Von: apa
Exakt ein Viertel oder 10.524 Hektar der gesamten Rebfläche werden in Österreich zertifiziert biologisch bewirtschaftet. Das ist laut Österreich Wein Marketing (ÖWM) ein Höchstwert und für ÖWM-Chef Chris Yorke eine “unglaubliche Leistung”. Österreich habe eine Vorreiterrolle im Bio-Weinbau weltweit. Die hinter der Alpenrepublik folgenden Weinbaugiganten Spanien, Frankreich und Italien hatten zuletzt Bio-Anteile zwischen knapp 18 und knapp 15 Prozent Bio-Anbaufläche, so ÖWM.
“Wir dürfen nicht vergessen, dass wir in Österreich schwierigere klimatische Bedingungen als andere, große Weinbauländer haben”, so Yorke. “Das macht den biologischen Weinbau nicht einfacher, im Gegenteil.” Beim biologischen Weinbau steht den Winzerinnen und Winzern den Angaben zufolge sowohl im Weingarten als auch im Keller weniger Unterstützung zur Verfügung. So seien etwa leicht lösliche Mineraldünger oder synthetische Pflanzenschutzmittel verboten. Ziel sei die Förderung der Gesundheit, Fruchtbarkeit und Biodiversität im Ökosystem Weingarten.
Für die Weinhauer herrsche beim Bioanbau ein höherer, oft manueller Aufwand für die Pflege der Weingärten und Rebstöcke. Gleichzeitig erhöhe sich das Risiko für Ernteausfälle bei widrigen klimatischen Bedingungen. Trotzdem ist der Anteil der biologisch arbeitenden Weinbauern in den vergangenen 25 Jahren deutlich angestiegen. Im Jahr 2000 lag der Bio-Anteil noch bei knapp 2 Prozent.
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