So erkennt ihr den Betrug

Südtiroler Sanitätsbetrieb warnt vor betrügerischen SMS und E‑Mails

Samstag, 04. Juli 2026 | 11:57 Uhr

Von: luk

Bozen – Der Südtiroler Sanitätsbetrieb informiert die Bevölkerung, dass auch in Südtirol Fälle von gefälschten SMS und E‑Mails gemeldet wurden, die den Namen des italienischen Gesundheitsministeriums missbräuchlich verwenden und die Bürger dazu auffordern, die Gesundheitskarte zu erneuern.

Es handelt sich um eine Phishing‑Kampagne, die darauf abzielt, persönliche und sensible Daten zu stehlen. Diese Nachrichten sind keine offiziellen Mitteilungen.

Wie der Betrug funktioniert

Die betrügerischen Nachrichten fordern die Empfänger auf, auf einen Link zu klicken, um die angebliche Erneuerung der Gesundheitskarte vorzunehmen.

Der Link führt zu einer gefälschten Webseite, die grafisch den offiziellen Plattformen ähnelt. Dort wird der Nutzer aufgefordert, ein Formular mit zahlreichen persönlichen, sensiblen und zahlungsbezogenen Daten auszufüllen.

Die gesammelten Daten können für rechtswidrige Zwecke verwendet werden, etwa für den Weiterverkauf von Informationen, die Fälschung von Dokumenten oder andere betrügerische Aktivitäten.

Wie man den Betrug erkennt und vermeidet

Weder das Gesundheitsministerium noch der Südtiroler Sanitätsbetrieb versenden Mitteilungen mit Links zur Erneuerung der Gesundheitskarte und fordern niemals zur Eingabe persönlicher Daten über nicht‑offizielle Online‑Formulare auf.

Es wird daran erinnert, dass:

die Gesundheitskarte eine Gültigkeit von sechs Jahren hat;
bei Verlust oder Diebstahl eine Neuausstellung erforderlich ist, nicht jedoch bei regulärer Laufzeit;
die neue Karte automatisch zum Ablaufdatum zugesandt wird;
eventuelle Anträge ausschließlich über die offiziellen Kanäle, wie die Webseite der Agentur der Einnahmen gestellt werden dürfen.

Was zu tun ist:

nicht auf die in verdächtigen Nachrichten enthaltenen Links klicken
keine persönlichen, sensiblen oder zahlungsbezogenen Daten angeben
die Nachricht sofort löschen

Für Aktualisierungen und offizielle Informationen wird empfohlen, sich ausschließlich auf die institutionellen Webseiten des Gesundheitsministeriums, der Autonomen Provinz Südtirols oder des Südtiroler Sanitätsbetriebes zu beziehen.

Die beigefügten Bilder zeigen Screenshots von zwei betrügerischen Mitteilungen. Das Gesundheitsministerium hat weitere Screenshots der gefälschten Webseite veröffentlicht.

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Bezirk: Bozen

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