Einfache Maßnahmen gegen steigende Energiekosten

So geht Stromsparen im Haushalt

Mittwoch, 01. April 2026 | 11:12 Uhr

Von: mk

Bozen – Diese Woche hat die Regulierungsbehörde für Energie (ARERA) angekündigt, dass im 2. Trimester 2026 der Stromtarif für die schutzbedürftigen Kunden um 8,1 Prozent auf 30,24 Euro pro kWh steigt. „Angesichts der zu erwartenden Preissteigerungen beim Strom auch auf dem freien Markt lohnt es sich für Haushalte mehr denn je, den eigenen Energieverbrauch genauer unter die Lupe zu nehmen“, empfehlen Konsumentenschützer aus der Verbraucherzentrale Südtirol (VZS). Bereits mit einfachen Maßnahmen lässt sich der Stromverbrauch deutlich senken – oft ganz ohne Komfortverlust.

Ein häufig unterschätzter Stromfresser ist der sogenannte Standby-Betrieb vieler Elektrogeräte. Fernseher, Stereoanlagen, Computer, Satellitenempfänger oder Kaffeemaschinen bleiben oft rund um die Uhr im Bereitschaftsmodus. In einem durchschnittlichen Haushalt können dadurch Mehrkosten von rund 100 Euro pro Jahr entstehen. Deshalb empfiehlt die Verbraucherzentrale Südtirol, Geräte nach der Nutzung möglichst vollständig auszuschalten statt im Standby-Modus zu belassen.

Auch im Alltag gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Strom zu sparen:

• Waschmaschine und Geschirrspüler nur voll beladen einschalten
• Energiesparende Beleuchtung verwenden und Licht beim Verlassen eines Raumes ausschalten
• Kühl- und Gefriergeräte möglichst an einem kühlen Standort aufstellen
• Beim Kochen Deckel verwenden und die Restwärme von Kochfeld und Backofen nutzen
• Beim Kauf neuer Geräte auf eine hohe Energieeffizienzklasse achten

Wie hoch der Stromverbrauch eines Haushalts tatsächlich ist, hängt neben der Anzahl der Geräte auch stark vom Nutzungsverhalten der Bewohner ab. Schon ein bewusster Umgang mit Strom kann daher spürbare Einsparungen mit sich bringen.

Kostenlose Informationen und Strommessgeräte

Die Verbraucherzentrale Südtirol stellt auf ihrer Webseite eine Reihe von kostenlosen Informationsblättern zum Thema Stromverbrauch und Stromsparen zur Verfügung. Darin finden Interessierte zahlreiche praktische Tipps rund um den effizienten Einsatz von Elektrogeräten im Haushalt.

Wer den Stromverbrauch einzelner Geräte genauer überprüfen möchte, kann zudem kostenlos ein Strommessgerät bei der Verbraucherzentrale ausleihen. Damit lassen sich sogenannte Stromfresser im Haushalt leichter identifizieren.

Aus organisatorischen Gründen ist eine vorherige telefonische Reservierung erforderlich (VZS Bozen: 0471 975597 und VZS Bruneck: 0474 551022).

Im Zusammenhang mit den Entwicklungen auf dem Energiemarkt weist die Verbraucherzentrale darauf hin, dass bei der Aufsichtsbehörde ARERA (Autorità di Regolazione per Energia Reti e Ambiente) eine neue Einheit zur Überwachung des Energiesektors eingerichtet wurde: die „Unità di Vigilanza Energetica“. Diese hat unter anderem die Aufgabe, die Entwicklung der Großhandels- und Endkundenpreise für Gas und Strom in Echtzeit zu beobachten.

Bei Stromlieferverträge mit Festpreis – die vom Anbieter nicht einseitig geändert werden dürfen (GvD Nr. 3/2026) – werden Kunden gebeten, Mitteilungen ihres Energieversorgers über nicht zuvor vereinbarte Vertragsänderungen direkt beim Schalter „Sportello per il Consumatore Energia e Ambiente“ der Behörde zu melden.

Für Fragen rund um das Thema Energie steht außerdem ein kostenloser Energieberatungsdienst der Verbraucherzentrale zur Verfügung. Dieser ist jeweils montags von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 17.00 Uhr telefonisch unter 0471 301430 erreichbar.

Seit kurzem können im Rahmen des Pilotprojekts „SÜDTIROL SANIERT – Gut beraten bauen und sanieren“ zudem telefonisch, online oder per E-Mail Fragen unter anderem zur Energieeinsparung im Haushalt gestellt werden. Die kostenlosen Beratungstermine können über das Online-Portal gebucht werden.

Bezirk: Bozen

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