Von: luk
Bozen – Mehr als drei Viertel der Südtiroler:innen sprechen sich für den Ausbau erneuerbarer Energieträger in Südtirol aus. Das hat eine repräsentative Bevölkerungsbefragung des Marktforschungsinstituts IMAD aus Innsbruck ergeben, die heute am Sitz des Unternehmerverbandes Südtirol in Bozen vorgestellt wurde.
Das größte Potenzial sehen die Befragten in der Photovoltaik und in der Wasserkraft. Die Südtiroler:innen verbinden damit klare Erwartungen: günstigere Strompreise, eine geringere Abhängigkeit von Energie-Importen, mehr regionale Wertschöpfung sowie einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz. Vor allem junge Erwachsene sind dem Ausbau erneuerbarer Energieträger gegenüber positiv eingestellt. Auch wünscht sich eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung schnellere und effizientere Genehmigungsverfahren bei Zukunftsprojekten.
Der Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol, Alexander Rieper, unterstrich die Bedeutung der Energieversorgung für einen Wirtschaftsstandort wie Südtirol: „Energie entscheidet heute – sowohl hinsichtlich der Kosten als auch hinsichtlich der Versorgungssicherheit – maßgeblich über die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Unternehmen in Italien zahlen Energiepreise, die rund 30% über dem europäischen Durchschnitt liegen und deutlich höher sind als in den USA oder China.“
Alexander Rieper ging auch auf die ökologische und ökonomische Dimension der Klimawende ein: „Wenn wir die Energiewende schaffen wollen, gilt es technologieoffen zu sein, und es braucht das klare Bewusstsein, dass dieser Weg mit großen Investitionen verbunden ist.“
Thomas Brandstätter, im Präsidium des Unternehmerverbandes zuständig für den Bereich Energie, verwies auf die zunehmende Wichtigkeit von Energiespeicherung: „Energiespeicherung wird auch für Südtirols Zukunft zentral sein. Deshalb müssen Speichersysteme grundsätzlich landesweit angedacht werden.“
Die Ergebnisse der Befragung machen klar, dass die Südtiroler Bevölkerung einen konsequenten Weg in Richtung Energiewende unterstützt. „Nun gilt es, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Südtirol seine Chancen als nachhaltiger Wirtschafts- und Lebensraum bestmöglich nutzen kann“, so Rieper und Brandstätter.




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