Von: mk
Bozen – Die Energiewende soll in Südtirol künftig stärker regional gedacht und umgesetzt werden. Mit einer neuen strategischen Zusammenarbeit zwischen Alperia, dem Wirtschaftsverband lvh.apa und dem ARO-Konsortium entsteht ein Modell, das Energieversorgung, lokales Handwerk und regionale Wertschöpfung enger miteinander verbindet.
Konkret erhalten private und gewerbliche Kunden, die bei Alperia Energielösungen wie Photovoltaikanlagen oder Elektro-Ladestationen erwerben, künftig Installation und Umsetzung direkt durch Südtiroler Fachbetriebe aus dem Netzwerk des ARO-Konsortiums. Auch Wärmepumpen können Teil des Angebots sein, wobei der Schwerpunkt klar auf Photovoltaik und Ladeinfrastruktur liegt.
Die finale Unterzeichnung der Vereinbarung erfolgte kürzlich und markiert den offiziellen Startpunkt der Kooperation.
„Diese Zusammenarbeit zeigt beispielhaft, wie regionale Energiewende funktionieren kann: nicht über anonyme Großstrukturen, sondern gemeinsam mit lokalen Partnern und regionaler Kompetenz“, betonte lvh-Präsident Martin Haller bei der Vorstellung der Initiative im Haus des Handwerks in Bozen. „Davon profitieren sowohl unsere Mitgliedsbetriebe als auch die gesamte Südtiroler Wirtschaft.“
Für Südtirols Handwerksbetriebe eröffnet die Kooperation konkrete wirtschaftliche Perspektiven in einem stark wachsenden Zukunftsmarkt. Sie werden direkt in ein skalierbares Modell eingebunden, erhalten Zugang zu neuen Aufträgen und stärken gleichzeitig ihre Sichtbarkeit innerhalb eines großen regionalen Projekts.
Auch für die Landesenergiegesellschaft Alperia steht die regionale Verankerung im Mittelpunkt. „Nachhaltige Energielösungen brauchen Vertrauen, Nähe und Qualität“, erklärte Alperia-Präsidentin Flora Kröss. „Deshalb setzen wir bewusst auf die Zusammenarbeit mit lokalen Fachbetrieben. Die Energiewende gelingt dann besonders nachhaltig, wenn Wertschöpfung und Kompetenz im Land bleiben.“
Im Rahmen der Kooperation übernimmt Alperia weiterhin die Rolle als zentraler Anbieter der Energielösungen, während die Umsetzung durch spezialisierte Südtiroler Handwerksunternehmen erfolgt. Für Endkunden entsteht dadurch ein Komplettpaket aus einer Hand – verbunden mit kurzen Wegen, regionaler Betreuung und fachgerechter Umsetzung.
Alperia-Generaldirektor Luis Amort hob insbesondere die Einfachheit des Modells hervor: „Unser Anspruch ist ein Komplettpaket, das überzeugt: moderne Energielösungen aus einer Hand, professionell geplant sowie fachgerecht und gesetzeskonform umgesetzt – gemeinsam mit lokalen, qualifizierten Fachpartnern. Damit stärken wir gezielt die einheimische Wirtschaft und schaffen nachhaltige Wertschöpfung vor Ort.“
Eine zentrale operative Rolle übernimmt dabei das ARO-Konsortium, das die lokalen Handwerksunternehmen koordiniert. Präsident Hans Duffek sieht darin auch ein Signal für die Zukunft des regionalen Handwerks: „Unsere Betriebe bringen die notwendige Fachkompetenz, Erfahrung und Nähe zum Kunden mit. Diese Kooperation zeigt, dass Energiewende und regionale Wirtschaftsförderung Hand in Hand gehen können.“
Die Partner verstehen die Zusammenarbeit als langfristiges Modell für Südtirol: Innovation, Energieversorgung und Handwerk sollen gemeinsam wachsen – mit regionaler Wertschöpfung als zentralem Bestandteil der Energiewende.




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