Von: luk
Bozen – In Südtirol waren Ende 2024 insgesamt 51.144 Personen im öffentlichen Dienst beschäftigt. Das geht aus aktuellen Daten des Landesinstituts für Statistik (ASTAT) hervor.
Der Großteil der Beschäftigten arbeitet in lokalen Verwaltungen: Rund 44.200 Personen sind bei Gemeinden, Landesverwaltung, Sanitätsbetrieb oder Schulen angestellt. Weitere 5.700 arbeiten für staatliche Verwaltungen, während etwa 1.200 bei staatsnahen Betrieben wie Bahn und Post beschäftigt sind.
Auffällig ist der hohe Frauenanteil: Mehr als zwei Drittel (67,3 Prozent) der öffentlich Bediensteten sind weiblich. Besonders stark vertreten sind Frauen in den lokalen Verwaltungen, während staatliche Bereiche sowie Bahn und Post mehrheitlich von Männern dominiert werden.
Ein besonderer Fokus der Erhebung liegt auf den Pendlerströmen innerhalb der Landesverwaltung. Von den rund 12.400 Landesbediensteten pendeln 58,1 Prozent zur Arbeit in eine andere Gemeinde. Insgesamt sind mehr als 7.100 Personen regelmäßig als Pendler unterwegs.
Ziel vieler Arbeitswege ist die Landeshauptstadt: Die mit Abstand stärksten Pendlerbewegungen führen nach Bozen. Allein über 2.500 Beschäftigte pendeln täglich dorthin ein. Damit weist die Stadt auch den höchsten positiven Pendlersaldo auf.
Die meisten Landesbediensteten wohnen ebenfalls in Bozen (23,1 Prozent), gefolgt vom Burggrafenamt und dem Überetsch-Unterland. Gleichzeitig zeigen die Daten, dass kleinere Gemeinden teils besonders hohe Anteile an Landesbediensteten gemessen an der Bevölkerung aufweisen.
Unterschiede gibt es auch nach Alter und Geschlecht: Männer pendeln häufiger als Frauen, und jüngere Beschäftigte sind mobiler als ältere. So liegt der Pendleranteil bei den unter 30-Jährigen bei fast 70 Prozent, während er bei über 60-Jährigen deutlich niedriger ist.
Insgesamt zeigt die Analyse, dass der öffentliche Dienst in Südtirol nicht nur ein bedeutender Arbeitgeber ist, sondern auch maßgeblich die täglichen Verkehrsströme – insbesondere in Richtung Bozen – prägt.




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