Oberalp-Gruppe investiert in Kiefersfelden

Nach Salewa auch Leuchtturm für Dynafit

Mittwoch, 24. Oktober 2018 | 11:51 Uhr

Bozen/Kiefersfelden – Nach dem Erfolgskonzept für die Marke Salewa, ein architektonisches Zeichen am Tor zu den Alpen im Süden zu setzen, wird für die Marke Dynafit ein Landmark am Eingangstor der Alpen im Norden entstehen.

Direkt an der Autobahn, umgeben von einem alpinen Szenario und an der Grenze zwischen Deutschland und Österreich, entsteht für die renommierte Bergsportmarke Dynafit ein völlig neues Headquarter.

Die Oberalp AG mit Sitz in Bozen/Südtirol, zu der die Marke Dynafit gehört, will mit dem neuen Gebäude auch ein architektonisches Landmark für ganz Bayern setzen. 120 neue Arbeitsplätze, eine Markenerlebniswelt, eine gläserne Fabrik, ein Restaurant mit Bergblick sowie eine Kinderbetreuungsstätte sind geplant. „Wenn man ein solches Landmark in Angriff nimmt, hat man eine große öffentliche Verantwortung“, sagt Heiner Oberrauch, Präsident der Oberalp-Gruppe, zu der die Marke Dynafit gehört.

„Wir haben uns dafür eingesetzt und freuen uns darüber, dass das Unternehmen zu uns kommt, da 120 hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen und da diese Leadermarke die sportlich technologische Kompetenz von Kiefersfelden und des gesamten Inntals unterstreicht“, so Hajo Gruber, Bürgermeister von Kiefersfelden. Immerhin soll dieses Gebäude direkt an der Autobahn zwischen Rosenheim und Bozen ein architektonisches Wahrzeichen werden, wie es auf dieser Strecke noch keines gibt. So wie für das Headquarter von Salewa in Bozen, wurden auch für dieses neue Projekt internationale Stararchitekten zu einem Wettbewerb eingeladen.

Präsident der Jury ist Walter Angonese, Professor an der Accademia di architettura in Mendrisio, weitere Jurymitglieder sind Marta Schreieck, Präsidentin der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs bis 2017, Eugen Schuler, Lehrbeauftragter für Tragwerkslehre der Universität Liechtenstein, Hajo Gruber, Bürgermeister von Kiefersfelden, Thomas Spindler, Kreisbaumeister im Landkreis Rosenheim sowie Heiner Oberrauch, Präsident der Oberalp Gruppe und Axel Brosch, Geschäftsführer der Oberalp Niederlassung für die Region DE/AT/CH.

Die Marke Dynafit ist Weltmarktführer im Entwickeln und Bauen von Tourenskibindungen sowie Tourenskischuhen und setzte neue Maßstäbe im Alpine Running. „Athleten entwickeln aus ihren Ansprüchen und Erfahrungen heraus Markenprodukte für Athleten“, fasst Benedikt Böhm als Internationaler Geschäftsführer von Dynafit die Positionierung der Marke in einem Satz zusammen. „Nun bringen wir unsere Marke in ein Umfeld, in dem unsere Mitarbeiter ihre Leidenschaft leben können und welches unserer Mission entspricht.“ Im neuen Gebäude wird auch die Unternehmenszentrale der Münchener Oberalp Niederlassung für die Länder Österreich/Deutschland/ Schweiz Platz finden. Neben Dynafit werden dort auch die im Bergsport spezialisierten Eigenmarken Salewa, Pomoca und Wild Country, sowie Importmarken wie z.B. Speedo distribuiert. Die Oberalp Gruppe erwirtschaftete im letzten Jahr ein Umsatzvolumen von über 200 Millionen Euro. Dynafit gehört im Markenportfolio zu den Marken mit dem höchsten Wachstumspotenzial.

Marken brauchen eine Heimat und eine feste Verwurzelung an einem Standort. Aus dieser Überzeugung heraus hatte die Oberalp Gruppe bereits im Jahr 2011 in Bozen mit einem eigenen Headquarter für die Gruppe und die Bergsportmarke Salewa ein architektonisches Zeichen gesetzt. Die gläsernen Berg-Türme an der Autobahnausfahrt Bozen-Süd, mit zahlreichen Architektur- und Nachhaltigkeitspreisen ausgezeichnet, hatten nicht nur für das Unternehmen neue Maßstäbe gesetzt. Die Kletterhalle mit 70.000 Besuchern jährlich, die an das Markengebäude angegliedert ist, mit freier Sicht auf die umliegenden Berge, der Salewa Concept-Store, das Bivac-Restaurant sowie die Veranstaltungshalle haben sich in der Zwischenzeit zu einem Treffpunkt der Stadt Bozen entwickelt.

Erfolgsmodell Salewa Headquarter in Bozen als Vorbild

„Marken haben die Aufgabe, sich auch gesellschaftlich relevant zu machen“, sagt Heiner Oberrauch im Rückblick auf die gelungene Symbiose zwischen Markengebäude und öffentlich nutzbaren Angeboten, „und deshalb ist uns die dauerhaft sichtbare Gemeinschaft zwischen Kunden und Markenentwicklern so wichtig.“

Für das neue Dynafit-Headquarter ist Ähnliches geplant: die europaweit renommierten Architekten sind im Wettbewerb, der mit Anfang nächsten Jahres einen Sieger küren wird, zu einer Lösung aufgefordert, welche für die Mitarbeiter des Unternehmens eine inspirierende Arbeitsumgebung schafft und ebenso für Kunden sowie Bewohner aus dem Umfeld ein Dynafit-Markenerlebnis sichert.

Eröffnung für 2023 geplant

Das neue architektonische Landmark wird voraussichtlich im Jahre 2023 eröffnet werden. Auf dem Weg dorthin werden der lokalen Bevölkerung die Ergebnisse des Architekturwettbewerbs erörtert, die Genehmigungsprozeduren abgewickelt sowie der Umzug aus Aschheim sorgfältig geplant. Die Österreich-Zentrale der Oberalp Gruppe im salzburgischen Bergheim bleibt trotz des neuen Headquarters nahe der österreichischen Grenze bestehen.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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1 Kommentar auf "Nach Salewa auch Leuchtturm für Dynafit"


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Tabernakel
19 Tage 18 h

Mit funktionierendem BZO hätte Dynafit in Neumarkt investiert.

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