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“Spione” in Bus und Bahn – sinnvoll?

Freitag, 20. April 2018 | 01:11 Uhr

Bozen – Die SAD spricht von Kundschaftern, für die Gewerkschaften sind es „Spione“. Um Ordnung und Sicherheit in Bussen und Zügen zu gewährleisten, sucht die SAD Fahrgäste, die melden, wenn etwas schiefläuft. Den Fahrgästen werden dafür Einkaufsgutscheine versprochen.

Auch die Busfahrer sind wenig begeistert. Sie sagen, sie seien ohnehin schon ständig überwacht worden.

Warum die SAD zu dieser Maßnahme greift, bleibt unklar. Immerhin hatten die Bürger schon vorher die Möglichkeit, sich zu beschweren.

Ob mit der „Belohnung“ durch Gutscheine objektive Missstände aufgedeckt werden können, bleibt fraglich. Vielmehr wird eher eine gewisse Spitzelmentalität gefördert.

Die Gewerkschaften sind der Ansicht, die SAD sollte ihre Angestellten besser bezahlen, als Gutscheine zu verteilen. Zumindest würden zufriedene Mitarbeiter die Anzahl der Streiks verringern.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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8 Kommentare auf "“Spione” in Bus und Bahn – sinnvoll?"


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heinold
heinold
Grünschnabel
1 Monat 1 Tag

Jedes Unternehmen das diesen Namen verdient, ist auf Qualitätssicherung angewiesen. Wie soll das nun in einem Fahrunternehmen passieren? Über einem Kummerkasten? Über die Gewerkschaften? Über Hellseher? Oder in dem man die Zielgruppe – also den Fahrgast – DIREKT mit einbezieht? Die qualitativ beste Rückkopplung hat man sicher bei Letzterem!  

nightrider
nightrider
Tratscher
27 Tage 4 h

Das ist kein Qualitätsmanagement sondern Psychoterror. Qualitätsmanagement macht man systematisch und nicht zufallsorientiert.

Storch24
Storch24
Tratscher
1 Monat 21 h

Was soll das? Spionieren ob ein Fahrgast das Ticket bezahlt hat oder nicht? Und was passiert dann ? Gar nichts.

Staenkerer
1 Monat 16 h

tjo, wer umbeding zrgzur stasizeit will …???
bespitzen konn man jo eh lei de fohrer, und ba de (bus)fohrer werd eh jeder fehler und minute versätung gemeldet!
fohrgäste unkreidn???
jo ba wem den im bus?? ban fohrer??
und wos soll der nor mochn?

lord schnee
lord schnee
Tratscher
29 Tage 2 h

ich brauch keine spione, sondern sicherheit. übergriffe, belästigung oder zerstörung braucht keine gutscheine, sondern zivilcourage. kundschafter hatte man im wilden westen und spione im kalten krieg. falls dies die zustände in bus und bahn beschreibt, hat man von gesellschaft wenig verstanden. wie wärs mit botschafter einer modernen zivilgesellschaft?

werner66
werner66
Superredner
28 Tage 1 h

Mir reicht´s. Ich bin wieder aufs Auto umgestiegen.

Dublin
Dublin
Kinig
28 Tage 22 h

…wellens spionieren wer beim Dauerstreik dechtersch fohrt… 😃

Blaba
Blaba
Grünschnabel
27 Tage 15 h

Eine Kundenhotline würde vollkommen genügen, bei der aufmerksame Bürger Beobachtungen, Misstände, Verbesserungsvorschläge, usw. deponieren könnten…
Diese “Spion” -Aktion macht mir eigentlich nur Angst und sonst gar nix.
Und ansonsten: ich fahr gern mit dem Bus, hätte da nie wirklich was Komisches beobachtet, außer, dass zuviel gestreikt wird…und das muss ja nun mal endlich SAD intern geklärt werden, für dieses Problem braucht’s wirklich keine Botschafter, sondern vielleicht nur ein bisschen guten Willen und Kompromissbereitschaft…?

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