FIAB unterstützt Reform-Vorschläge

Radwege in beide Richtungen: “Gut für Radmobilität”

Samstag, 16. Februar 2019 | 17:43 Uhr

Bozen – Die Debatte um die in beide Richtungen befahrbaren Fahrradwege nimmt an Fahrt auf. „Diese Lösung hat sich bereits in vielen Städten bewährt, fördert die Radnutzung und erhöht die Sicherheit der Radfahrer“, erklärt die FIAB-Südtirol, die sich für die Anliegen der Radfahrer einsetzt.

In diesen Tagen wird wieder über die Reform des Straßenverkehrskodex gesprochen, ein Vorhaben, das der FIAB sehr am Herzen liegt, weil es auch um die Fahrradnutzung geht. In der Abgeordnetenkammer wurde ein Vorschlag des Abgeordneten Emanuele Scagliusi (M5S) behandelt.

„Im Vorschlag des M5S zur Reform der Straßenverkehrsordnung drehen sich viele Passagen um die Fahrradnutzung. Für Wohngebiete, Zonen mit eingeschränktem Verkehr und in den Tempo-30-Zonen sieht der entsprechende Artikel vor, dass Fahrräder auch gegen die für den betreffenden Abschnitt für die anderen Fahrzeuge festgelegte Fahrtrichtung verkehren können, wenn dies die allgemeinen Sicherheitsbedingungen zulassen.“ Um den Abschnitt auszuweisen, würde es laut diesem Vorschlag genügen, das Schild „Fahrräder ausgenommen“ anzubringe, so die FIAB.

„Die Möglichkeit, in beide Richtungen befahrbare Fahrradstreifen einzurichten, erleichtert die Radnutzung erheblich. Wir sollten alles tun, um die Wege der Radfahrer so kurz und hindernisfrei wie möglich zu gestalten, wenn das Fahrrad Autofahrten ersetzen und der öffentliche Raum lebenswerter werden soll“, meint die Präsidentin von FIAB, Giulietta Pagliaccio zu diesem zentralen Vorschlag ihres Verbandes, der bereits in vielen Städten mit Erfolg getestet werden konnte. Giullietta Pagliaccio: „Mir fällt dazu Reggio Emilia ein, wo die allgemeine Unfallrate um sechs Prozent gesenkt werden konnte. Andere Städte wie Pisa, Lodi, Mantua, Piacenza und Mailand haben diese Regelung auch mit gutem Erfolg eingeführt.“

Unter den Vorschlägen für die Reform der Straßenverkehrsordnung befindet sich ein weiterer, der von der FIAB unterstützt wird: der „vorgezogene Fahrradstreifen“ an Ampeln. Dabei wird die Haltelinie für Motorfahrzeuge einige Meter hinter der Haltelinie für Fahrräder angebracht. „Dies erhöht die Sicherheit bei rechts abbiegenden Fahrzeugen, die die Fahrradfahrer besser sehen und es vermindert die Schadstoffbelastung für die Radler, wenn sie sich nicht hinter den Autos einreihen müssen.“

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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1 Kommentar auf "Radwege in beide Richtungen: “Gut für Radmobilität”"


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thomas
thomas
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

langsam wird sich auch Italien international üblichen Regelungen anpassen. Fussgängerinnen vor Radfahrer vor Motorisierten

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