Von: APA/Reuters/dpa
Der Iran-Krieg dürfte der OECD zufolge auf die Weltkonjunktur durchschlagen. Ein Stopp der Lieferungen durch die Straße von Hormus und die Schließung oder Beschädigung von Energieinfrastruktur hätten bereits einen sprunghaften Anstieg der Energiepreise ausgelöst. Das globale Wirtschaftswachstum werde sich heuer auf 2,9 Prozent abschwächen, im kommenden Jahr soll es bei 3,0 Prozent liegen. Im Euroraum erwartet die OECD für 2026 eine Abschwächung des Wachstums auf 0,8 Prozent.
2027 dürfte das Wirtschaftswachstum im Euroraum dank höherer Verteidigungsausgaben wieder auf 1,2 Prozent ansteigen. “Gestiegene Energiepreise und die unvorhersehbare Natur des sich entwickelnden Konflikts im Nahen Osten werden die Kosten erhöhen und die Nachfrage senken”, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Konjunktur-Ausblick.
Auch in Deutschland weniger Wachstum und mehr Inflation erwartet
Europas größte Volkswirtschaft Deutschland wird demnach in diesem Jahr nur um 0,8 Prozent zulegen und damit um 0,2 Prozentpunkte weniger als noch im vorherigen Wirtschaftsausblick im Dezember prognostiziert, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris mit. Für 2027 wird allerdings unverändert mit einem Wachstum um 1,5 Prozent gerechnet. Die Inflation dürfte laut OECD hingegen in diesem und nächsten Jahr in Deutschland höher ausfallen als zuletzt erwartet.
In den USA dürfte sich das Wachstum nach Prognose der OECD von 2,0 Prozent in diesem Jahr auf 1,7 Prozent im nächsten Jahr abschwächen, da die starken Investitionen im Bereich der künstlichen Intelligenz allmählich durch eine Verlangsamung des Einkommenswachstums und der Konsumausgaben ausgeglichen werden. In China wird das Wachstum voraussichtlich 2026 auf 4,4 Prozent und 2027 auf 4,3 Prozent zurückgehen.




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