ban orbeitn

Zugspitze947
21 Tage 2 h

Farnk =du hast wieder mal NULLLLLLLLLLLLLLLLL AHNUNG ! Denn dieses Projekt sollte schon 10 Jahre fertig sein und wäre dann sicher 50 MIO billoger gewesen !! Gerade werden 2 Tunnels bei Garmisch Partenkirchen gebaut . Einer ist so gut wie fertig und der andere als Umgehung von Partenkirchen ist 7 Km. Lang und wird in 8 Jahren fertig sein ! Also red nicht so nen Scheiss 🙁

Zugspitze947
21 Tage 2 h

Hustinettenahnungsloser: BER ist eine Ausnahme ! Aber St 21 läuft ganz nrormal und ist ein besonders komplizierter Bau wurde lange von sinnlosen Protesten behindert ! Übrigens ermöglicht St 21 dem zentrum eine ganz neue Lebensqualität mit vielen neuen wertvolen Flächen ! 🙂

Zugspitze947
21 Tage 2 h

Orbeitstrottel: sel trift woll eher af ITALIA zua 🙁 Siehe MOSE in Venedig wo sogor a MILLIARDE veruntroit wurde 🙁

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Universalgelehrter
20 Tage 6 Min

@Zugspitze947 
“14.10.20…
Dabei bilden Baukostenmassengräber wie etwa der Flughafen BER oder Stuttgart 21 nur die mediale Spitze des Eisbergs. Das Fehlerkosteninferno am deutschen Bau – immerhin sprechen wir hier von rund 20,8 Milliarden Euro an Fehlerkosten in 2019 – speist sich (neben diesen verhunzten Mammutprojekten) vor allem aus den Fehlerkosten, die bei vergleichsweise einfachen Bauprojekten tagtäglich passieren.”

Baukatastrophen “Made in Germany”: fast 21 Milliarden Euro Fehlerkosten in 2019, BauInfoConsult GmbH, Pressemitteilung – PresseBox

genau
genau
Kinig
19 Tage 2 h

@GTH

Nja die Einfahrt für diesen famosen Tunnel gibt es schon seit 2012😄🤦

brunner
brunner
Universalgelehrter
22 Tage 9 Min

Super! Die nächste wichtige Aktion wäre ein Tunnel mit Mautsystem nur für PKW’s zwischen St.Leonhard und Sterzing…..

GTH
GTH
Tratscher
21 Tage 22 h

wegen ?

xXx
xXx
Universalgelehrter
21 Tage 11 h

Ein Mautsystem auf dem Pass für alle nicht Ansässigen wäre Sinnvoller.

Anduril61
Anduril61
Tratscher
21 Tage 9 h
War bis vor kurzem auch ein Beführworter des Projekts, allerdings mit Blick auf die Zukunft und das wahrscheinlich sehr verminderte Verkehrsaufkommen aufgrund sich verändernder Berufsgegebenheiten sehe ich die Kosten Nutzenrechnung nicht mehr ganz so positiv. Auch können wir davon ausgehn dass in 10 Jahren ein Grossteil der Autos elektrisch, also abgasfrei und geräuschlos unterwegs sein werden. Viele Berufe werden wohl online ausgeführt werden, für eine Produktpräsentation wird der Vertreter nicht mehr persönlich vorbeikommen, sondern das Produkt online präsentieren, Verkaufsabwicklungen oder die gesamte Verwaltung eines Betriebes könnte schon heute locker in homeworking erledigt werden wenn der Betrieb das nötige Equipment zur… Weiterlesen »
Lana2791
Lana2791
Tratscher
21 Tage 21 h

Do sig men wia de ve der Londesregierung zeiln…🙈 mit die Finger und nor nou folsch

ghostbiker
ghostbiker
Superredner
21 Tage 12 h

30sig Johr zi spät…

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