Zugangskriterien zu Rotationsfonds und Landeszuschüssen angepasst

Mehr Förderung für touristisch weniger entwickelte Gebiete 

Dienstag, 24. April 2018 | 13:28 Uhr

Bozen – Die Landesregierung hat heute die überarbeiteten Anwendungsrichtlinien für den Rotationsfonds und die Bezuschussung, speziell des Tourismus, genehmigt.

Beim Wettbewerb für Investitionsförderung zugunsten der Sektoren Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistungen erhalten Unternehmen schon seit 2017 unter anderem Pluspunkte, wenn sie in strukturschwachen Gebiete angesiedelt sind. Dazu wurde eine Erhebung des Landesinstituts für Statistik (ASTAT) herangezogen.

Nun werden auch im Tourismus jene Betriebe bei ihren Investitionen  unterstützt, die in touristisch nur durchschnittlich oder schwach entwickelten Gebieten stehen. Als Grundlage für die Tabelle diente eine Studie des ASTAT; eine Arbeitsgruppe aus ASTAT, Handelskammer, und Ressort Wirtschaft hat daraus die Tabelle erstellt. “Neu ist, dass darin nicht nur zwischen den Gemeinden differenziert wird, sondern noch spezifischer auf subkommunaler Ebene”, unterstrich Landeshauptmann Arno Kompatscher heute. Als Beispiel nannte er die Gemeinde Brixen, dessen Stadtgebiet ja nicht als touristisch schwach angesehen werden könne, sehr wohl aber einige Dörfer, die auf Gemeindegebiet liegen.

Zugang zum Rotationsfonds oder zu Zuschüssen, den sogenannten “Kapitalbeiträgen”, haben also lediglich Betriebe, die laut einer Tabelle (im Anhang) als “touristisch entwickelt” oder “touristisch wenig entwickelt” definiert sind. “In touristisch stark entwickelten Gebieten, möchten wir den Toruismus nicht mit Steuermitteln weiter befeuern“, sagte Kompatscher.

Kleine Änderungen für andere Wirtschaftssektoren

Wie bisher schon beim Rotationsfonds des Tourismussektors beträgt ein Neugründerdarlehen nun auch in den anderen Wirtschaftssektoren maximal 50.000 Euro – bisher waren es 80.000 Euro.

Die Überarbeitung der Anwendungsrichtlinien war gleichzeitig eine Gelegenheit, ein paar Detailangaben näher zu präzisieren, beispielsweise den letztmöglichen Abgabetermin von Förderansuchen bei öffentlichen Versteigerungen.

 

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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6 Kommentare auf "Mehr Förderung für touristisch weniger entwickelte Gebiete "


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Marta
Marta
Universalgelehrter
26 Tage 9 h

in Wirklichkeit wird Billigtourismus gefördert !!!! ob die Umwelt zerstört wird ist egal !!!

elvira
elvira
Tratscher
26 Tage 9 h

i bin froah dasses bei ins do no gebiete gib wo nit so viele turis sein. des isch jo nimmer normal. in bus kimsch nimmer inni, af die strossn nimmer weiter und wenns mol a flotts lokal gib muases zuatian weil sich es hotel darnebn aufreg…

Mistermah
Mistermah
Universalgelehrter
26 Tage 8 h

Ausverkauf der Heimat auf allen Gebieten

a sou
a sou
Tratscher
26 Tage 8 h

Das wird selbst dann nicht aufhören, wenn der letzte Winkel des Landes touristisch ausgeschlachtet ist… Fragwürdige und kurzsichtige Strategie. Wenn ich mich jetzt aber entscheiden muss zwischen zahlenden Touristen und den anderen zwangsangesiedelten Dauergästen, dann eindeutig die Touristen! Die Zahlen gut und fahren bei Urlaubsende freiwillig und meist dankbar wieder heim. 

erika.o
erika.o
Superredner
26 Tage 7 h

@a sou
bin ganz und gar deiner Meinung 👍

Marta
Marta
Universalgelehrter
26 Tage 4 h

Pinzger hat schon protestiert—er hat Angst dass die großen Hotels zu kurz kommen!!!

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