„Tirol hat eine sehr lange und erfolgreiche Tradition im Gemüseanbau"

Südtiroler Wirtschaftsdelegation besichtigt den Betrieb Gemüseland Tirol

Dienstag, 01. August 2017 | 10:52 Uhr

Bozen/Hall in Tirol – Vertreter des Südtiroler Bauernbundes, der Handelskammer Bozen und des hds Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol haben gestern das Unternehmen „Gemüseland Tirol“ in Hall in Tirol besichtigt. Sie sammelten Ideen für die Vermarktung von lokalen Produkten auf dem heimischen Markt und für nachhaltige Produktionsprozesse in der Landwirtschaft.

Das Gemüseland Tirol ist ein innovativer landwirtschaftlicher Betrieb, der durch den Zusammenschluss von fünf Gemüsebauern auf einem ehemaligen Kasernengelände entstanden ist. Die Gemeinschaftsanlage wurde auf Basis eines Smart-City-Konzepts entwickelt, das heißt der Gemüseanbaubetrieb ist energieautark, energetisch hoch effizient und auf einen schonenden Umgang mit den Ressourcen bedacht. Durch die Größe des Betriebs ist es den fünf Bauern möglich, den Transport der Waren zu optimieren sowie ein breites Sortiment anzubieten und dieses einheitlich zu verkaufen.

„Tirol hat eine sehr lange und erfolgreiche Tradition im Gemüseanbau – wohl auch, weil es gelungen ist, eine starke Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Gastronomie und Handel aufzubauen. Der Gemüseanbau kann auch für unsere Landwirt/innen zunehmend interessant werden, da sich immer mehr Konsument/innen für Gemüse aus Südtirol interessieren. Diese Chance müssen wir noch besser nutzen“, so Leo Tiefenthaler, Obmann des Südtiroler Bauernbundes.

Derzeit gibt es in Südtirol 400 landwirtschaftliche Betriebe, die meist im Nebenerwerb Gemüse anbauen. Kartoffeln und Blumenkohl nehmen den größten Anteil ein.
Handelskammerpräsident Michl Ebner ist überzeugt, dass diese Idee auch für Südtirol interessant sein könnte: „Wir haben uns vor allem die Vermarktungsstrategien von Gemüseland Tirol angeschaut, um zu erfahren, welche Möglichkeiten es gibt, die landwirtschaftlichen Erzeugnisse auf dem lokalen Markt anzubieten. Durch dieses nachhaltige Geschäftskonzept werden die heimischen Bauern und Bäuerinnen unterstützt.“

„Südtirols Betriebe im Lebensmittel- und Gemischtwarenhandel setzen auf die steigende Nachfrage der Kundschaft nach saisonalen Produkten. Sie unterstützen die Aktion des hds mit dem Bauernbund ‚Wer weit denkt, kauft nah ein‘. Die Landwirt/innen können dabei mit landesweit 300 Lebensmittelgeschäften auf ein flächendeckendes Netz zurückgreifen“, so hds-Bezirkspräsident Philipp Moser.

Von: luk

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