Folgen für Südtirols Unternehmen

Unternehmerverband warnt vor „Hard-Brexit“

Mittwoch, 16. Januar 2019 | 12:58 Uhr

Bozen – Der Unternehmerverband Südtirol befürchtet schwerwiegende Auswirkungen auf die Unternehmen und die Bevölkerung in Europa, sollte Großbritannien ungeordnet aus der EU austreten. Mit Ausfuhren im Wert von rund 140 Millionen Euro und einem Exportanteil von knapp drei Prozent ist Großbritannien auch für Südtirols Unternehmen ein wichtiger Handelsmarkt, besonders in den Bereichen Automotive und Lebensmittel.

Ein „harter, ungeregelter Brexit“ mit der Einführung von neuen Zöllen, langen Wartezeiten an den Grenzen und einem größerem Bürokratieaufwand würde Personen- und Warenverkehr stark negativ beeinflussen. „Der Außenhandel ist für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und besonders unserer Industrie von strategischer Bedeutung. Die Einführung von Zöllen oder neuen Handelsbarrieren würden uns alle vor neuen Herausforderungen stellen. Der Austritt Großbritanniens muss klar und in Beachtung der europäischen Regeln erfolgen, um für Verlässlichkeit und Glaubwürdigkeit zu sorgen. Bürger und Unternehmen muss die Möglichkeit gewährt werde, sich auf Veränderungen entsprechend vorzubereiten“, erklärt Unternehmerverbandspräsident Federico Giudiceandrea.

Es stehe aber noch viel mehr auf dem Spiel: „Es geht um die Zukunft Europas, ein Friedensprojekt das uns Wohlstand und Wohlfahrt garantiert. Es wird entscheidend sein, Europas Grundprinzipien nicht in Frage zu stellen.“, so Giudiceandrea. „Gerade im Jahr der Europawahlen sind wir alle gemeinsam gefordert, die Erfolgsgeschichte Europas und die vielen Vorteile für alle BürgerInnen und Unternehmen aufzuzeigen und zu erklären. Wir brauchen mehr denn je ein starkes Europa“, lautet der abschließende Appell des Präsident des Unternehmerverbandes.

Von: luk

Bezirk: Bozen

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