Ergebnisse 2017

Sparkasse: Ertragskraft, Stärkung der Vermögenswerte, mehr Effizienz und weniger Risiken

Donnerstag, 08. Februar 2018 | 11:58 Uhr

Bozen – Anlässlich seiner heutigen Sitzung hat der Verwaltungsrat der Südtiroler Sparkasse, unter dem Vorsitz von Gerhard Brandstätter, die vorläufigen Ergebnisse der Bank und der Gruppe für das Jahr 2017 genehmigt. Alle grundlegenden Werte konnten verbessert werden. Der erwirtschaftete Reingewinn der Gruppe beträgt 14,4 Millionen Euro (14 Millionen jener der Bank). Die Solidität konnte gestärkt werden, wobei die wichtigste Vermögenskennzahl, die Kernkapitalquote (CET1 Ratio), von 11,02 auf 11,44 Prozent verbessert wurde. Die Sparkasse konnte auch ihre Effizienz festigen: die entsprechende Kenngröße, die Cost-Income-Ratio (CIR), wurde erheblich reduziert (-10pp Prozentpunkte). Die Bank hat sich weiter von Risiken entlastet: Die entsprechende Risikokennzahl betreffend die notleidenden Forderungen (NPL-Ratio) konnte auf 13,3 Prozent (-4,3 Bp Basispunkte im Vergleich zu Ende 2016) gesenkt werden. Besonders hervorzuheben ist der Zuwachs im Vermittlungsgeschäft mit +20,3 Prozent.

Die wichtigsten Ergebnisse der Gruppe im Jahr 2017 im Überblick:

Die Erträge der Gruppe belaufen sich auf 203 Millionen Euro im Vergleich zu den 180 Millionen des Vorjahres, abzüglich der Kosten für die Abtretung der notleidenden Forderungen im Jahr 2016. Dies entspricht einer Zunahme von 23 Millionen Euro (+13 Prozent). Dieses Ergebnis wurde dank eines umsichtigen Zinsmanagements und einer Zunahme des Provisionsertrages aus dem Dienstleistungsgeschäft, insbesondere bei den Finanzdienstleistungen, erreicht.

Die Betriebskosten konnten, dank gezielter Kosteneinsparungen sowie geringerer Beiträge für den „Bankenrettungsfonds“, um acht Millionen Euro (-5 Prozent) verringert werden.

Entsprechend konnte die wichtigste Kennzahl zur Messung der Effizienz (Cost-IncomeRatio) um rund zehn Bp (Basispunkte) von 79,6 Prozent im Jahr 2016 auf 69,9 Prozent im Jahr 2017 verbessert werden.

Die Risikovorsorge, d.h. die im Jahr 2017 getätigten Rückstellungen zur Abdeckung von Kreditrisiken, sind deutlich gesunken und belaufen sich auf 30 Millionen Euro im Vergleich zu den 43 Millionen Euro Ende 2016 (-29Prozent). Dies ist Ausdruck für den effizienten und nachhaltigen Abbau der Risiken.

Das Ergebnis wurde dank einer beispielhaften Reduzierung des Bestandes an notleidenden Krediten von 1.057 Millionen Euro Ende 2016 (1.498 Millionen Ende 2015) auf 807 Millionen Euro Ende 2017 erreicht. Der entsprechende Risikoindex (NPL-Ratio) ist von 17,6 Prozent im Jahr 2016 auf 13,3 Prozent deutlich zurückgegangen, ein beständiger Trend zum Abbau der Risiken, der zu den erfolgreichsten in der Bankenwelt gehört. Diese Kennzahl betrug Ende 2015 noch 23,8 Prozent; die Sparkasse bestätigt damit, dass sie in den zwei Jahren die Aufgaben konsequent umgesetzt hat, um die Bank von Risiken zu befreien. Außerdem wurde das für 2017 erklärte Ziel von 15 Prozent nicht nur erreicht, sondern mit 13,3 Prozent sogar übertroffen und somit ein Resultat erzielt, das über den Erwartungen liegt.

Auch der Deckungsgrad für notleidende Forderungen, d.h. das Ausmaß, mit dem die Bank dem Vorsichtsprinzip Rechnung trägt, ist um zehn Bp im Vergleich zu Ende 2016 erhöht worden, beläuft sich nun auf 50,4 Prozent und entspricht jenem der besten Banken in Italien.

Bezeichnend ist auch die Reduzierung des Kreditrisikos, gemessen als Verhältnis zwischen den notleidenden Netto-Forderungen und dem materiellen Reinvermögen, ausgedrückt vom „Texas Ratio“: Dieser sinkt von 89Prozent Ende 2016 auf 54 Prozent Ende 2017, ein Wert, der jenem der vorbildhaftesten Banken in Italien entspricht.

