Caritas bedankt sich für Kleiderspenden und freiwilligen Einsatz

Not in Südtirol nicht auf den ersten Blick sichtbar

Samstag, 11. November 2017 | 16:20 Uhr

 

Bozen – 3.000 Helferinnen und Helfer haben heute bei der Gebrauchtkleidersammlung wieder ganze Arbeit geleistet. Bei strahlendem Herbstwetter haben sie die gelben Caritas-Säcke in den Südtiroler Pfarreien eingesammelt und sauber verladen. Die gebrauchten Kleider haben bereits ihren Weg in die Sortierwerke angetreten, wo sie für den Weiterverkauf vorbereitet werden – ein Teil davon im neu eröffneten Sortierzentrum Revitatex in Neumarkt, das ca. 35 sozial benachteiligten Menschen eine sinnvolle Beschäftigung ermöglicht. Den Erlös aus dem Verkauf der Kleider setzt die Caritas für die Freiwilligenarbeit, die Hospizbewegung, die Schuldnerberatung, für Arbeitsintegrationsprojekte und für den Solidaritätsfond für Menschen in Not ein. „Die Not ist hierzulande selten auf den ersten Blick sichtbar, doch es gibt mehr Bedürftige, als man vielleicht meinen möchte. Ihnen können wir auch dank der Sammlung beistehen“, bedankt sich Caritas-Direktor Paolo Valente bei den tatkräftigen Helfern und den großzügigen Kleiderspendern.

Traktoren, LKW’s, Lieferwägen und andere Fahrzeuge voll beladen mit gelben Gebrauchtkleidersäcken waren heute wieder überall auf Südtirols Straßen zu sehen. Über 3.000 freiwillige Helferinnen und Helfer waren im Einsatz, um die schätzungsweise 600 Tonnen Textilien, Schuhe und Taschen aus Südtirols Pfarreien einzusammeln und für den Weitertransport vorzubereiten. Viele der Freiwilligen sind bereits seit Wochen und Monaten im Einsatz, um die Sammlung in ihrer Pfarrei zu organisieren. „Die Helferinnen und Helfer beweisen jedes Jahr viel logistisches Geschick und Einsatzbereitschaft für die gute Sache. Sonst wäre es nicht möglich, eine so riesige Menge Kleider an nur einem Tag in den einzelnen Pfarreien einzusammeln und umzuladen“, bedankt sich Caritas-Direktor Paolo Valente.

„In Südtirol werden so viele Kleider nicht gebraucht, dennoch helfen sie, Not hier im Land zu lindern“, bedankt sich Valente auch bei den vielen Kleiderspendern. Mit den Einnahmen aus dem Verkauf der Kleider werden bedürftige Frauen, Männer und Kinder über die Schuldnerberatung, die Freiwilligenarbeit, die Hospizbewegung, über Arbeitsintegrationsprojekte und über den Solidaritätsfond für Menschen in Not unterstützt. „Mehr Menschen, als man meinen möchte sind hierzulande in Not. Häufig sind unverhoffte Schicksalsschläge, Krankheit, Verlust des Arbeitsplatzes oder zu niedriges Einkommen die Ursache dafür. Mit Ihrer Kleiderspende helfen sie uns, diesen Menschen die nötige Hilfe und Beistand zu geben“, betont Paolo Valente.

Ein Teil der heute gesammelten Kleider geht heuer erstmals direkt in das neu eröffnete Sortierzentrum Revitatex in Neumarkt. Dort finden derzeit ca. 35 sozial benachteiligte Menschen im Rahmen von Arbeitsintegrationsprogrammen eine sinnvolle Beschäftigung. Der andere Teil der Kleider wird in den Werken der Abnehmerfirma FWS aus Bremen sortiert und auf  dem weltweiten Gebrauchtkleidermarkt verkauft. Die Caritas erhält 20 Cent pro Kilo. Beide Betriebe garantieren in einem Ethikvertrag die Einhaltung von ökologischen und sozialen Richtlinien bei der Weiterverwertung der Gebrauchtkleider.

