35 Gesuche eingereicht

Landschaftsfonds: 212.500 Euro an Beiträgen vergeben

Donnerstag, 21. Juni 2018 | 16:05 Uhr

Bozen – 35 Beitragsgesuche für den Landschaftsfonds wurden im laufenden Jahr eingereicht. Insgesamt 212.500 Euro an Beiträgen hat die Kommission für den Landschaftsfonds vor Kurzem gutgeheißen.

Schwerpunkt der Ansuchen bildeten dieses Jahr Maßnahmen zur Verbesserung des Lebensraums geschützter Tierarten. “Allein 16 Gesuche wurden für Maßnahmen für das Birk- und Auerwild und für den Erhalt von Magerweideflächen eingereicht und positiv bewertet”, erläutert der Vorsitzende der Kommission, Horand Maier. Positiv sei, dass über den Landschaftsfonds nicht nur zur Erhaltung EU-weit geschützter Tier- und Pflanzenarten beigetragen werde, sondern sich auch Private an den Schutzmaßnahmen beteiligen können. So hätten sich heuer zwölf Jagdreviere und Grundbesitzer bereit erklärt, gemeinsam mit Forstbehörde und Naturparkverwaltung im Nordosten und Süden des Landes Lebensraum- Verbesserungsmaßnahmen für geschützte Arten durchzuführen.

Von der Kommission befürwortet wurden weiters die Beitragsvergabe für die Heubringung von unerschlossenen Almen im Naturpark Drei Zinnen, für die Sanierung von historischen Kalköfen im Unterland sowie für die Sanierung zweier ensemblegeschützter Liegenschaften in Montan und in Bruneck. “Der Landschaftsfonds bietet eine breite Palette an Fördermöglichkeiten und findet regen Zuspruch”, betont Naturschutzlandesrat Richard Theiner. Insbesondere erlaube er es, dort fördernd mitzuwirken, wo Private oder Institutionen sich für Maßnahmen im Sinne der Erhaltung und Weiterentwicklung der Südtiroler Kultur- und Naturlandschaft engagieren wollen.

Der Landschaftsfonds wurde 2007 eingerichtet und fördert Vorhaben zur langfristigen Erhaltung, Wiederherstellung oder Weiterentwicklung der biologischen und strukturellen Vielfalt der Natur- und Kulturlandschaft. Förderbar sind auch Projekte zur Sicherung der Bodennutzungsformen mit ökologisch wertvoller Funktion sowie zum Artenschutz auf lokaler Ebene. Ebenso unterstützt wird die Pflege, Erhaltung oder Erneuerung schutzwürdiger Ensembles. Auch Flächenankäufe seitens der öffentlichen Hand zu Naturschutzzwecken, Besucherlenkungsmaßnahmen in Schutzgebieten und Sensibilisierungsmaßnahmen im Bereich der Baukultur können über den Landschaftsfonds unterstützt werden.

Von: luk

Bezirk: Bozen

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2 Kommentare auf "Landschaftsfonds: 212.500 Euro an Beiträgen vergeben"


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Edith
Edith
Grünschnabel
26 Tage 18 h

Damit die Jägerschaft sie dann gemütlich abschießen kann! Mich wundert überhaupt, warum sie (die Landesregierung als  Jägerzuchtverband) diese Tiere als stark gefährdet einstuft und im gleichen Atemzug auf die jährlichen Abschußliste setzt? Steinhuhn, Fasan, Schneehuhn und und und sind doch schon von sich aus stark unter Druck, da sie nebenbei auch noch natürliche Feinde haben, warum muß der südtiroler Jäger (der gern als Förderer und Heger dasteht) auch noch den armseeligen Bestand dezimieren? Kann es sein, dass es nur um die Trophäe geht und nicht um irgendwelche Schäden oder Seuchen oder sonstige Argumente, die normalerweise immer gut funktionieren.

Edith
Edith
Grünschnabel
26 Tage 18 h
All diese, an sich ja lobenswerte Maßnahmen, dienen letztendlich doch nur der “schießwütigen” Jägerschaft. Kein andere südtiroler Bürger hat direkt, oder indirekt einen Nutzen davon, weil für ihn gelten nur die dazu gehörenden Restriktionen und Verbote. Tierschutzgebiet, Naturschutzpark…pah, wenn ich diese Worte schon höre! Alles Gefasle, damit die allgemeine Bevölkerung glaubt, man würde was für die Natur und Umwelt machen, dabei wird doch nur, wie schon immer, nur auf den Vorteil der Jägerschaft und deren Lobby geschaut. Jeder von denen möchte doch allzugern so eine Trophäe (Spielhahn, od. sogar einen Auerhahn, oder vielleicht mal ein Schneehuhn, oder Steinhuhn oder gar… Weiterlesen »
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