Standard Chartered will einfache Arbeit durch Automatisierung ersetzen

Standard Chartered streicht 7.000 Stellen bis 2030

Dienstag, 19. Mai 2026 | 11:13 Uhr

Von: APA/Reuters

Die britische Großbank Standard Chartered will ihre Profitabilität mit einem umfassenden Stellenabbau steigern und hat dafür ein neues Renditeziel ausgegeben. Bis 2030 sollen mehr als 15 Prozent der Arbeitsplätze wegfallen, was über 7.000 Jobs entspricht. Die Eigenkapitalrendite (ROTE) solle im Gegenzug bis 2028 auf über 15 Prozent und bis 2030 auf rund 18 Prozent steigen, teilte das auf Asien und Afrika fokussierte Institut am Dienstag mit.

“Es geht hierbei nicht um reine Kostensenkungen”, sagte Bankchef Bill Winters. Es gehe darum, einfache Arbeit durch Investitionen in Automatisierung und Künstliche Intelligenz (KI) zu ersetzen. Die Maßnahmen sind Teil einer neuen Strategie, mit der Winters den langjährigen Umbau der Bank abschließen und stärkeres Wachstum erzielen will. Das Londoner Institut will sich dabei auf margenstarke Geschäftsbereiche wie das Vermögensmanagement für wohlhabende Kunden konzentrieren. Die Bank hatte ihre mittelfristigen Finanzziele für 2026 bereits ein Jahr früher als geplant erreicht. Anleger reagierten positiv: Die in Hongkong notierten Aktien des Instituts legten um 2,3 Prozent zu.

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