So bereiten sich die Schutzhütten vor

Phase zwei auf 3.000 Metern Höhe

Dienstag, 26. Mai 2020 | 11:13 Uhr

Stilfser Joch – Nach dem langen Winter in den Bergen bereiten sich auch die Betreiber der Schutzhütten auf die kommende Sommersaison vor – die heuer auf 3.000 Metern Höhe ganz anders wird, als es bisher der Fall war.

Die Wiedereröffnung nach dem Winter bedeutet für die Schutzhütten immer viel Arbeit. Durch die Corona-Krise kommt nun auch die Ungewissheit dazu, wie Christian Thoma, Inhaber der Tibet-Hütte am Stilfser Joch, im Interview mit der Nachrichtenagentur Ansa, erklärt. „Wie leben sehr stark von internationalen Gästen. Derzeit weiß man allerdings nicht, wann die einzelnen Länder ihre Grenzen öffnen“, betont Thoma.

Auch bei den Sicherheitsmaßnahmen müssen sich Schutzhütten anpassen. „Zum Glück haben wir noch etwas Zeit. Wir werden schauen, wie es andere machen, um festzustellen, was funktioniert und was nicht“, meint der Inhaber der Tibet-Hütte. Glücklicherweise sei sein Restaurant sehr groß und es gebe viel Platz. „Falls das Wetter schön ist, gibt es auch sehr viel Platz im Freien. Deshalb denke ich, dass wir die Sicherheitsabstände einhalten können.“

Mit den Schneeräumungsarbeiten waren die Mitarbeiter des Straßendienstes Vinschgau in den vergangenen Wochen noch auf der höchstgelegenen Passstraßen der Alpen, nämlich jener auf das Stilfser Joch im Einsatz.

„Da derzeit zwischen den Staaten und Regionen noch Reisebeschränkungen gelten, können wir nicht mit Sicherheit sagen, wann die Passstraßen für den Verkehr zwischen den Regionen im Alpenraum geöffnet werden“, erklärt Mobilitätslanderat Daniel Alfreider.

Die Südtiroler Passstraßen seien aber geräumt und auf Öffnungen vorbereit. Für das Stilfser Joch sei nach derzeitigem Stand eine Öffnung für den 3. Juni geplant.

„Die Arbeit mit Covid wird sicher eine Herausforderung. Viele sagten, Covid überlebt nicht in heißen Temperaturen. Schauen wir mal ob, Covid auf 2.800 Metern Höhe überlebt“, meint Christian Thoma schmunzelnd.

Von: mk

Bezirk: Vinschgau

Kommentare

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7 Kommentare auf "Phase zwei auf 3.000 Metern Höhe"


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insenfdazueh
insenfdazueh
Tratscher
1 Monat 10 Tage

De mießn holt an jedn hüttenbesucher an guetn gipflschnopps gebn , zur desinfektion ! Und in hubschrauber londeplotz liegestiehle, und bänke aufstelln , daß im foll ban a kontrolle insre kolegn nit lontn kennin 😂

Julez
Julez
Neuling
1 Monat 9 Tage

Des isch in lebn koane Schutzhitt, des isch a Hotel direkt nebn dr stross 🤷‍♂️

Superredner
1 Monat 9 Tage

na keine schutzhütte, nur die tibet hütte am stilfser joch🤷🏻‍♀️

nuisnix
nuisnix
Superredner
1 Monat 9 Tage

…und wenn du unwissentlich hineinfällst, gibst du dein halbes Hemd für eine elende Schnitte Apfelstrudel…

Guenni
Guenni
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

@nuisnix…kann ich bestätigen, einmal und nicht unbedingt wieder

marher
marher
Superredner
1 Monat 10 Tage

Lieber geh i huier af an Berg als in Rimini oder..Urlaub zu mochm. Irgendwia ischs lei Einteilungs und vernünftige Verontwortungsoche.

Andreas1234567
Andreas1234567
Superredner
1 Monat 9 Tage

Hallo nach Südtirol,

langsam bekomme ich unbändige Lust auf die Hochalpinhütten.

Zum Lachen, letztes Jahr war der Trabbi auf der Zwickauer noch der Aufreger des Jahres..

Dieses Jahr wird speziell, ich werde mir die Schutzmassnahmen natürlich anschauen und jeden auch noch so kleinen Verstoss melden.

Hochgebirgshütten waren und werden immer Horte der Vernunft sein weil dort nur asketische Alpinfreunde einkehren.
Ein schöner ungesüsster Tee aus Tibet, dazu angeregte philosophische Diskussionen mit anderen Gästen über mehrere Meter Abstand hinweg.Und einen desinfizierten Teller gewaschenes Rohgemüse zum Knabbern.
Das war eigentlich dort oben immer so und kontrollieren braucht man dort also nicht.

Auf Wiedersehen in Südtirol im Hochgebirge

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