Koordination und Information

Ukraine: Hilfsbereitschaft in Südtirol ist groß

Freitag, 11. März 2022 | 18:42 Uhr

Bozen – Um auf eine mögliche Ankunftswelle von Menschen aus der Ukraine vorbereitet zu sein, werden auf den verschiedenen Ebene die nötigen Vorbereitungen getroffen. Die Hilfsbereitschaft in Südtirol ist groß.
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­Im Rahmen eines Lokalaugenscheins haben sich Landeshauptmann Arno Kompatscher, Soziallandesrätin Waltraud Deeg sowie Bevölkerungsschutzlandesrat Arnold Schuler von den Vorbereitungsarbeiten im Erstaufnahmezentrum in Bozen Süd (wir haben berichtet) überzeugt und sich stellvertretend bei den anwesenden Helferinnen und Helfern für die in ganz Südtirol so zahlreichen helfenden Hände bedankt. Man erlebe in diesen Tagen große Hilfsbereitschaft und jetzt bestehe die große Herausforderung darin, koordiniert vorzugehen sowie die Menschen richtig und ausreichend zu informieren, lautete die einhellige Meinung.

Dem Lokalaugenschein ging eine umfassenden Koordinierungssitzung der so genannten Task Force mit Vertreterinnen und Vertretern des Landes Südtirol, des Regierungskommissariats sowie des Südtiroler Gemeindenverbandes voraus. Auch bei diesem Treffen standen die Themen der Koordination und Information im Mittelpunkt, mit dem Ziel, diese weiter zu verbessern. Als zentrales Informationselement wird eine Webseite aufgebaut. Die Informationsseite ist unter www.provinz.bz.it/ukraine-hilfe, unter www.provincia.bz.it/aiuti-ucraina sowie www.provinz.bz.it/help-ukraine abrufbar und wird laufend ausgebaut sowie aktualisiert.

Auch die Grüne Nummer 800 751 751 steht ab sofort für Auskünfte zur Verfügung.

Das Südtiroler Netz für die Ukraine-Hilfe ist wird zunehmend ausgebaut und verstärkt. Die Suche nach geeigneten Immobilien für die Unterbringung der Menschen aus der Ukraine läuft auf Hochtouren, Angebote werden geprüft bzw. die entsprechenden Verträge abgeschlossen.

Angebote zur Bereitstellung von Immobilien zur Aufnahme von Flüchtlingen können jedenfalls weiterhin an die Abteilung Soziales (per Mail an fluechtlinge.profughi@provinz.bz.it) oder an die jeweilige Gemeinde übermittelt werden. Auf der Webseite findet sich dafür ein Formular, in dem Details dazu mitgeteilt werden können.

Auch das Thema der Gesundheitsversorgung für die ankommenden Menschen wurde besprochen. Es wurde erklärt, dass die Menschen im Erstaufnahmezentrum bei der Messe Bozen einem Covid-Test unterzogen werden und auch die Eintragung in das Landesgesundheitssystem erfolgt. Auch in den Gesundheitsbezirken werden entsprechende Dienstleistungen angeboten. Die Möglichkeit der Coronaschutzimpfung besteht ebenso wie ein grundlegendes Impfangebot im Sinne der in Südtirol üblichen Gesundheitsvorsorge.

Ein weiteres wichtiges Thema des Koordinierungstreffens war auch jenes der sprachlichen und kulturellen Vermittlungsarbeit. Es soll eine zentrale Informationsstelle aufgebaut werden, die beim Landesamt für Weiterbildung der deutschen Kulturabteilung betreut wird. Im Zusammenhang mit der Frage der schulischen und außerschulischen Betreuung von Kindern gehen die Überlegungen aktuell dahin, eigene Aufnahmeklassen einzurichten, die den Kindern einen möglichst gut begleiteten Übergang ermöglichen sollen, um nötigenfalls einen Einstieg in das nächste Schuljahr vorzubereiten.

Insgesamt sei man gut aufgestellt, doch werde es so wie bisher auch weiterhin viel private Initiative, Solidarität und Hilfsbereitschaft brauchen, um die Herausforderungen zu meistern, die die mögliche Flüchtlingswelle mit sich bringt, so die einhellige Überzeugung nach dem Treffen.

