Kammerpräsidenten warnen

Reisebeschränkungen bringen Tourismus und regionale Wirtschaft in Gefahr

Mittwoch, 07. Oktober 2020 | 11:06 Uhr

Bozen – Mit einem dringlichen Appell senden die vier Kammerpräsidenten Peter Buchmüller (WK Salzburg), Michl Ebner (HK Bozen), Hans Peter Metzler (WK Vorarlberg) und Christoph Walser (WK Tirol) heute einen „Hilferuf aus den Alpen“. Sie setzen sich gegen die aktuelle Strategie der Reisebeschränkungen vieler EU-Staaten zur Wehr.

„Die aktuelle Corona-Politik in Europa bringt in unseren Ländern massive existenzielle Bedrohungen mit sich, die letzten Endes nicht nur die Tourismuswirtschaft, sondern auch die regionalen Wirtschaftskreisläufe bedrohen“, so die vier Kammerpräsidenten.

Als Grund nennen die Präsidenten die unterschiedlichen Maßnahmen der europäischen Staaten und insbesondere die inzwischen ausufernden Reisewarnungen beziehungsweise -beschränkungen. Diese sind äußerst schädlich für die europäische Wirtschaft und zugleich für das europäische Gemeinschaftsgefühl.

Die Forderung der vier Präsidenten dahingehend ist einhellig: „Die aktuellen Reisewarnungen und Einschränkungen müssen beendet und aufgehoben werden.“

Die strenge Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen ist auch im Interesse der Wirtschaft. Die Gefährdung der Gesundheit der Bevölkerung und eine Einschränkung der wirtschaftlichen Tätigkeit müssen unbedingt verhindert werden. Aus diesem Grund ist eine große Disziplin aller bei der Umsetzung der Hygienemaßnahmen sowie die Befolgung des Abstandhaltens notwendig.

Bei einer Fortsetzung des Systems der Reiseeinschränkungen ist eine Verständigung der EU-Mitgliedstaaten auf europäischer Ebene nötig. Zudem wird darauf verwiesen, dass die Europäische Kommission am 4. September ein europäisches Ampelsystem vorgeschlagen hat.

Eine europaweite Koordination ist unbedingt nötig, um nicht in einem völligen Chaos an unübersichtlichen Kriterien und daraus folgenden Reisewarnungen und grenzüberschreitenden Bewegungseinschränkungen zu enden. Der „Hilferuf aus den Alpen“ komme daher hoffentlich noch zur richtigen Zeit.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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3 Kommentare auf "Reisebeschränkungen bringen Tourismus und regionale Wirtschaft in Gefahr"


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Ars Vivendi
Ars Vivendi
Universalgelehrter
21 Tage 18 h

Die ” ausufernden” Reisewarnungen dienen dem Schutz der BürgerInnen. Würden sich alle !! an die geltenden Schutzmaßnahmen halten, wären die Einschränkungen möglicherweise weniger streng. Für die “Verluste” von Tourismus, Gastronomie und Handel sind somit die “Einheimischen” zum großen Teil selber verantwortlich.

Grünschnabel
21 Tage 18 h

isch jo klor…bol sie zuigsperrt hobn hobnse fa ins a nicht wissn giwellt und iz bolse selbo in kürzan ziachn noa schun war wido olls auzihebn🤣 obo in endeffekt recht hobnse de reisewarnungen und so ein käse brauch koa mensch.. seinmo froa dasmo gröstnteils mitn an blaudn auge dofun kem sein wos die wirtschoft ungeat und hern decht au mit de bledsinne….

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Superredner
21 Tage 17 h

Ab geht die Luzie in D. “Mehrere Bundesländer schreiben eine Quarantänepflicht für Rückkehrer aus inländischen Risikogebieten vor
…Aktuell überschreiten demnach sechs Kreise den kritischen Wert: Hamm, Remscheid, Berlin Friedrichshain-Kreuzberg, Berlin Mitte, Vechta, Berlin Neukölln und Berlin Tempelhof-Schöneberg (Stand: 5. Oktober). Wer in einem solchen Corona-Hotspot wohnt, muss mit deutlichen Einschränkungen bei der Reise in ein anderes Bundesland rechnen.”
https://www.rnd.de/reise/risikogebiete-in-deutschland-hier-droht-quarantane-fur-urlauber-3AMHREZYVJGVNGB4F3VLMTO5AY.html

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