Tagung in der Handelskammer

Unternehmensnachfolge im Alpenraum

Donnerstag, 11. Oktober 2018 | 09:41 Uhr

Bozen – Gestern fand in der Handelskammer Bozen eine Veranstaltung zum Thema Unternehmensübernahme im Alpenraum statt. Vorbereitung und Kommunikation sind beim Nachfolgeprozess entscheidend, darüber waren sich die Experten beim gestrigen Treffen einig. Die Teilnehmer/innen erfuhren, worauf sie bei der Vorbereitung im Nachfolgeprozess achten sollten und wie sie ein Unternehmen oder einen Nachfolger bzw. eine Nachfolgerin im Alpenraum finden.

Um die Bedeutung einer guten Vorbereitung für eine erfolgreiche Unternehmensübernahme ging es bei der Veranstaltung am vergangenen Mittwoch. Lukas von Guggenberg, Unternehmensberater bei GCI Management GmbH (Bozen-München) erklärte, auf was es beim Kauf und Verkauf eines Unternehmens ankommt. Christof Weissteiner, Unternehmer von WEICO Maschinen- & Metallbau (Feldthurns) sprach von der Bedeutung der Unternehmensübernahme für das Wachstum. Alfredo De Massis, Professor für Entrepreneurship und Management von Familienunternehmen (Entrepreneurship Family Business) an der Freien Universität Bozen (LUB) und Direktor des Unibz Centre for Family Business Management im NOI Techpark ging auf die Aspekte der Übernahme in Familienunternehmen ein und Sabine Platzgummer vom Service für Unternehmensgründung und -nachfolge der Handelskammer Bozen stellte den Service der Handelskammer vor.

Die Veranstaltung ist Teil des EU-Projekts C-TEMAlp (Continuity of Traditional Enterprises in Mountain Alpine Space Areas). Das Projekt wird vom Interreg-Programm für den Alpenraum finanziert und wurde 2015 initiiert, um die Rahmenbedingungen für eine grenzüberschreitende Unternehmensnachfolge im Alpenraum zu verbessern. Die Unternehmer/innen im Alpenraum müssen sich rechtzeitig auf die Betriebsübergabe vorbereiten, damit geeignete Nachfolger/innen gefunden werden können und die Betriebe überleben.

In den letzten drei Jahren haben die elf Partner des Projektes C-TEMAlp (Wirtschaftskammern, Entwicklungsagenturen, Innovationszentren und Universitäten) aus Italien, Österreich, Deutschland, Frankreich, Slowenien und der Schweiz einen Service zur Unterstützung der Betriebsübergaben entwickelt und ein internationales Expertennetzwerk aufgebaut.

Am 18. Oktober 2018 treffen sich die Projektpartner zu einer Abschlusskonferenz in München, bei der die gewonnenen Erfahrungen ausgearbeitet und Meilensteine für den Erfolg grenzüberschreitender Unternehmensnachfolge vorgestellt werden. Darüber hinaus werden hochrangige internationale Gäste aus Politik und Wirtschaft über die Chancen und Herausforderungen der grenzüberschreitenden Unternehmensnachfolge im Alpenraum sprechen.

Weitere Auskünfte erteilt die Handelskammer Bozen, weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.business-transfer.eu.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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1 Kommentar auf "Unternehmensnachfolge im Alpenraum"


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krakatau
krakatau
Universalgelehrter
3 Tage 19 h

In diesem Zusammenhang sollte man sich prioritär die Frage stellen ob bei dieser ausufernden alles erstickenden Bürokratie überhaupt noch jemand  Lust hat einen Betrieb weiterzuführen.  Wenn jeder Einmannbetrieb eine Sekretärin, einen Wirtschaftsberater, eine Beraterfirma und einen Anwalt braucht dann stimmt etwas nicht mehr.

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