Gramm: „Jugend für das Thema Zusatzrente verstärkt sensibilisieren“

Laborfonds: Im März 2019 Mitgliederzahl von 122.000 überschritten

Montag, 15. April 2019 | 18:39 Uhr

Bozen – Der regionale Zusatzrentenfonds Laborfonds hat am Montag seine Delegiertenversammlung abgehalten. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde auf die Entwicklung im vergangenen Jahr zurückgeblickt. Präsident Werner Gramm in Richtung Zukunft: „Wir wollen das Bewusstsein über die Notwendigkeit einer Zusatzrente noch stärker in der Bevölkerung verankern. Unser Hauptaugenmerk sind vor allem junge Menschen. Wir wollen, dass diese rechtzeitig darauf schauen, dass sie für ein unbeschwertes Leben im Alter vorsorgen.“

An der Pressekonferenz in der Stiftung Edmund Mach in San Michele all’Adige nahmen Präsident Werner Gramm, Vizepräsident Fabrizio Bignotti und Generaldirektorin Ivonne Forno teil. Im Mittelpunkt standen die Bilanz 2018 mit Entwicklung von Vermögensverwaltung und Mitgliederzahlen im Vorjahr sowie in den ersten Monaten 2019; zudem wurden die Pläne und Vorhaben für die Zukunft von Laborfonds vorgestellt.

Mehr Frauen und Jugendliche

Erfreulich ist die positive Entwicklung bei den Mitgliedern: Mit insgesamt 6.851 Neueinschreibungen und einem Gesamtsaldo von plus 3.868 Mitgliedern ging der Trend im Jahr 2018 – so wie auch in den vergangenen Jahren – klar nach oben. Einen überdurchschnittlichen Zuwachs gab es bei den Frauen und bei der Einschreibung von Jugendlichen durch ihre vorausschauenden Eltern. Mit Stichtag 31.12.2018 waren 121.255 Mitglieder beim regionalen Zusatzrentenfonds eingeschrieben; im März 2019 wurde die Schwelle von 122.000 Mitgliedern überschritten.

Kaum Veränderungen gab es bei der Wahl der Investitionslinien: Die Ausgewogene Investitionslinie dominiert bei 70,3 Prozent der Mitglieder; 13,3 Prozent haben sich für die garantierte Investitionslinie, 12,1 Prozent für die vorsichtig ethische Linie und 4,3 Prozent für die dynamische Linie entschieden.

Positive Entwicklung von Nettovermögen und Bilanz

Die Volatilität und Unstabilität der Finanzmärkte hat sich 2018 auch bei der Performance des Vermögensverwaltung bemerkbar gemacht. „Eine Entwicklung, die durch den positiven Verlauf in den ersten Monaten des heurigen Jahres wieder ausgeglichen werden konnte. Drei von vier Vermögenslinien weisen – im Gegensatz zu 2018 – überdurchschnittliche Renditen auf“, erklärt Generaldirektorin Ivonne Forno. Insgesamt konnte das Nettovermögen des Fonds im Vergleich zu 2017 um plus 3,04 Prozent auf 2.653.238.506 EUR gesteigert werden. Im März 2019 konnte die Summe von 2,8 Mrd. überschritten werden.

Über Direktinvestitionen wurden der regionale Wirtschaftskreislauf gestärkt, in erneuerbare Energien und den sozialen Wohnbau investiert oder weitere strategisch wichtige Investitionen getätigt. Ein wichtiges Konzept für die Mitglieder von Laborfonds ist das Modell des Bausparens, welches 2015 von der Provinz Bozen mit Unterstützung von Pensplan sowie weiteren konventionierten Bankinstituten gestartet wurde. Seit April 2018 gesellt sich auch die Provinz Trient mit dem Projekt „Contributo Acquisto Prima Casa“ dazu.

Sicherheit, Stabilität, Kontinuität

Für Präsident Werner Gramm ist es das Hauptanliegen, in enger Koordination mit den Initiativen von Pensplan, das Bewusstsein über die Notwendigkeit einer frühzeitigen zusätzlichen Rentenvorsorge zu steigern – durch eine professionelle Vermögensverwaltung und indem die Bevölkerung weiterhin für das Thema sensibilisiert wird: „Vor allem junge Menschen wollen wir dafür gewinnen, damit sie früh genug vorsorgen, um einmal ein unbeschwertes Alter zu erleben und von den vielen Vorteilen zu profitieren. Man denke nur an den verpflichtenden Arbeitgeberanteil und die steuerlichen Vergünstigungen.“

Vizepräsident Fabrizio Bignotti erwähnte abschließend die 20-jährige Erfolgsgeschichte, die 2018 begangen werden konnte, mit den vielen Erfolgen und gemeisterten Herausforderungen: „Laborfonds ist eine starke regionale Gemeinschaft als gelebte Sozialpartnerschaft ohne Gewinnabsichten und im Eigentum und Interesse seiner Mitglieder – den Arbeitnehmern und Arbeitgebern.“ So wird der Laborfonds auch als Vorzeige-Vorsorgemodell auf staatlicher wie europäischer Ebene betrachtet, welcher mit viel Innovationskraft die Vermögungsverwaltung laufend verbessert und seine Dienstleistungen für die Mitglieder ständig ausbaut. Gramm abschließend: „Die Herausforderungen sind aber nach wie vor groß, denn die vergangenen Jahre waren geprägt von ständiger Veränderung. Wir werden dem offen begegnen – in Abstimmung mit unseren institutionellen Partnern sowie gemeinsam mit allen Beteiligten, allen voran Pensplan.“

Von: mk

Bezirk: Bozen

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