Führung von IDM wird schlanker

Neuzuordnung der Aufgaben von IDM Südtirol und NOI Techpark

Dienstag, 29. Mai 2018 | 11:30 Uhr

Bozen – IDM Südtirol schärft zwei Jahre nach der Gründung sein Profil und passt sich an neue Aufgabenstellungen an. In einer gemeinsamen Aussendung teilen Land und Handelskammer als Eigentümer des Wirtschaftsdienstleisters IDM mit, dass sie sich gemeinsam mit den Wirtschaftsverbänden auf eine Weiterentwicklung und eine Neuzuordnung von Aufgaben verständigt haben. IDM bleibt die Marketingorganisation Südtirols und erhält dazu einen gezielten Auftrag als Dienstleister für Betriebsentwicklung, wofür die allgemeinen Beratungen von Export bis zu Innovation bei IDM verbleiben. Hingegen wird die restliche Innovationsabteilung mit den spezifischen Leistungen in den NOI Techpark eingegliedert.

Weiterentwicklung IDM-NOI

Die Eröffung des NOI Techpark in Bozen im Jahr 2017 und die Tourismusreform, mit Aufnahme dreier neuer Destinations Management Einheiten (DMEs) bei IDM im Jänner 2018, erfordern eine Neuorientierung der Tätigkeit und eine sinnvolle Aufgabenverteilung zwischen IDM und NOI Techpark, um die Dienste noch effizienter und wirtschaftsnah zu erbringen. Daher arbeiteten die Eigentümer von IDM in den letzten Monaten intensiv zusammen mit dem Verwaltungsrat und den Wirtschaftsverbänden an einer optimalen Verteilung der Aufgaben. Gestern wurden die Ergebnisse dem Verwaltungsrat von IDM vorgestellt und die nächsten Schritte festgelegt. Die Umsetzung soll mit 1. Jänner 2019 abgeschlossen sein.

Die Veränderungen umfassen einerseits die Neuzuordnung der Aufgaben und andererseits die Neuausrichtung des Organigramms und der Führungsstruktur von IDM. Die Neuzuordnung der Aufgaben betrifft den Bereich Innovation und Development: Während die allgemeine beratende Tätigkeit für die Südtiroler Unternehmen bei IDM bleibt, wird die spezifische Beratung mit der bisherigen Abteilung Development an den NOI übertragen, der dazu auch über die entsprechende Ausstattung und Infrastruktur verfügt. Der Bereich Film bleibt in unveränderter Wichtigkeit und Eigenständigkeit bei IDM.

Weiterhin wird die Rolle des Verwaltungsrats von IDM gestärkt und umfasst wesentliche Verantwortungen und Kompetenzen in der Vorgabe von Strategien, Aufgaben und Maßnahmen im Rahmen der Leitvorgaben der Eigentümer. Auch verfügt der Verwaltungsrat über mehr Flexibilität und Autonomie beim Vorschlag des Tätigkeitsprogramms, des Rahmenbudgets und der Budgetverteilung.

Die Führung von IDM wird schlanker gestaltet und die Verantwortlichkeiten werden genauer aufgeteilt, mit einem Direktor und drei Hauptabteilungsleitern für die Bereiche Marketing, Betriebsentwicklung (Business Development) und Verwaltung. Die Führungsaufträge verfallen und werden deshalb neu ausgeschrieben, beginnend von der Position des Direktors, vor allem um diesem die Auswahl der Führungskräfte zu erleichtern.

IDM kümmert sich weiterhin um sämtliche Aktivitäten und Dienstleistungen rund um das Marketing und den Vertrieb von Südtirol und seiner Produkte sowie um die Vermarktung Südtirols und seiner regionalen Einheiten, der Agrarprodukte und Südtirols Exportprodukte durch die Internationalisierung der Betriebe. Ein Schwerpunkt der organisatorischen Maßnahmen wird die Synergien im Bereich Marketing betreffen.

„Eigentümer und Verwaltungsrat von IDM sind davon überzeugt, dass mit dieser organisatorischen Weiterentwicklung eine optimale Anpassung an die neuen Aufgabenstellungen ermöglicht wird“, so Landeshauptmann Arno Kompatscher. „Durch die bewusste Fokussierung beider Organisationen können Prozesse und Strukturen vereinfacht und effizienter gestaltet werden, was im Interesse aller Kund/innen und Stakeholder von IDM und NOI ist“, betont Handelskammerpräsident Michl Ebner.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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1 Kommentar auf "Neuzuordnung der Aufgaben von IDM Südtirol und NOI Techpark"


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Dolomiticus
Dolomiticus
Tratscher
25 Tage 18 h
Hier will man uns wieder etwas für das verkaufen, was es nicht ist. Die IDM war von Anfang an eine Scheißidee . Es wurden Kraut und Rüben vermischt, die Tourismusstruktur des Landes aufgerieben und jetzt weiß keiner, was diese Organisation tun soll. Jene, die private Tourismusorganisationen dazwischen geschaltet haben, behalten Recht, denn dieser Reform war von vorn herein nicht zu trauen. Jetzt schleichen sich die Bosse in die Privatwirtschaft – was heißt das? Warum sagt man uns nicht, dass die falschen Personalentscheidungen getroffen worden sind? Ist eh schon viel, dass alles jetzt kurz vor den Wahlen ans Licht kommt, hat… Weiterlesen »
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