Von: luk
Bozen – Mit 104 bereits vorliegenden kommunalen Lichtplänen zeigt sich, dass die Gemeinden landesweit Verantwortung für eine moderne, energieeffiziente und umweltverträgliche Beleuchtung übernehmen. Die laufenden Arbeiten weiterer Gemeinden unterstreichen diesen gemeinsamen Weg hin zu einer nachhaltigen Umsetzung der Richtlinien.
Grundlage dafür sind die Richtlinien zur Einschränkung der Lichtverschmutzung und zur Energieeinsparung bei öffentlichen Außenbeleuchtungsanlagen, die 2022 von der Landesregierung beschlossen wurden. Diese regeln unter anderem die nächtliche Abschaltung von Werbe- und Dekorbeleuchtungen zwischen 23.00 und 6.00 Uhr, schreiben voll abgeschirmte Leuchten vor und begrenzen die Farbtemperatur neuer Lichtquellen auf maximal 3.000 Kelvin. Ziel ist es, Licht gezielt dort einzusetzen, wo es für Sicherheit und Orientierung notwendig ist, und gleichzeitig Umwelt und Gesundheit schützt.
Parallel dazu arbeitet die Landesverwaltung bereits an einer neuen Durchführungsverordnung, die noch im Laufe dieses Jahres verabschiedet werden soll. Dabei wird der Fokus künftig stärker auf ökologisch sensible Gebiete wie Biotope, Natur- und Schutzgebiete gelegt. Ziel ist es, die besonderen Bedürfnisse von Pflanzen und Tieren noch gezielter zu berücksichtigen und den Einsatz künstlicher Beleuchtung dort weiter zu reduzieren bzw. präziser zu steuern.
„Licht ist wichtig für die Sicherheit der Menschen, aber es muss sinnvoll und verantwortungsvoll eingesetzt werden“, betont Landesrat für Energie, Natur-, Umwelt- und Klimaschutz Peter Brunner. „Dass bereits 104 Gemeinden über einen Lichtplan verfügen, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir verbinden Klimaschutz, Energieeinsparung und den Schutz von Mensch und Natur mit einer modernen und intelligenten Beleuchtungspolitik. Unser Ziel ist es, die Gemeinden weiterhin bestmöglich zu unterstützen und den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen.“
Die Maßnahmen zeigen bereits Wirkung: Laut Daten des nationalen Netzbetreibers TERNA ist der Stromverbrauch der öffentlichen Beleuchtung in Südtirol seit 2010 um rund 38 Prozent gesunken. Damit leistet das Land einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung des Klimaplans 2040 und zum Schutz des nächtlichen Lebensraums von Pflanzen und Tieren.
Das Amt für Energie und Klimaschutz begleitet die Gemeinden fachlich bei der Erstellung der Lichtpläne und die Überwachung der Auswirkungen. Neben einem gemeinsam mit der Eurac erarbeiteten Leitfaden werden jährlich stichprobenartig zwei bis drei Gemeinden ausgelost und vor Ort beraten. Zudem unterstützt das Land Investitionen in moderne, energiesparende und nach oben abgeschirmte Beleuchtungssysteme durch gezielte Förderungen.




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