Gipfeltreffen der Europäischen Inklusionshotels im Hotel Masatsch

Masatscher Inklusionsgespräche

Mittwoch, 18. April 2018 | 17:36 Uhr

Kaltern – Am Wochenende fand im Hotel Masatsch, dem ersten und bisher südtirolweit einzigem barrierefreien Hotel der Lebenshilfe Südtirol, das Gipfeltreffen der Europäischen Inklusionshotels statt. Die Veranstaltung stellt den Auftakt der Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen des Hotels dar.

Der Hotelverbund Embrace ist schon eine ganze Weile im Geschäft und die Direktoren der Hotels wissen, dass reger Austausch für alle Beteiligten ein großer Vorteil ist. Der Verbund pflegt daher einen regelmäßigen kollegialen Austausch auf Augenhöhe zwischen allen Mitgliedern. In diesem Rahmen können offene Fragen diskutiert, theoretische und praktische Strategien erörtert und professionelles Know-how ausgetauscht werden. Das fördert nicht nur einen reflektierteren Umgang mit dem Hotelbetrieb, sondern trägt auch zu einer höheren Qualität für Leitung, Mitarbeiter und Betrieb bei.

Am Anfang von Embrace stand die Idee, die Welt nicht in Gewinner und Verlierer zu teilen. Dies ist auch heute noch der Leitgedanke, denn der Embrace Hotelverbund zieht seine Kraft aus der Vielfalt. Der Vielfalt der Mitarbeiter, ob mit oder ohne Behinderung, der Vielfalt der Hotels, vom Stadthotel bis zum Tagungshotel mit Wellness. Als Mitglied profitiert auch das Hotel Masatsch von dieser langjährigen Erfahrung und dem geballten Wissen von mittlerweile mehr als 50 Hotels europaweit.

Neben Vertretern des Tourismusvereins war auch Landesrätin Martha Stocker als Gast bei der Veranstaltung geladen. Auch bei Ihren Grußworten ging es um das Thema Inklusion:

„Wir haben in den vergangenen Jahren einen Schwerpunkt auf die Inklusion in die Arbeitswelt gelegt, weil wir zum einen davon überzeugt sind, dass die Arbeit für Menschen mit Behinderung besonders wichtig ist, ihnen das Gefühl gibt, ein selbständiges Leben zu führen, und weil wir zum anderen auch glauben, dass Mitarbeiter mit Behinderung ein großer Gewinn für jeden Betrieb sind.“

In einem Impulsreferat erzählte Michael Stampfer seine Geschichte vom Zimmermann und aktiven Sportler zum Rollifahrer, und wie man trotz all der anfänglichen Schwierigkeiten ein erfülltes, aktives und rundum glückliches Leben leben kann.

Eine kurze Rückschau auf die zehn Jahre Hotel Masatsch konnte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Treffens einen Einblick auf die wichtige Arbeit geben: In zehn Jahren Masatsch wurden jährlich durchschnittlich zehn MitarbeiterInnen mit Beeinträchtigung ausgebildet, dazu kommen jährlich noch 15 Praktikumsstellen. Alle diese Menschen leisten eine hervorragende Arbeit und würden trotzdem nur selten die Chance auf einen vollwertigen Arbeitsplatz bekommen.

60 Prozent der Hotelgäste sind Menschen mit verschiedensten Beeinträchtigungen, die hier einen Ort finden, an dem sie den Urlaub sorglos genießen können, weil die Bedingungen und Anforderungen einfach passen.

 

Von: luk

Bezirk: Überetsch/Unterland

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