Die außerordentlichen Posten, die sich nicht aus dem Bankgeschäft ergeben, tragen nur marginal, und zwar in der Höhe von rund +0,3 Millionen Euro, zum konsolidierten Reingewinn 2017 bei. Diese beinhalten die Kosten zur Unterstützung des nationalen Bankensystems in Form von außerordentlichen Zahlungen an den Bankenrettungsfonds (-2,8 Millionen Euro) und die Abwertung des Fonds „Atlante“ (-3,5 Millionen Euro), die mit Erträgen aus Abtretung von Immobilien (+3,0 Millionen Euro) und mit außerordentlichen Dividenden von Seiten einer Gesellschaft an der die Sparkasse beteiligt ist (+3,6 Millionen Euro) ausgeglichen wurden.

Die Bank hat auch ihre Solidität gestärkt, wie aus der wichtigsten Vermögenskennzahl, nämlich der harten Kernkapitalquote (CET1 Ratio), hervorgeht, die auf Gruppenebene von 11,02 auf 11,44 Prozent steigt.

Erhöht hat sich auch die Bilanzsumme, die sich jetzt auf knapp neun Milliarden Euro beläuft und eine Zunahme von über 500 Millionen Euro im Vergleich zu Ende 2016 aufweist.

Die Brutto-Finanzierungen an Kunden erreichen eine Gesamtsumme von 6,1 Milliarden Euro und nehmen, bezogen auf die nicht notleidenden Forderungen, um 6,1 Prozent zu.

Die mittel- bis langfristigen Neukredite an Private und Unternehmen belaufen sich auf insgesamt 785 Millionen Euro.

Die direkten Einlagen steigen um 242 Millionen Euro (+4,0 Prozent) und belaufen sich auf 6.285 Millionen Euro im Vergleich zu den 6.043 Millionen Ende 2016. Dieser Zuwachs bezeugt das große Vertrauen, das die Kunden der Bank entgegenbringen, in einem Umfeld, wo die Stärkung der Kundenbindung immer wichtiger wird.

Eine noch deutlichere Zunahme verzeichnet das Vermittlungsgeschäft, das per Jahresende ein Volumen von 1.320 Millionen Euro erreicht und um 20,3 Prozent zulegt.

Der Präsident Gerhard Brandstätter erklärt: „Unsere Sparkasse präsentiert sich den Aktionären und Kunden als eine solide und leistungsstarke Bank. Anlässlich der Kapitalerhöhung 2015 wurde der Plan zum Neustart vorgestellt; dieser konnte erfolgreich umgesetzt werden. Die Sparkasse ist heute Ausdruck einer sehr dynamischen Bank, die sich am Markt erfolgreich behauptet und wächst. Wir sind überzeugt, dass diese äußerst positive Entwicklung auch im Jahr 2018 für Genugtuung bei den Aktionären sorgen wird.“

Der Beauftragte Verwalter und Generaldirektor Nicola Calabrò teilt mit: „Alle Bilanzzahlen geben die Erreichung der ehrgeizigen Ziele wieder, die sich die Bank mit dem Strategieplan 2017/2021 gesetzt hat. Viele dieser Ziele wurden sogar übertroffen; dies ist Ausdruck für die Marktstärke der Bank. Mit Zuwächsen von über 20Prozent im Vermittlungsgeschäft zählt die Sparkasse zu den leistungsfähigsten Banken in Italien in diesem strategischen Bereich. Wir sind überzeugt, dass die Beratungstätigkeit einen wesentlichen Eckpfeiler für die Zukunft der Bank darstellt; die erzielten Ergebnisse bestätigen die Stärke unseres Vertriebs. Ebenso wichtig ist, neben dem Zuwachs bei Finanzierungen und direkten Einlagen, auch der Abbau der Risiken. Wir sind heute eine Bank mit Risikoindikatoren, die unter den Durchschnittswerten des italienischen Bankensystems liegen. Gleichzeitig haben wir die Vermögenskennzahlen verbessert. Wir schauen mit Überzeugung in die Zukunft, um den, wie aus den Zahlen 2017 hervorgeht, erfolgreichen Weg fortzusetzen.“

Von: mk

Bezirk: Bozen

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1 Kommentar auf "Sparkasse: Ertragskraft, Stärkung der Vermögenswerte, mehr Effizienz und weniger Risiken"


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herbstscheich
herbstscheich
Superredner
15 Tage 4 h

… und 0,0 % Zinsen . .

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