Von: mk
Bozen – 2025 bleibt der Südtiroler Arbeitsmarkt weitgehend so stabil wie im Vorjahr. Es gibt 260.897 Erwerbstätige, 4.713 Arbeitslose und 84.886 Nichterwerbspersonen. Das Landesstatistikinstitut ASTAT analysiert die Entwicklung im Detail.
Die Veränderungen gegenüber dem Vorjahr lassen sich wie folgt zusammenfassen:
– Insgesamt zählen 265.610 Personen zu den Erwerbspersonen.
– Die Zahl der Erwerbstätigen (260.897 Personen) bleibt nahezu unverändert.
– Auch die Erwerbstätigenquote (15–64 Jahre) bleibt mit 73,9 Prozent nahezu unverändert.
– Die Zahl der Arbeitslosen ist mit 4.713 Personen weiterhin sehr gering.
– Die Arbeitslosenquote verzeichnet mit 1,8 Prozent den bisher niedrigsten beobachteten Wert; jene der Frauen beträgt 2,1 Prozent.
– Die Jugendarbeitslosenquote (15–34 Jahre) sinkt auf 3,0 Prozent.
– Die Zahl der Nichterwerbspersonen (15–64 Jahre) nimmt leicht zu (84.886 Personen, +2,1 Prozent).
– Die Nichterwerbsquote (15–64 Jahre) bleibt mit 24,8 Prozent nahezu unverändert.
Rückgang der Selbstständigen hält an
Im Jahr 2025 steigt der Anteil der abhängig Erwerbstätigen in Südtirol auf 82,9 Prozent der gesamten Erwerbstätigen (216.215 Personen), was einem Plus von 1.800 Personen gegenüber 2024 entspricht. Gleichzeitig sinkt der Anteil der selbstständig Erwerbstätigen auf 17,1 Prozent (44.682 Personen).
Dieser Rückgang betrifft vor allem die Männer, bei denen der Anteil der Selbstständigen von 21,5 Prozent auf 20,7 Prozent sinkt. Bei den Frauen geht die Quote der Selbstständigen von 13,5 Prozent auf 12,9 Prozent zurück.
Die mehr als 106.000 Angestellten bilden sie nach wie vor die größte Gruppe unter den abhängig Erwerbstätigen. Auf sie entfallen 40,9 Prozent der gesamten Erwerbstätigen. Dahinter folgen die Arbeiter und Arbeiterinnen mit einem Anteil von 36,4 Prozent an den Erwerbstätigen und die Führungskräfte und leitenden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit 5,6 Prozent.
Insgesamt zeigen die Daten eine Tendenz zur Stärkung der abhängigen Beschäftigung und zu einem Rückgang der selbstständigen Erwerbstätigkeit – insbesondere bei Unternehmern, Freiberuflern und Selbstständigen.
Im Zeitraum von 2021 bis 2025 nahm die abhängige Beschäftigung zu, und zwar infolge des Anstiegs der unbefristet abhängig Beschäftigten (+5.747 Personen). Die Zahl der befristet abhängig Beschäftigten ging hingegen nach einem Höchststand im Jahr 2023 um knapp 4.000 Personen zurück. Gleichzeitig nahm die Zahl der selbstständig Erwerbstätigen nach dem Höchststand im Jahr 2022 schrittweise ab (-9.672 Personen im Jahr 2023, -5.382 im Jahr 2024 und -1.806 im Jahr 2025). Vor dem Hintergrund einer insgesamt weitgehend stabilen Zahl der Erwerbstätigen zwischen 2024 und 2025 zeigt sich somit eine Umstrukturierung hin zu stabileren Formen der abhängigen Beschäftigung.
Rückgang der Teilzeitbeschäftigung bei Frauen
Im Zeitraum 2021–2025 überwiegt bei den Männern weiterhin die Vollzeitbeschäftigung: Mehr als neun von zehn erwerbstätigen Männern arbeiten in Vollzeit. Bei den Frauen hingegen bleibt die Teilzeitbeschäftigung weit verbreitet. 2025 zeigt sich jedoch ein deutlicher Rückgang: Der Anteil der teilzeitbeschäftigten Frauen sinkt von 43,8 Prozent (2024) auf 37,8 Prozent.
Es gibt somit Anzeichen für eine mögliche Verlagerung hin zu mehr Vollzeitbeschäftigung. Diese Verschiebung scheint bei den Frauen ausgeprägter zu sein. Die Entwicklung entspricht dem beobachteten Anstieg der weiblichen Vollzeitbeschäftigung sowie der gleichzeitigen Abnahme der Teilzeitbeschäftigung im letzten Jahr.
Erwerbstätigenquote steigt mit dem Bildungsgrad
Im Jahr 2025 steigt die Erwerbstätigenquote linear mit dem erreichten Bildungsgrad, und zwar sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen. Während die Erwerbstätigenquote bei Personen mit höchstens Mittelschulabschluss bei 59,9 Prozent liegt, erreicht sie bei Hochschulabsolventinnen und -absolventen 89,7 Prozent.
Rückgänge im Produzierenden Gewerbe und Zuwächse im Dienstleistungssektor
Im Jahr 2025 ändert sich im Vergleich zu 2024 kaum etwas an der Verteilung der Erwerbstätigen auf die einzelnen Wirtschaftssektoren in Südtirol.
Der Dienstleistungssektor bleibt mit 192.807 Erwerbstätigen und einem Anteil von 73,9 Prozent an den gesamten Erwerbstätigen vorherrschend. Das Produzierende Gewerbe beschäftigt 56.345 Personen (21,6 Prozent), während in der Landwirtschaft 11.745 Personen tätig sind (4,5 Prozent).
Arbeitslosenquote auf historischem Tiefstand
m Jahr 2025 belief sich die Gesamtzahl der Arbeitslosen in Südtirol auf 4.713 Personen. Der gegenüber 2024 beobachtete Rückgang weist auf eine tendenzielle Entwicklung hin, ohne Hinweise auf statistische Signifikanz zu liefern. In jedem Fall wird eines der niedrigsten jemals beobachteten Niveaus bestätigt.
Auch die Arbeitslosenquote (15–74 Jahre) liegt im Jahr 2025 mit 1,8 Prozent auf einem der niedrigsten Werte der letzten 20 Jahre und bleibt gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Dies unterstreicht die hohe Stabilität des Südtiroler Arbeitsmarktes.




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