Landesbeiträge für Niedrigrentner

“Mehr zum Leben, weniger Sorgen”

Freitag, 20. Juli 2018 | 12:28 Uhr

Bozen – Wer mindestens 65 Jahre alt ist, eine Rente von maximal 9000 Euro netto im Jahr bezieht – das sind höchstens 750 Euro im Monat – und eine Erstwohnung besitzt oder in Miete wohnt, kann beim Sozialsprengel um einen monatlichen Landesbeitrag bis zu 200 Euro für Miete und/oder Wohnnebenkosten ansuchen.

“Das Land Südtirol”, erklärt Landesrätin Martha Stocker, “unterstützt Rentnerinnen und Rentner, die sich schwertun, mit ihren Pensionsbezügen bis ans Monatsende zu kommen. Wir haben nun die seit 2014 geltenden Zugangskriterien geändert und den Zuschuss zu Miete und Wohnnebenkosten wie z.B. Heizkosten, Strom- oder Wasserrechnung usw. angehoben.”

Diese Neuerung, informiert Abteilungsdirektor Luca Critelli, wird mit Monatsbeginn umgesetzt; die Gesuche können am 21. jeden Monats mit Wirkung für den Folgemonat beim zuständigen Sozialsprengel eingereicht werden.

Alle Rentnerinnen und Rentner, welche die Voraussetzung für den erhöhten Beitrag nicht erfüllen, aber dennoch über ein niedriges Einkommen verfügen, können beim Sozialsprengel das Anrecht auf den “normalen”, etwas niedrigeren Beitrag auf die Wohnnebenkosten überprüfen lassen. Bei Einzelpersonen liegt die Einkommensgrenze hierfür bei etwa 1090 Euro im Monat, bei Paaren bei etwa 1420 Euro.

Außerdem können Rentnerinnen und Rentner, die in einem privaten Mietverhältnis stehen und eine Rente bis etwa 1330 Euro im Monat beziehen, um einen zusätzlichen Mietbeitrag ansuchen, für Paare wurde der Betrag auf etwa 1740 Euro festgesetzt. Dieses Ansuchen kann im Rahmen des gleichen Gesuchs beim Sozialsprengel beantragt werden.

Um alle Rentner, die ein Anrecht auf diese Leistungen haben, zu erreichen und gut zu informieren, hat das Land die Informationskampagne “Mehr zum Leben, weniger Sorgen” initiiert. Die Kampagne wird von den Sozialsprengeln des Landes und den Rentnergewerkschaften mitgetragen, die die betroffenen Menschen über die jeweiligen Patronate erreichen wollen.

Das gemeinsame Ziel ist, möglichst vielen Anspruchsberechtigen, die diese Möglichkeit bisher nicht nutzen, die Verbesserung ihrer monatlichen finanziellen Verfügbarkeit zu ermöglichen.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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9 Kommentare auf "“Mehr zum Leben, weniger Sorgen”"


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wellen
wellen
Superredner
28 Tage 3 h

Nachdem der Wahlslogan der SVP, die Niedrigrenten zu erhöhen , nichts gebracht hat ( weil der Staat mitgenascht hätte), wollte man den Senioren dieses Zuckerl geben. Nur: kaum jemand wollte dieses Geld. Warum? Kein braver Senior stellt sich in die Warte- Bettelschlange bei den Sozialdiensten an und muss sich noch erniedrigen. Da helfen auch keine aufgeweichten Kriterien, gell Frau Stocker.

Rechner
Rechner
Superredner
28 Tage 2 h

@wellen was ist dann dein Vorschlag?

erika.o
erika.o
Superredner
28 Tage 36 Min

@Wellen👍
…was man sich noch schnell alles einfallen lassen muss …
ein mickrig kleines Zeichen , ja, doch das ist noch lange lange keine Relation zu den abgesicherten finanziellen Sorgen von Herrn und Frau Politiker
ach übrigens …
wie wäre es auch der Mindestrentergeneration einen Rentenvorschuß zu gewähren ?
aber da bin ich überzeugt…
denen wär dies zu schäbig…

ausischmeiser
28 Tage 44 Min

iazs gibts mear geld vor die wohln und noch die wohln gibts wiedr a watschn wia olm.des sein olle scheinheilig und folsch svp und co .schamen tat i hmi dieoltn lei sou vrorschn lei das es mear stimmen kregs .

Anduril61
Anduril61
Grünschnabel
28 Tage 2 h

Sieht so aus als fürchtet die SVPD jetzt gar um ihre Stammwähler, offenkundiger kann man seine Haut nicht zu Markte tragen….😏

KritischeSie
KritischeSie
Neuling
28 Tage 2 h

Es soll doch das Ziel erreicht werden, dass unsere niedrigrentner effektiv mehr zum Leben haben. Deshalb finde ich das eine gute Lösung, die das NiSF nicht angreifen kann.
@wellen: das hat doch mit betteln nichts zu tun. Vielleicht sollten die Dinge auch mal positiv gesehen werden! Das Ziel ist jedenfalls erreicht..

erika.o
erika.o
Superredner
27 Tage 18 h

@KritischeSie
welches Ziel ???
denen auch noch Danken zu müssen für Müh und Arbeit und dafür ein lebenlang Steuern gezahlt zu haben, damit DIE sich IHRE Renten und Vorschüsse finanzieren können ?

sakrihittn
sakrihittn
Superredner
27 Tage 23 h

Da werden sich diejenigen die ein Leben lang gespart haben, trotz Kinder arbeiten gegangen sind und eine Rente von 900-1300€ bekommen aber freuen. Praktisch werden diejenigen die fleissig gearbeitet und eingezahlt haben geschröpft weil das Land jetzt die unteren Einkommensstufen mit den höheren gleichstellt. Mit Steuergeldern natürlich. Hoffentlich merken sich die Betroffenen diese Kleinigkeit bei den Wahlen.

Rechner
Rechner
Superredner
27 Tage 21 h

das ist das Problem bei der Mindestrenten erhöhen. Es werden viele mitnaschen die bewusst nichts einbezahlt haben.

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