Von: luk
Brixen – Im Rahmen einer Pressekonferenz im Haus Guggenberg in Brixen wurde heute das Pilotprojekt selAví der Öffentlichkeit vorgestellt. Unterstützende Worte kamen auch von der Landesrätin Rosmarie Pamer. Das Projekt unterstützt Menschen mit Behinderungen dabei, ein selbstbestimmtes Leben mit persönlicher Assistenz zu führen und ihren Alltag eigenverantwortlich zu gestalten.
Im Mittelpunkt von selAví steht das Konzept der persönlichen Assistenz. Menschen mit Behinderungen entscheiden dabei selbst, wann, wo und in welcher Form sie Unterstützung benötigen – sei es im Haushalt, in der Freizeit oder einfach im Alltag. Ziel ist es, Betroffene dabei zu unterstützen, ihr Leben möglichst selbstbestimmt zu gestalten und als „Chef oder Chefin des eigenen Lebens“ Entscheidungen eigenverantwortlich treffen zu können.
Die Projektidee entstand aus den persönlichen Erfahrungen der InitiatorInnen. Das Kernteam besteht aus den SelbstvertreterInnen Anna Faccin, Heidi Ulm, Silvia Rabanser und Max Silbernagl, die das Thema Selbstbestimmung und Behinderung aus ihrem eigenen Alltag kennen. Fachlich begleitet wird das Projekt von Anton van Gerven. Träger des Projekts ist Kolping Südtirol VFG.
Seit dem offiziellen Projektstart am 1. März 2026 konnten bereits erste wichtige Schritte umgesetzt werden. Dazu zählen die Einrichtung einer Anlaufstelle in Brixen, individuelle Beratungsgespräche, Erstkontakte mit interessierten Personen, Informationsveranstaltungen sowie der Austausch mit Organisationen und Fachstellen im In- und Ausland. Gleichzeitig arbeitet das Team daran, das Thema persönliche Assistenz in Südtirol bekannter zu machen und langfristige Strukturen aufzubauen.
„Selbstbestimmtes Leben ist ein Menschenrecht, festgeschrieben in der UN-BK. Mit selAví möchten wir Menschen mit Behinderungen dabei unterstützen, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und die notwendige Assistenz zu organisieren, um ihren persönlichen Lebensweg selbst gestalten zu können“, betonte das Projektteam während der Vorstellung.
Das Pilotprojekt wird durch den Europäischen Sozialfonds (ESF+) finanziert. Weitere Partner sind das Amt für Menschen mit Behinderungen sowie Promos. Die Projektlaufzeit beträgt zwei Jahre. Interessierte können sich einen Termin vormerken. Weitere Informationen sind unter www.selavi.it erhältlich




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