Einsatz für Anerkennung des Meistertitels und Nachwuchsförderung

Meisterberufen mehr Sichtbarkeit verleihen

Montag, 09. März 2026 | 09:40 Uhr

Von: mk

Bozen – Konstruktive Gespräche mit den Landesräten Marco Galateo, Philipp Achammer und Magdalena Amhof hat der Vorsitzende des Meisterbundes, Obermeister Horst Pichler, in den vergangenen Tagen geführt. Die Themen waren unter anderem die Einstufung der Meistertitel und die Stärkung der Schnittstellen zwischen Bildung und Wirtschaft.

Wirtschaftslandesrat Marco Galateo hob im Anschluss an das Treffen mit Pichler das gute Gesprächsklima hervor und das gemeinsame Bemühen, dem Handwerk, der Gastronomie und dem Handel mehr Sichtbarkeit zu verleihen: “Gemeinsam wollen wir mit zeitnahen und konkreten Schritten den eingeschlagenen Weg weiterbeschreiten, unter anderem mit einer Stärkung gemeinsam getragener Veranstaltungen wie den WorldSkills oder dem TalentCenter der Handelskammer Bozen. Wichtige Partner dabei sind auch die Verbände und die Einbindung der Schulwelt, um Meisterberufe weiter zu stärken.”

Die Stärkung der Meisterberufe unter anderem durch kontinuierliche Aus- und Weiterbildung sowie durch weitere Professionalisierung ist ein zentraler Impuls für den Wirtschaftsstandort Südtirol. Darauf hat Landesrat Philipp Achammer im Gespräch verwiesen. Es sei wichtig, die Attraktivität und die Sichtbarkeit der Meisterberufe langfristig zu erhöhen. “Gemeinsame Initiativen wie die WorldSkills bringen viele der rund 60 Meisterberufe auch jungen Menschen näher. Indem wir die Rahmenbedingungen weiter verbessern, wollen wir diese langfristig und generationenübergreifend absichern”, betonte Landesrat Achammer nach dem Treffen.

Auch innerhalb der Landesverwaltung sollen Meistertitel künftig Berücksichtigung bei der Einstufung in die Funktionsebenen finden. Dies war das zentrale Thema beim Gespräch von Obermeister Pichler mit Personallandesrätin Magdalena Amhof. “Die Landesverwaltung braucht gut ausgebildete Mitarbeitende in vielen Bereichen. Daher ist es im Sinne aller, wenn wir es hochqualifizierten Arbeitskräften erleichtern, in ein stabiles und sicheres Arbeitsumfeld einzusteigen”, betonte Amhof. Zudem wolle man sich gemeinsam der Frage annehmen, wie man den Generationenwechsel unterstützen und Arbeiten auch nach der Pensionierung ermöglichen kann – so wie es seit kurzem auch in der Landesverwaltung möglich ist.

Obermeister Horst Pichler zeigt sich nach den Treffen mit den Mitgliedern der Landesregierung zuversichtlich: “Unser zentrales Anliegen ist es, den Meistertitel als Qualitätsmerkmal stärker sichtbar zu machen. Wir sind damit auf offene Ohren bei unseren Gesprächspartnern gestoßen und wollen dieses Anliegen gemeinsam weiterbringen.” Der Südtiroler Meisterbund wurde 2013 gegründet und vertritt die Anliegen der rund 60 Berufe aus den Bereichen Handwerk und Gastgewerbe, in denen eine Meisterausbildung absolviert werden kann. Zu den vorrangigen Zielen des Meisterbundes, der bei der Handelskammer Bozen angesiedelt ist, zählen die Anerkennung des Meistertitels als gleichwertiger Abschluss mit anderen beruflichen Ausbildungen, das Angebot einer qualitativen Meisterausbildung und die Führung des Meisterverzeichnisses.

Bezirk: Bozen

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