Geklärt wurde auch die Frage der Befreiung von der Gemeindeaufenthaltsabgabe für die aus der Ukraine ankommenden Bürgerinnen und Bürger, die in Beherbergungsbetrieben jeglicher Art iin Südtirol untergebracht sind. Landeshauptmann Arno Kompatscher hat eine entsprechende Verordnung (im Anhang) unterzeichnet, die diese Befreiung vorsieht.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare
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Trina1
Trina1
Kinig
2 Monate 17 Tage

Bin mit jeglicher Hilfe einverstanden und froh, vergesst unseren schwachen Teil der Gesellschaft nicht welche Jahrelang auf einer Warteliste stehen und keine Aussicht haben einen Platz um in Würde den Lebensabend zu verbringen finden.Soziale Gerechtigkeit wünsche ich mir!

Sag mal
Sag mal
Kinig
2 Monate 17 Tage

Trina1 da reissen Sie Sich drum.Der LH persöhnlich,so so .

Sag mal
Sag mal
Kinig
2 Monate 17 Tage

Trina1 ich mir auch.Wut und Verzweiflung Wer immer davon betroffen ist.Unsere Eltern haben auch Opfer gebracht und jetzt… Danke!!!!!! Für n i c h t s .

So ist das
2 Monate 17 Tage

Unsere Politik hat diesen schwachen Teil vergessen, denn damit kann sie sich nicht mehr profilieren 🤔

Ueberetscher
Ueberetscher
Tratscher
2 Monate 17 Tage

Es konn jo gern kolfn wern, nochdem insorn leit kolfn wordn isch

Trina1
Trina1
Kinig
2 Monate 17 Tage

@So ist das habe mir viele Meinungen angehört die Menschen sind bereit zu helfen! Die Wut und Enttäuschung ist gross, wenn 100 prozentige Invaliden keinen Platz in einer Struktur bekommen und das sind viele die zu Hause dahinwegetieren! So geht es auch nicht!

Trina1
Trina1
Kinig
2 Monate 17 Tage

@Sag mal leider stimmt das und das haben sie sich nicht verdient!

Trina1
Trina1
Kinig
2 Monate 17 Tage

@Ueberetscher ja das ist auch richtig und sie brauchen Hilfe. Trotzdem dürfen unsere Senioren nicht links liegen gelassen werden das erzeugt Unmut und Zorn ist auch ungerecht!

OrB
OrB
Universalgelehrter
2 Monate 16 Tage

Wie lange wird diese Euphorie des helfens wohl anhalten?

Staenkerer
2 Monate 16 Tage

tjo, wie long woll? viele seniorn und familien sorgen sich wie es ba ihnen weiter gien soll wenn de preiße fürs lebensnotwendigste weiter steign? grod de seniorn de no im krieg oder als nochkriegskinder not erleb oder von zeitzeugn hheart hobn tatn gern helfn ober brauchn im , mit ihrer hilfe reich gwortn lond, jetz schun, oder bold, selber hilfe! familien mit kinder welln a helfen ober a ba de reichn zwoa gehälter bold nimmer für sich selber,, mit wos nor ondre helfn?

N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 16 Tage

Bis der Südtiroler wieder an die Kosten des Ganzen denkt!

N. G.
N. G.
Kinig
2 Monate 16 Tage

@Staenkerer Die haben mehr als diese Leute aber wenn du Südtirol First bevorzugst… Ok!

OrB
OrB
Universalgelehrter
2 Monate 16 Tage

@N. G.
Wir haben sicher mehr, aber wie du selbst weißt kostet das Leben in Südtirol.

IceCold
IceCold
Grünschnabel
2 Monate 16 Tage

Hoffen wir, dass die Spenden wirklich dorhin gelangen, wo es gebraucht wird. Leider bezweifle ich das…

Trina1
Trina1
Kinig
2 Monate 16 Tage

Ice, ja mir sind die Erdbebenopfer Italiens eingefallen, die Solidarität war gross aber ich glaube die leben immer noch in Containern.

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