Stellungnahme des SJR

“Situation für Jugendliche am Arbeitsmarkt ist alles andere als rosig”

Montag, 13. Juli 2020 | 10:32 Uhr

Bozen – Seit der Corona-Krise sind weniger Praktika und Lehrstellen vergeben worden und mit dem Wegfall des Kündigungsschutzes wird ein Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit erwartet. „Die aktuelle Situation für Jugendliche am Arbeitsmarkt ist alles andere als rosig. Es ist notwendig auf die sich zuspitzende, prekäre Situation von Jugendlichen am Arbeitsmarkt zu reagieren und keine kostbare Zeit verstreichen zu lassen“, bringt es SJR-Vorsitzende Tanja Rainer auf den Punkt, die sich angesichts der negativen Aussichten für Jugendlichen am Arbeitsmarkt sehr besorgt zeigt. „Es benötigt neben kurz- und mittelfristen Maßnahmen auch strategische Maßnahmen, die langfristig wirken“, so Rainer. Der SJR fordert die zuständigen Stellen daher auf, ein entsprechendes Maßnahmenpaket zu erarbeiten.

„Was wir brauchen, sind Maßnahmen, die nicht nur bei einem kurzfristigen Strohfeuer Effekt haben, sondern neben unmittelbaren Sofortmaßnahmen auch tiefgreifende Verbesserungen für junge Menschen sicherstellen. Gerade durch die Einsetzung einer interdisziplinären Arbeitsgruppe unter Einbindung von Jugendlichen selbst, erwarten wir uns Maßnahmen, die grundlegende Verbesserungen bringen“, erklärt Rainer.

Der SJR hat auch bereits erste Ideen für ein solches Maßnahmenpaket zusammengetragen. So sei eine Datenerhebung bzw. Analyse über Chancen im Beruf notwendig, sodass junge Menschen wissen, in welchen Sparten sie welche Zukunftsaussichten haben. Ebenso regt der SJR an, dass auch der Weg in die Selbständigkeit gezielt gefördert und unterstützt wird. Was es dazu braucht sind neben dem Ausbau von konkreten Hilfen für Start-ups auch ein Neudenken unseres Unterrichtssystems. „Aktuell fördert unser Bildungssystem Einzelkämpfer und Individualisten. Für die Lösungsfindung der Herausforderungen in einer immer komplexer werdenden Welt müssen wir umdenken und Kompetenzen wie Teamfähigkeit und ganzheitliches Denken in den Mittelpunkt stellen, wenn wir unsere Kinder und Jugendlichen bestmöglich fördern wollen“, so Rainer. Auch der Generationenvertag soll wieder zum Thema gemacht werden. Damit könnten Personen, die kurz vor der Versetzung in den Ruhestand stehen, die eigene Arbeitszeit reduzieren – ohne negative Auswirkungen auf deren Rente – und gleichzeitig junge Menschen aufgenommen werden. Nicht zu vergessen seien auch die NEETS, also jene Jugendlichen, die sich weder in Ausbildung noch in Arbeit befinden. „Gerade diese Gruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen bedarf besonderer Aufmerksamkeit. Volkswirtschaftlich gesehen können wir es uns nicht leisten auch nur einen jungen Menschen zurückzulassen. Ganz zu schweigen vom in der Verfassung verankerten Recht auf Arbeit“, so SJR-Geschäftsführer Kevin Hofer abschließend.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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24 Kommentare auf "“Situation für Jugendliche am Arbeitsmarkt ist alles andere als rosig”"


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AnWin
AnWin
Superredner
28 Tage 16 h

….die Jungen haben ja gar keine Lust zu arbeiten!!!!!

Ars Vivendi
Ars Vivendi
Superredner
28 Tage 14 h

@AnWin….das ist eine böswillige und nicht zu rechtfertigende Unterstellung

king76
king76
Tratscher
28 Tage 14 h

Genau …. Voher sein sie sich zu schod gwesen fir monche orbeiten…

AnWin
AnWin
Superredner
28 Tage 12 h

@Ars Vivendi ….ich muss hellauf lachen!!!

KaiserDurni2
KaiserDurni2
Neuling
28 Tage 10 h

Wofür denn? Haus und stabile Familie sind in der heutigen Zeit unerreichbare Wunschträume. Zudem werden unbegrenzt Ausländer ins Land geholt um die Löhne zu drücken.
Ihr habt uns verraten und verkauft. Vielen Dank auch. Und nun zurück an die Arbeit alter Mann, die “Flüchtlinge” finanzieren sich nicht von selbst.

Ars Vivendi
Ars Vivendi
Superredner
28 Tage 9 h

@AnWin…über alle jungen Leute pauschal negativ zu urteilen ist einfach nur geschmack- und respektlos

AnWin
AnWin
Superredner
28 Tage 8 h

@Ars Vivendi …Träumer/Träumerin!!!

Anubis
Anubis
Grünschnabel
28 Tage 7 h

@KaiserDurni2 Do osch di komplete worheit gsog, traurig obor wohr😭😭 und recht viel bessor werts nimor werdn

meilenstein
meilenstein
Grünschnabel
28 Tage 16 h

Man muss die älteren Menschen frühr in Pension schickn dann ist auch Platz für junge leite aber zuerst muss man ja die Alten aufbrauchen.Auserdem müssen alle jungen leute bis 30 studieren würden sie ein Handwerk erlernen hätten sie auch Arbeit aber dafür ist sich die jüngere Generation schon zu fein.

genau
genau
Kinig
28 Tage 10 h

Die Zukunft der Arbeit geht aber in diese Richtung.
Wir werden Zukünftig eher als Controller fungieren.

