Über zehn Prozent der Südtiroler Jugendlichen brechen ihre Ausbildung ab

Mit ESF-Mitteln gegen Schulabbruch

Montag, 18. Juni 2018 | 12:42 Uhr

Bozen – Insgesamt sechs Millionen Euro stehen bereit, um im kommenden Schuljahr 2018/19 Maßnahmen zu finanzieren, die einem Schulabbruch entgegenwirken. Der öffentliche Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen von Bildungs- und Orientierungsprojekten im Rahmen des EU-Programmes ESF 2014-20 ist auf der Homepage der Landesabteilung Europa veröffentlicht worden, nachdem ihn die Landesregierung kürzlich genehmigt hat.

Finanziert werden Maßnahmen, die auf die Verringerung und Verhütung eines vorzeitigen Schulabbruchs abzielen und zugleich den gleichberechtigten Zugang zu einer hochwertigen Bildung von der frühen Kindheit an fördern. Dazu gehören Informations- und Bildungsmaßnahmen zur Vorbeugung des Schulabbruches, Ausbildungs-, Orientierungs- und Unterstützungsmaßnahmen zur Stärkung der Persönlichkeit und des Lernerfolgs zwecks Verringerung, aber auch Bildungsmaßnahmen  Stärkung der Sprachkompetenzen sowie Sommerkurse zur Verbesserung der Schlüsselkompetenzen sowie Lehrerfortbildungsmaßnahmen. Auch die Einrichtung eines sozialpädagogischen Dienstes an den Schulen kann als ESF-Projekt gefördert werden.

Man spricht von Schulabbrechern, wenn Jugendliche unter 25 Jahren weder eine Oberschule noch eine Berufsschule abgeschlossen haben. Die EU hat sich in ihrer Strategie Europa 2020 zum Ziel gesetzt, die Schulabbruchrate von 15 auf 10 Prozent zu reduzieren.

Ihre Projekte einreichen können akkreditierte  Bildungseinrichtungen oder solche, die dies in Zusammenarbeit mit öffentlichen Körperschaften tun. Einreichtermin ist der 27. Juli 2018.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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1 Kommentar auf "Mit ESF-Mitteln gegen Schulabbruch"


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Tratscher
1 Monat 2 Tage
Also ich verstehe nicht, warum unsere Politiker so dumm sind und den Zusammenhang nicht verstehen. 8 Jahre lang werden die Kinder mehr oder weniger durchgeschoben-egal was und wieviel sie können.Sitzenbleiben ist verpönt und wird an Mittelschulen nur mehr in den aller extremsten Ausnahmefällen veranlasst.Der Großteil der Schüler-egal welchen Niveaus-besucht dann eine Oberschule. Hier spüren sie dann vll. das erste Mal,dass es nicht so leicht ist. Auch Diagnosen und Beschreibungen sind irgendwann irrelevant, denn ein Arbeitgeber braucht einen guten Arbeiter und kann nicht wie die Schule auf alle möglichen Sachen Rücksicht nehmen. Man sollte aufhören allen vorzugauklen, dass alle gleich sind… Weiterlesen »
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