Von: luk
Bruneck – Am 31. März ist die Landesregierung im Rahmen ihrer zweiten Sondersitzung in den Bezirken in Bruneck mit dem Präsidenten der Bezirksgemeinschaft und den Pustertaler Bürgermeistern zusammengetroffen.
Zu den wichtigsten behandelten Themen gehörten der Verkehr und anstehende Projekte, wobei die Landesregierung weiterhin in die nachhaltige Mobilität investiere, betonte Landeshauptmann Arno Kompatscher. Das Land Südtirol hat es sich zum Ziel gesetzt, das Pustertal besser erreichbar zu machen, vor allem durch den Ausbau der Bahnverbindung und allgemeine Investitionen in das öffentliche Verkehrsnetz. Derzeit werden Arbeiten im Hochpustertal durchgeführt, während die gesamte Bahnstrecke nach umfangreichen Erneuerungsarbeiten rechtzeitig zu den Olympischen Spielen in Antholz wieder in Betrieb genommen worden war.
Die strategische Bedeutung der Strecke wird vom Landesrat für Infrastrukturen und Mobilität Daniel Alfreider bekräftigt: „Früher, als es noch keine Autos gab, ist die Bahn als Fortbewegungsmittel gebaut worden, heute bauen wir die Bahn als nachhaltige Alternative zum Auto aus.“ Alle bereits durchgeführten und noch laufenden Arbeiten stehen im Einklang mit den Zielen des Landesplans für nachhaltige Mobilität 2035, der eine Steigerung des Schienenverkehrs um 250 Prozent, des Angebots an Linienbussen um 20 Prozent und der Fahrradmobilität um 50 Prozent vorsieht.
Wichtige Infrastrukturarbeiten im gesamten Pustertal
Zahlreiche Arbeiten wurden bereits abgeschlossen, sind im Gange oder für das Pustertal geplant, von Maßnahmen zur Verbesserung der Straßenverkehrssituation, wie die Beseitigung des Bahnübergangs in Innichen, über Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit, wie die Grünbrücke am Kniepass, bis hin zu Großprojekten wie die Umfahrung von Percha und die Riggertalschleife, deren Eröffnung für das Frühjahr 2027 vorgesehen ist. „Mit der Riggertalschleife stärken wir die Anbindung an die Brennerachse und verkürzen die Fahrzeiten zwischen dem Pustertal, Brixen und Bozen um etwa 15 Minuten, wodurch der Zug zu einer noch schnelleren und wettbewerbsfähigeren Alternative wird“, betonte Alfreider. Insgesamt seien für Bauvorhaben, die insbesondere das Pustertal betreffen, allein über die Olympischen Spiele über 400 Millionen Euro nach Südtirol geflossen.
Ein weiterer strategischer Schwerpunkt ist die Fahrradmobilität. „Für uns ist die aktive Mobilität wichtig, und dafür braucht es gute Radwege“, sagte Alfreider. „Im Einklang mit unserem Radmobilitätskonzept investieren wir gezielt in den Ausbau und die Verbesserung der Radwegeinfrastruktur.“ Zu den bedeutendsten Projekten zählen jene im Ahrntal, im Bereich um den Pragser Wildsee und in der Gemeinde Terenten. Im Dreijahreszeitraum 2022-2025 wurden allein für das Pustertal Maßnahmen in Höhe von über 15 Millionen Euro finanziert, darunter neue Verbindungen, Anpassungen und außerordentliche Instandhaltungsarbeiten entlang des gesamten Radwegenetzes. „Ziel ist es, die tägliche Mobilität immer nachhaltiger, sicherer und zugänglicher zu gestalten“, so der Mobilitätslandesrat.




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