Die Zeiten von monotoner Köperlicher Arbeit sund vorbei.
Das können Maschienen schneller und besser.

Ich finde diese Entwicklung gut und Richtig.

Schluss mit dem altmodischen Weltbild! 🤮🤮🤮🤮

meilenstein
meilenstein
Grünschnabel
28 Tage 9 h

@genau Spätestens wenn du von einer maschiene bei der arbeit ersetzt wirst und ohne Arbeit bidt wünschst du fir die alten Zeiten wieder.

mmhm_sel_schu
mmhm_sel_schu
Tratscher
28 Tage 8 h

@genau ich sehe das genau umgekehrt. Dafurch dass ja fast jeder studieren geht wird das Handwerk ganz vergessen. Dass aber spätestens beim Haus renovieren ein Zimmrer, Maurer, Elektriker, Fliesenleger usw. benötigt wird, wird nicht beachtet. Und die Stundenlöhne werden steigen, wenn dann ein Handwerker um die 50€/h verlangen wird und ein Lohnbuchhalter bei 15€/h stagnieren wird ist abzusehen…
Die nachfrage macht den Preis.

genau
genau
Kinig
28 Tage 7 h

@meilenstein
Um mich zu ersetzen bräuchte man eine ausgereifte KI.
Und bis dahin bin ich wohl schon in Rente.

genau
genau
Kinig
28 Tage 7 h

@mmhm_sel_schu

Beim Thema Angebot und Nachfrage gebe ich dir Recht.
Der Markt bestimmt den Preis.
Du vergisst aber den Faktor Automatisierung.

brunner
brunner
Superredner
28 Tage 15 h

Ja liebe Freunde…..wenn man alles auf Tourismus als Selbstläufer aufbaut ist das halt das Resultat……ohne Tourismus werden wir zum Entwicklungsland….das bisschen Industrie, de poor Äpfel wo eh nur wenige dran verdienen, sind nichts im Vergleich….

falschauer
28 Tage 11 h

vollkommen richtig, nicht nur der tourismus wankt, sondern das ganze umfeld, handwerker, dienstleister, restaurateure und zigtausende arbeitnehmer in diesen bereichen

Nik1
Nik1
Tratscher
28 Tage 11 h

In die Jung wearschts Abo Heint zi Touge a nimma leicht gemocht. Es braucht jo ibro die Matura. Und a Hondwerksberuf isch jo nichtma wearscht und untobezohlt. Wie öft hearsch man “Wos dein Kind geht la Berufsschule”? I bin stolz das mein Kind an Hondwerksberuf gelernt hot. Orbatslosa Maturatn hommo sischt schu genui!

nakedtruth
nakedtruth
Tratscher
28 Tage 7 h

In Südtirol ist das Akademikerniveau bereits sehr, sehr niedrig. Demgegenüber stehen verhältnismäßig viele, die ein Handwerk erlernen. Deshalb gibt es kaum innovative und moderne Wirtschaftszweige. Wir stecken noch in den 60er Jahren: Handwerk, Tourismus, Landwirtschaft. Alles andere ist ja verpönt: “Bisch a Studierter”, heißt es da.

Nik1
Nik1
Tratscher
28 Tage 5 h

@nakedtruth was nützt es wenn alle studieren und es dann keine Handwerker mehr gibt.

Rosenrot
Rosenrot
Tratscher
28 Tage 10 h

Vor Beginn der Corona-Pandemie keine Lust auf Arbeit, lieber Australien oder Neuseeland bereisen. Nach den Coronalockerungen hat sich das Blatt nun gewendet, vielleicht denken die jungen Leute mal darüber nach. Mit dem Finger schnippen und der Arbeitsplatz ist da, ist nun vorbei. Ist auch höchste Zeit!

genau
genau
Kinig
28 Tage 7 h

Keine Angst das wird sich wieder ändern.
Und Firmen die den Mitarbeitern keine guten Bedingungen bieten werden verschwinden!

Und warum so gehässig?
Nur weil eure Generation kein Durchsetzungsvermögen hat? 😁

genau
genau
Kinig
28 Tage 10 h

“Aktuell fördert unser Bildungssystem Einzelkämpfer und Individualisten.”

Das Gegenteil ist der Fall.
Das genaue Gegenteil.
Selbstständiges Denken fällt den meisten sehr schwer.

Und dann kommt dieser Herr um die Ecke und behauptet auch noch so etwas! 🤨🤨

bern
bern
Superredner
28 Tage 5 h

Ein Drittel der Jugend verlässt Südtirol Richtung Norden.
Wenn wir die Jugend halten wollen, müssen wir Los von Rom und zurück nach Österreich.
Alles andere ist unnützte Flickschusterei.

genau
genau
Kinig
27 Tage 15 h

Mit den Finger auf sen Staat zeigen ist sehr leicht.
Den größten Schweinestall produziert diese Provinz schon selber.

Korruption, Vetternwirtschaft und fehlende Weitsicht. In diesen Punkten ist Südtirol Spitzenreiter! 😄

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