74 Millionen Euro ausgezahlt

Vielfältige Unterstützung für Familien

Mittwoch, 04. April 2018 | 16:06 Uhr

Bozen – In Südtirol gibt es mehrere unterschiedliche Formen der finanziellen Unterstützung, die sich speziell an Familien richtet. Heute wurden die aktuellen Zahlen dazu präsentiert. Die Gelder werden von der Agentur für soziale und wirtschaftliche Entwicklung ASWE ausbezahlt, die Familienagentur hingegen stellt die dafür verwendeten Geldmittel. ASWE-Direktor Eugenio Bizzotto berichtete, dass 74.030.638 Euro Millionen Euro direkt an Südtirols Familien fließen. Somit gehen mehr als die Hälfte des insgesamt 135,4 Millionen Euro umfassenden Familienbudgets in Form direkter Geldmitteln an Familien.

“Die Patronate sind für uns wichtige Partner und leisten eine fundamentale Unterstützung vor Ort”, hielt Bizzotto fest. Die finanzielle Unterstützung der Familien sei ein wichtiger Bereich der Südtiroler Familienpolitik, hob Landesrätin Waltraud Deeg hervor. “Während der Staat hier mit seinen jährlichen Ausschüttungen kurzfristig agiert, stehen für uns vor allem Planbarkeit und Sicherheit für die Familien auch in diesem Bereich im Vordergrund”, sagte Deeg. Investitionen in Familien seien in jedem Fall Investitionen in die Zukunft, ist Deeg überzeugt.

Direkte finanzielle Unterstützung

Den größten Anteil an finanziellen Mitteln hat mit 47,4 Prozent das ehemalige Familiengeld der Region, das seit Anfang 2018 zum Landeskindergeld wurde und im Jahr 2017 28.699 Südtiroler Familien zu gute gekommen ist. An zweiter Stelle folgt mit 33,8 Millionen Euro (bzw. 45,8 Prozent) das Landesfamiliengeld, das Familien mit Kindern bis zum dritten Lebensjahr beanspruchen können. In der allgemeinen Aufteilung der Geldmittel schlägt das Landesfamiliengeld+ mit 148.400 Euro in geringerem Ausmaß zu Buche. An diese Förderungsmaßnahme ist die Auflage gebunden, dass auch der Vater seinen Teil der Elternzeit beansprucht. Im Jahr 2017 waren dies insgesamt 115 Familien, in denen der Vater durchschnittlich 2,4 Monate Kinderzeit in Anspruch genommen hat. Diese Zeit wurde von Seiten des Landes mit durchschnittlich 1270 Euro unterstützt. Diese Maßnahme habe vor allem mittelfristig eine wichtige Auswirkung, werde damit doch eine gesellschaftliche Entwicklung hin zur Umsetzung einer aktiven Vaterschaft angestoßen, stellt Familienlandesrätin Deeg fest.

Über 1,1 Millionen Euro wurden für 548 Ansuchen zur Unterstützung der rentenmäßigen Absicherung der Erziehungszeiten ausbezahlt. Für das Jahr 2017 wurden insgesamt 1353 Ansuchen in der ASWE eingereicht, weshalb auch in den kommenden Jahren ein weiterer Anstieg der öffentlichen Ausgaben für diesen Bereich zu erwarten ist. Familienlandesrätin Waltraud Deeg verwies auf die Bedeutung dieser Möglichkeit, durch welche die Altersarmut für Eltern wesentlich verringert werden könne. “Ein wichtiger Leitsatz unserer Familienpolitik ist es, Chancengleichheit zu sichern und Armut zu vermeiden. Mit der Anhebung der Beiträge für die rentenmäßige Absicherung der Erziehungszeiten gehen wir damit einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung.”

Familien vielfältig begleiten

Vorgestellt wurden heute zudem einige Kennziffern zu weiteren Leistungen für Familien. Ressortdirektorin Carmen Plaseller berichtete, dass die Landesfamilienagentur rund 2,3 Millionen Euro für Projekte der Eltern- und Familienbildung ausgeschüttet hat. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Begleitung von Familien in schwierigen Situationen. Dies erfolge unter anderem über Beratungen durch das Elterntelefon, das im Vorjahr 1100 Gespräche verbuchte. “Es ist uns wichtig, dass Familien wissen, wo sie Hilfe bekommen. Daher ist die Aufklärung und Information über die vielfältigen Angebote ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt der Familienagentur”, hob Direktorin Plaseller hervor. Die Ressortdirektorin berichtete zudem, dass knapp 4000 Kinder im Alter von drei Monaten bis drei Jahre im Jahr 2017 von 243 Tagesmüttern, in 67 Kitas oder in einem der 14 Kinderhorte betreut wurden. Die Kleinkindbetreuung helfe den Eltern dabei, Familien- und Arbeitszeit besser vereinbaren zu können, betonte auch Landesrätin Deeg. 68 Unternehmen teilen aktuell diesen Weg, indem sie das Audit “familieundberuf” absolviert und ihren Arbeitnehmern damit familienfreundliche Maßnahmen anbieten.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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14 Kommentare auf "Vielfältige Unterstützung für Familien"


