Von: mk
Bozen – Der Landtag hat in der gestrigen Plenarsitzung den vom Abgeordneten Thomas Widmann, Landtagsfraktion Für Südtirol mit Widmann, eingebrachten Beschlussantrag zur Förderung von Pilotprojekten, die einen Unterrichtsstart nach 8.00 Uhr sowie gleitende Ein- und Austrittszeiten vorsehen, angenommen.
Hintergrund sind wissenschaftliche Erkenntnisse, wonach Jugendliche morgens mehr Schlaf benötigen und frühe Beginnzeiten Konzentration, Stimmung und Lernerfolg beeinträchtigen. „Während viele europäische Länder später starten, beginnen Schulen im Land häufig bereits vor 8.00 Uhr. Pilotprojekte sollen daher mögliche Modelle testen und deren Auswirkungen auf Transport, Betreuung, Nachmittagsangebote und Familienalltag evaluieren“, erklärt Widmann.
In der seitens Opposition wie Mehrheit sehr guten, sachlichen und propositiven Diskussion seien sowohl Chancen als auch Herausforderungen betont worden. Abgeordnete verwiesen auf organisatorische Probleme, insbesondere beim Schülertransport und bei Familien mit mehreren Kindern, oder betonten die Notwendigkeit eines gesamtheitlichen Konzepts.
Die Landesregierung bekräftigte die grundsätzliche Zustimmung. Der gemeinsam abgeänderte Antrag wurde mit breiter Mehrheit angenommen: Festgehalten, dass die Entscheidung über die Uhrzeit des Schulbeginns bei den autonomen Schulen liegt, fördert die Landesregierung Pilotprojekte, welchen einen späteren Beginn vorsehen, verbunden mit gleitenden Ein- und Austrittszeiten, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht zu konditionieren. Die Evaluierung solcher Pilotprojekte wird für allfällige weitere Schritte zur Verfügung gestellt.
„Pilotprojekte sind genau der richtige Weg: neue Ideen ausprobieren, Erfahrungen sammeln und dann auf dieser Grundlage entscheiden“, so Widmann. Eine gute Bildung sei das Wertvollste, das wir Kindern mitgeben könnten. Ziel dieser Umstellungen sei es, dass man die jungen Menschen noch besser vorbereitet in ihre Zukunft schicke.
„Mit diesem Beschluss setzen wir einen wichtigen Schritt in Richtung einer Schule, die sich stärker an den Bedürfnissen unserer Jugendlichen orientiert. Ein späterer Unterrichtsbeginn ist kein Experiment, sondern eine Investition in Konzentration, Gesundheit und Bildungschancen. Jetzt gilt es, gemeinsam Modelle zu entwickeln, die unserem Land gerecht werden und den Alltag von Familien erleichtern.“, so Thomas Widmann abschließend.




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