Gespräche mit den Gemeindevertretern des Burggrafenamts

Straßen und Mobilität: Aktionsplan fürs Burggrafenamt

Montag, 01. August 2016 | 16:22 Uhr

Meran – Vorhaben in punkto Straßennetz und Mobilität haben die Abteilungsdirektoren kürzlich mit den Gemeindevertretern des Burggrafenamts besprochen.

Um die Eingriffe in den Bereichen Tiefbau, Straßendienst und Mobilität mit den Zielen Sicherheit und Nachhaltigkeit aber auch Kosteneinsparung noch besser aufeinander abzustimmen, gab es kürzlich ein vom Ressort von Landesrat Florian Mussner organisiertes Treffen mit den Gemeinde- und Bezirksvertretern des Burggrafenamts. Durch Treffen mit den Bezirken sollen laut Landesrat Mussner ganzheitliche Mobilitätslösungen rascher und kostengünstiger, aber vor allem den Bedürfnissen der Bürger entsprechend, umgesetzt werden.

Neben Asphaltierungsarbeiten die auf verschiedenen Teilstücken der Landes- bzw. Staatsstraßen in fast allen Gemeinden wie Algund, Burgstall, Eppan, Gargazon, Hafling, Marling, Meran, Mölten, Nals, Riffian, Schenna sowie Terlan, Ulten und Vöran bereits begonnen wurden, gibt es auch einige Sicherheitseingriffe zum Steinschlagschutz etwa auf den Straßen in Lana und Tisens, in Moos in Passeier und in Lana. Die Stützmauern verbessert werden auf den Straßen in Marling und in Ulten. Verbreitert werden hingegen kleiner Abschnitte der Staatsstraßen in Moos in Passeier, in Riffian, in St. Leonhard in Passeier und in Vöran. Für ein sicheres Verkehrsnetz nicht nur für Pkws und Lkws, aber auch für die Busse gelte es, die Straßen gut instand zu halten, sagte der Direktor der Landesabteilung Straßendienst Philipp Sicher.

Im Bereich Tiefbau arbeite das Land die Mehrjahresprogramme ab und führe Eingriffe an Bücken oder zum Steinschlagschutz nach den entsprechenden Prioritätenlisten durch, erklärte der Direktor der Landesabteilung Tiefbau Gustavo Mischi. Weitergearbeitet werde am Küchelbergtunnel, also an der Umfahrung von Meran, wobei die Arbeiten für den nächsten Teil noch innerhalb des Jahres ausgeschrieben werden sollen. Voran gehe, so Mischi, auch der Ausbau der Straße sowie der Erneuerung der Tunnels und der Brücken ins Ultental. In Algund soll ein Fahrbahnteiler entstehen und in St. Leonahrd in Passier wird am Jaufenpass eine Lawinenschutzgalerie gebaut. Außerdem gibt es Arbeiten zur Verbesserungen der Brücken im Passiertal ebenso wie der Straßen in Stuls und Riffian.

Was für die Gemeinden in punkto öffentlicher Personennahverkehr, insbesondere hinsichtlich der Haltestellen und Fahrpläne zu beachten ist, erläuterte der Direktor der Landesabteilung Mobilität Günther Burger. Der Bahnhof Meran spiele eine Schlüsselrolle im Hinblick auf die Elektrifizierung der Vinschger Bahn, der Durchbindung der Bahnlinie Bozen-Meran-Mals und der Potentzierung der Bahnlinie Bozen Meran, unterstrich Burger und verwies auf die Neugestaltung des Bahnhofsareals, als Verkehrsknotenpunkt, an dem alle Fäden der Mobilität zusammenlaufen. Für die neue Seilbahn von Burgstall nach Vöran seien die Bauarbeiten, die rund ein Jahr dauern, am Anlaufen, so Burger. Neu seien unter anderem zusätzliche Fahrten am Abend im Sommer des Citybusses Algund, der Liniendienst St. Gertraud-Weissbrunnsee oder zusätzliche Fahrten zwischen Partschins und Rabland, sagte Burger.

Die Bürgermeister hatten einige Anregungen für weitere Vorhaben in den kommenden Jahren. Ressortchef Valentino Pagani wies darauf hin, dass das Land für mehr Verkehrssicherheit drei Radarmessgeräte angekauft habe, die landesweit kostenlos für die Ordnungskräfte für Kontrollen an vielbefahrenen und unfallträchtigen Straßenabschnitten eingesetzt werden könnten.

Lob für das Land für das gute Straßennetz und das qualitätvolle Mobilitätsangebot gab es von Seiten des Präsidenten der Bezirksgemeinschaft Alois Kröll. Gerade durch solche Treffen könne die Arbeit in den Bereichen Straßennetz und Mobilität im Sinne der Bürger verbessert und Informationen schneller und genauer weitergegeben werden, so Kröll.

Für den Tiefbau stehen heuer rund 90 Millionen Euro, für den Straßendienst 49 Millionen Euro und für die Mobilität 202 Millionen Euro (davon das Gros für bereits laufende Dienste) bereit. Diese Gelder sollen laut Landesrat Mussner für sichere und gut gewartete Straßen, Tunnels und Brücken sowie für attraktive und preiswerte öffentliche Bus- und Bahnverbindungen je nach Priorität in allen Landesteilen eingesetzt werden.

 

Von: luk

Bezirk: Burggrafenamt

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