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wellen
wellen
Superredner
15 Tage 2 h

Mah woher denn, Familiengeld plus, der mir bekannte junge Mann hat einen kleinen Hof im Nebenerwerb, trotz Vaterwartestand bei 2 Kleinkindern und Arbeit der Frau ist nix mit dem Familiengeld, zu viel ” Besitz”. Familienagentur und Bauernbund sollten sich mal miteinander unterhalten….

traktor
traktor
Universalgelehrter
14 Tage 23 h

ja wellen. diese förderungen sind leider nicht für den einheimischen steuerzahler gemacht…

Bluemchen
Bluemchen
Tratscher
14 Tage 10 h

@wellen
Genau so soll es sein, wer viel besitzt soll auch keine Förderung bekommen !!!

silas1100101
silas1100101
Superredner
14 Tage 9 h

Wenn er viel verdient braucht er das Geld nicht!!

Vieldenker
Vieldenker
Superredner
15 Tage 33 Min

ich möchte weniger lohnnebmkosten dann könnt ihr euch eure Förderungen behalten, oder soll meine Partnerin als Teilzeit arbeit von amt zu amt gehen bzw nach Bozen FAHREN um dort um alles mögliche anzusuche? aber dann wären viele büroarbeiter aarbeitslos, wäre auch blöd

traktor
traktor
Universalgelehrter
14 Tage 23 h

der falsche weg.
nur der einheimische steuerzahler darf in den genuss kommen und erst ab dem zweiten kind.
das dritte kind sollte voll unterstützt werden um der schrumpfung der bevölkerung gegenzuwirken!
besser kann geld nicht angelegt werden.

traktor
traktor
Universalgelehrter
14 Tage 23 h

lächerlich sind 74 mio. investition in unsere zukunft!!

lenzibus
lenzibus
Grünschnabel
14 Tage 10 h

Olle fescht jammon und goschn mier om friea nichts fier die Kindo krieg und omse a weitabrocht!

Mitgequatscht
Mitgequatscht
Tratscher
14 Tage 18 h

Ich finde auch Paare die Kinder möchten, es aber nicht gleich klappt sollten besser unterstützt werden. Hormontherapien usw. sind teuer und werden von keiner kasse bezahlt. Ein unerfüllter kinderwunsch kann schließluch zu Depressionen, erwerbsunfähigkeit und vor allem zu einem fehlenden neuen Mitglied in der Gesellschaft führen. Man denkt es gibt diese fälle nicht, weil nie jemand darüber spricht. Bei körpeelichen Beeinträchtigungen (z.B. hinkendem Fuß) wird die person vom Land unterstützt, wieso nicht auch bei beeinträchtigter Gebährfähigkeit?

lenzibus
lenzibus
Grünschnabel
14 Tage 10 h

Mitgequascht sollnse wieniga die Pille nemm wieso soll ollm die Ollgemeinheit zouhl!

Bluemchen
Bluemchen
Tratscher
14 Tage 10 h

@Mitgequatscht
Was redest du was für einen Scheiss ????? Die ersten drei Versuche werden sehrwohl mitfinanziert !!!!!!

Mitgequatscht
Mitgequatscht
Tratscher
14 Tage 7 h

@blümchen alternative therapien aber nicht keine 2 fälle in mrinem bekanntenkreis die den wert eines kleinwagens ausgegeben haben. Du würdedt dich wundern wie viele kinderlose paare das leider nicht aus freirn stücken sind

Mitgequatscht
Mitgequatscht
Tratscher
14 Tage 7 h

@lenzibus so ein blödsinn. Wenn du allen frauen in südtirol die die pille nehmen unfruchtbarkeit wünscht, wird Südtirol bald aussterben. Mich betrifft es zum glück nicht persönlich, da es bei uns anscheinend etliche eltern gibt denen es lieber wäre wenn die windeln ihrer kleinen mitfinanziert würden, als dass einige unglückliche paare ein kind bekommen können. Typisch südtiroler egoismus

Tabernakel
14 Tage 21 h

Alle Achtung. Das können sich noch nicht einmal die arabischen Emirate leiste.

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