Von: mk
Bozen – Das Jahr 2026 beginnt mit einer Reihe von Neuigkeiten, die Millionen europäischer Bürgerinnen und Bürger betreffen werden, die aus touristischen, beruflichen Gründen oder anlässlich großer internationaler Veranstaltungen reisen. Neue Einreisebestimmungen, steuerliche Änderungen, Neuerungen im Straßenverkehr sowie im Zahlungsverkehr machen es zunehmend wichtig, sich vor der Abreise gut zu informieren. Das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Italien mit Sitz in Bozen fasst einige der wichtigsten Neuerungen zusammen, die bei der Reiseplanung im Laufe des Jahres zu berücksichtigen sind.
Bulgarien führt den Euro ein
Bulgarien hat den Euro offiziell zum 1. Januar 2026 als Währung eingeführt und ist damit das 21. Mitgliedsland der Eurozone geworden. Für Reisende bedeutet dies den Wegfall von Währungsumtausch und entsprechenden Gebühren und eine größere Preistransparenz. Innerhalb des Landes wird der Übergang zur Gemeinschaftswährung jedoch auch von Befürchtungen begleitet, wonach es zu einem allgemeinen Preisanstieg kommen könnte.
Österreich – neue Umweltzonen und höhere Vignettenpreise
In Österreich treten ab Mai 2026 neue städtische Umwelt- bzw. Verkehrsberuhigungszonen in Kraft, die mittels automatischer Videoüberwachung kontrolliert werden. Der unbefugte Zugang zu diesen Bereichen kann mit Geldstrafen von bis zu 726 Euro geahndet werden, bei wiederholten Verstößen drohen deutlich höhere Sanktionen. Auch auf Autobahnen ist mit höheren Kosten zu rechnen: Die Preise für Vignetten werden im Jahr 2026 angehoben und betragen künftig 9,60 Euro für die Tagesvignette, 12,80 Euro für die Zehntages-Vignette, 32 Euro für die Zwei-Monats-Vignette und 106,80 Euro für die Jahresvignette.
Strengere Kontrollen bei elektronischer Einreisegenehmigung im Vereinigten Königreich
Für Reisen in das Vereinigte Königreich ist neben dem Reisepass die Electronic Travel Authorisation (ETA) zwingend erforderlich. Ab dem 25. Februar 2026 werden die Kontrollen systematisch bereits vor dem Boarding durchgeführt, wobei die Fluggesellschaften dafür verantwortlich sind, zu überprüfen, ob die Passagiere über eine gültige Genehmigung verfügen.
Die ETA ist an den Reisepass gekoppelt, zwei Jahre gültig, erlaubt mehrere Einreisen und ist kostenpflichtig. Der Antrag erfolgt ausschließlich digital, auch über die offizielle App „UK-ETA“, die von den britischen Behörden bereitgestellt wird. Es ist daher wichtig, den Antrag rechtzeitig zu stellen, um Probleme bei der Abreise zu vermeiden. Es wird empfohlen, ausschließlich offizielle Kanäle zu nutzen: In Suchmaschinen werden häufig ganz oben Angebote von Vermittlern angezeigt, die zusätzliche Gebühren verlangen können.
Fußball-Weltmeisterschaft 2026: Vorsicht bei Einreisebestimmungen und Ticketkauf
Wer die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko besuchen möchte, sollte den jeweiligen Einreisebestimmungen besondere Aufmerksamkeit schenken. Für europäische Staatsangehörige sind kostenpflichtige elektronische Genehmigungen vorgesehen, wie das ESTA für die USA und die eTA für Kanada, während für Mexiko spezifische Regelungen gelten. Die Genehmigungen werden nicht automatisch erteilt und müssen frühzeitig beantragt werden. Aktuelle Informationen sind auf der Website des italienischen Außenministeriums www.viaggiaresicuri.it abrufbar. Beim Kauf von Eintrittskarten ist es entscheidend, sich ausschließlich an die offiziellen, von den Veranstaltern angegebenen Verkaufsstellen zu wenden und den nicht autorisierten Weiterverkaufsmarkt zu meiden.
Niederlande: Mehrwertsteuererhöhung im Tourismussektor
Abschließend ist in den Niederlanden ab 2026 eine Erhöhung der Mehrwertsteuer im Tourismussektor vorgesehen. Die Anpassung des Steuersatzes könnte sich auf die Kosten für Unterkünfte, Gastronomie und Freizeitangebote auswirken und somit das Reisebudget von Verbraucherinnen und Verbrauchern beeinflussen, die dieses Reiseziel wählen.
Das Europäische Verbraucherzentrum Italien bietet Informationen und kostenlose Unterstützung bei der Beilegung von grenzüberschreitenden Streitigkeiten mit Unternehmen mit Sitz in der EU, Island, Norwegen und dem Vereinigten Königreich. Kontakt ist telefonisch unter 0471 980939 oder mittels E-Mail an info@euroconsumatori.org möglich.




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