In den Sortierwerken werden Textilien, Taschen und Schuhe für den Weiterverkauf vorbereitet. Was nicht mehr getragen werden kann, wird zu Putzlappen und Dämmwolle verarbeitet. Auf diese Weise können mehr als 95 Prozent der Gebrauchtkleider weiterverwertet werden. Der Rest wird umweltgerecht entsorgt. Durch das Sammeln und Verwerten der ausrangierten Kleider werden in Südtirol pro Jahr etwa 2.500 Tonnen Abfall und damit Entsorgungskosten gespart und zugleich natürliche Ressourcen geschont.

Sollte jemand in den nächsten Tagen noch gelbe, mit Kleidern oder Schuhen gefüllte Säcke auf der Straße liegen sehen, so ist er oder sie gebeten, diese in die Gebrauchtkleidercontainer der Caritas einzuwerfen oder sich bei der Caritas in Bozen unter der Tel. 0471 304 325 und der Mail-Adresse gebrauchtkleidersammlung@caritas.bz.it zu melden.

 

 

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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14 Kommentare auf "Not in Südtirol nicht auf den ersten Blick sichtbar"


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Missx
Missx
Superredner
8 Tage 11 h

Dank den Kleidersammlungen wird die Not in Afrika noch schlimmer. Dort werden unsere gebrauchten Kleider auf den lokalen Märkten verkauft. Die heimische Kleiderproduktion (vom Baumwollanbau über Weberreien bis Schneidereien und Verkauf) bricht zusammen. Wo sollen jetzt die Arbeitslosen hin?

peppo
peppo
Neuling
8 Tage 7 h

Stimmt leider, wird aber immer verschwiegen…

ivo815
ivo815
Universalgelehrter
8 Tage 2 h

@peppo vielleicht solltest du mal den Playboy bei Seite legen und es mit richtigen Medien versuchen? Dann müßtest du auch keinen Verschwörungstheorien und dem populistischen Gelaber aufsitzen.
http://sz.de/1.1683519

Missx
Missx
Superredner
7 Tage 15 h

@ivo815
Ohdio, so einer bist du. Trägst du schon deinen Aluhut gegen die Verschwörungstheorien?

ivo815
ivo815
Universalgelehrter
7 Tage 7 h

@Missx zu den Fittesten zählst du nicht, mein Post hat (ausnahmsweise) deine Aussage untermauert

Missx
Missx
Superredner
6 Tage 21 h

@ivo815
Schaust du dir deine eigenen links nicht an??? 😂😂😂😂

ivo815
ivo815
Universalgelehrter
6 Tage 10 h

@Missx verstehst du meine Links nicht? 😂😂😂😂😂

Missx
Missx
Superredner
6 Tage 5 h

@ivo815
Ok, ich lass gut sein. Du kapierst es nicht.

Marta
Marta
Universalgelehrter
8 Tage 10 h

wenn man Not nicht sehen will,sieht man sie auch nicht !!!!

Savonarola
Savonarola
Universalgelehrter
8 Tage 5 h

ich sehe nur politisch gesteuerte Not und Geschäftemacherei.

ivo815
ivo815
Universalgelehrter
8 Tage 2 h

@Savonarola dann ist dir wiedermal der Aluhut über die Augen gerutscht

Marta
Marta
Universalgelehrter
8 Tage 8 h

Die Caritas hilft auch den Einheimischen ????

ivo815
ivo815
Universalgelehrter
8 Tage 2 h

Vorsicht! Die Caritas ist ein NGO!! 😱⛴🛶

maikaefer8
maikaefer8
Grünschnabel
5 Tage 19 h

Die Not in Südtirol würde wohl bessser gelindert werden mit mehr Angeboten auf Internetplattformen wie z. B “will haben” Auf solchen Plattformen kann man Gebrauchtes verkaufen und meist sehr billig einkaufen. Das Angebot ist für die Käufer nicht beschämend, die Sachen müssen nicht tausende Kilometer transportiert werden und entsprechen den heimischen Bedürfnissen.
Und bitte bedenkt, dass außer ein paar Marken T-Shirts, alles was in den Caritassäcken landet aufgerieben und nur als Fasern weiterverkauft wird.

In Afrika ist sämtliche Winterbekleidung unverkäuflich.

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