Kritik der STF

Post: “Große Probleme, größere Preise”

Samstag, 21. Juli 2018 | 11:46 Uhr

Bozen – „Beim Service ist die italienische Post dritte Amateurliga, bei den Preisen Champions League“, darauf macht Stefan Zelger von der Landesleitung der Süd-Tiroler Freiheit aufmerksam. “Die italienische Post hat die teuersten Tarife Europas. Pünktlich zur Urlaubszeit wurden die Preise nochmals drastisch angehoben. Große Probleme und dafür höhere Preise scheint das Motto der Post zu sein“, kritisiert Zelger. “Der Südtiroler Steuerzahler darf durch Kompatschers Abkommen zusätzlich draufzahlen!”

“Am 2. Juli wurden die Tarife der Post schon wieder angehoben. Ein Standardbrief im Inland kostet jetzt 1,10 Euro. Eine Preissteigerung von 16 Prozent. Und da sich die italienische Post nicht lumpen lässt, wurden gleich über ein Dutzend Dienste verteuert: eingeschriebene Briefe, Auslandsbriefe, versicherte Briefe usw.“, zeigt Zelger auf. Er macht auch auf einen weiteren “Missstand” aufmerksam: „Da die Post bereits seit längerer Zeit Briefmarken druckt, auf denen keine Summe mehr aufscheint, kann sie so unbemerkt die Preise in die Höhe treiben und die Leute auf den Arm nehmen.“

„Und wofür? Für nichts als Probleme“, kritisiert Zelger. „Briefe kommen häufig zu spät an, Tagezeitungen werden nicht rechtzeitig ausgetragen, eingeschriebene Briefe brauchen oft Wochen bis sie zugestellt werden, Zweisprachigkeitspflicht und Proporz werden missachtet, Dorfzeitungen mit unnötiger Bürokratie schikaniert. Eine Liste, die sich beliebig fortsetzten ließe.“

Zu allem Überfluss dürfe der Südtiroler Steuerzahler, dank Landeshauptmann Kompatschers Postabkommen, nochmal draufzahlen. „Zehn Millionen Euro im Jahr bekommt die Post, damit überteuerte und schlecht funktionierende Dienste nicht noch schlechter werden“, betont Zelger.

Für die Süd-Tiroler Freiheit ist es vor diesem Hintergrund nach wie vor unverständlich, “dass sich die SVP im Landtag nicht dazu durchringen konnte, eine Südtiroler Landespost als Ziel auszugeben. In zahlreichen autonomen Ländern Europas ist eine eigene Post längst Realität. So z.B. auf den Färöer-Inseln, den Åland-Inseln oder Gibraltar. Warum sollte das nicht auch bei uns möglich sein“, fragt sich Zelger und schießt eine Forderung abschließend hinterher: „Das Abkommen mit der italienischen Post ist zu kündigen und endlich ein Abkommen mit der österreichischen Post abzuschließen oder eine Landespost aufzubauen. Denn auch hier gilt: Wir können es besser ohne Rom.”

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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7 Kommentare auf "Post: “Große Probleme, größere Preise”"


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m69
m69
Universalgelehrter
24 Tage 6 h

Art. 
Bozen – „Beim Service ist die italienische Post dritte Amateurliga, bei den Preisen Champions League“, darauf macht Stefan Zelger von der Landesleitung der Süd-Tiroler Freiheit aufmerksam

dem Stimme ich zu!

m69
m69
Universalgelehrter
24 Tage 6 h

Habe vor langer Zeit in der Post gearbeitet, habe gekündigt, nicht wegen dem Gehalt, der war gut, sondern das Umfeld war deart mies, um nicht etwas anderes sagen zu müssen!

Loewe
Loewe
Superredner
24 Tage 6 h

Wo ihr Recht habt, da habt ihr Recht …..
Gute Verbesserungen, dann “wird die Post abgehen” 😏

Sofia
Sofia
Neuling
24 Tage 2 h

das mag alles stimmen. Manche sind aber selber schuld wenn die Post nicht ankommt, da an ihrer Haustür kein Briefkasten mit Namensschild hängt. Mir tun die Briefträger leid. Ganz zu schweigen wenn eine Urlaubsvertretung eingesetzt wird, die nicht ortskundig ist.

arianne
arianne
Grünschnabel
24 Tage 2 h

stimmt vollkommen hohe Preise und der Service a saustoll. In leifers wird in einigen Zonen seit bereits 3 Wochen koane Post mehr ausgetrogn. Wo sein die Briefträger?

MickyMouse
MickyMouse
Universalgelehrter
23 Tage 10 h

Warte seit 14 Tagen auf ein kleines Elektrogerät aus Deutschland,bei Nachfrage wo denn dieses Paket sei,können wir leider nicht sagen???

Tabernakel
22 Tage 23 h

Die STF ist noch nicht einmal Amateurliga.

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