vbw-Kongress in München

“Unternehmen für geeintes und schlagkräftiges Europa”

Montag, 24. September 2018 | 19:20 Uhr

Bozen/München – Unternehmen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Österreich und Ungarn fordern gemeinsam ein geeintes und schlagkräftiges Europa. Auf dem vbw-Kongress in München wurden die Werte der EU – Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit – als Grundlagen für eine dauerhaft prosperierende Wirtschaft hervorgehoben. „Damit dürfen wir nicht leichtfertig umgehen. Wir müssen jetzt mit Augenmaß die Weichen für eine starke EU stellen“, unterstrichen dabei die Wirtschaftsvertreter der verschiedenen Länder.

Am jährlichen Kongress, der von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft organisiert wird, nahm auch Unternehmerverbandsdirektor Josef Negri teil. „Wir brauchen in einigen Bereichen mehr Europa, zum Beispiel in der Handels-, Asyl-, Außen- und Sicherheitspolitik. In anderen, wo Europäische Richtlinien oft zu mehr Regulierung, mehr Bürokratie führen, sollte den Staaten und den Regionen mehr Gestaltungsfreiheit gegeben werden“, so Negri im Rahmen der Podiumsdiskussion.

vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt unterstrich die Bedeutung der verarbeitenden Unternehmen für den Wohlstand und die Wohlfahrt in Europa: „Wir müssen mit einer Re-Industrialisierung der EU die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Staaten stärken. Das Ziel, den Anteil der industriellen Wertschöpfung bis zum Jahr 2020 auf zwanzig Prozent zu erhöhen, muss ehrgeizig verfolgt werden.“

Die Zusammenarbeit zwischen dem vbw-Bayern und dem Unternehmerverband wird auch in den kommenden Monaten mit konkreten Projekten fortgeführt. Gemeinsame Themen sind dabei die Entsenderichtlinie für Mitarbeiter im Ausland, Industrie 4.0 und die neue Privacy-Regelung.

 

Von: bba

Bezirk: Bozen

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