Borkenkäfer bereitet große Sorgen

Waldarbeiter im Gespräch mit Südtiroler Landesräten

Freitag, 14. Oktober 2022 | 08:38 Uhr

Bozen – Die nachhaltige Waldbewirtschaftung, Beiträge für Waldbesitzer und der Borkenkäfer waren die Themen einer Aussprache zwischen der Berufsgemeinschaft der Waldarbeiter im lvh und den zuständigen politischen Vertretern.

Es sind vielzählige Themen, die die Südtiroler Waldarbeiter derzeit beschäftigen. Lösungen für verschiedene Herausforderungen zu finden, veranlassten den Berufsbeirat, ein Treffen mit den Südtiroler Landesräten Philipp Achammer und Arnold Schuler zu organisieren. Gemeinsam mit lvh-Vizepräsident Hannes Mussak, dem Obmann der Waldarbeiter Alois Frank, dessen Stellvertreter Michael Gamper und den Berufsbeiratsmitgliedern Hermann Trafoier, Oswald Schwarz, Matthias Damian und Harald Engl brachten die Waldarbeiter ihre Anliegen vor. Darunter unter anderem der Vorschlag, Landesbeiträge für Waldbesitzer weiterzuführen, welche in den letzten Jahren Opfer von Naturkatastrophen wurden.

Die Handwerker erhoffen sich nicht nur Anreize für die in diesem Sektor tätigen Unternehmen, sondern betonten auch die Notwendigkeit einer nachhaltigeren Waldbewirtschaftung. „Eines der brennenden Themen ist die zunehmende Überalterung der Südtiroler Wälder, die ein koordiniertes Wachstum der Gebiete verhindert. In diesem Zusammenhang wäre eine stärkere Verwendung von heimischem Holz für Fernwärmesysteme sehr zu begrüßen“, unterstrich Obmann Frank. Die Verwendung von heimischem Holz sollte auch im Wohnungsbau und bei öffentlichen Bauten zunehmend an Bedeutung gewinnen. Das lokale Holz sei sehr langlebig und ökologisch sehr wertvoll. „Dies sollten wir alle vielmehr schätzen und nutzen.“

Große Sorge bereiten die Schäden, die in Südtirol – wie auch in Tirol und im Trentino – durch den Borkenkäfer verursacht werden. Es handelt sich dabei um einen kleinen Käfer, der auf die Zerstörung von Wäldern “spezialisiert” ist. Hier sieht man in den nächsten Jahren ein riesiges Problem auf Südtirol zukommen. Es gebe hierzu aber kaum Lösungsansätze, da die Meinungen von den Experten weit auseinander gehen. Die Landesregierung plant hierzu demnächst einen Kongress, wo dieses Thema weiter vertieft werden soll.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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5 Kommentare auf "Waldarbeiter im Gespräch mit Südtiroler Landesräten"


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Laempel
Laempel
Superredner
1 Monat 20 Tage
Auf dem Foto erkennt man sofort, dass mindestens einer kein Waldarbeiter ist. Achammer und Schuler haben schon gegen Wolf und Bär nichts ausgerichtet, dann werden sie wahrscheinlich auch gegen den Borkenkäfer wieder kläglich versagen, es sei denn, sie weisen jedem Förster im Land ein Tot an noch gesunden Bäumen zu, für deren Borkenkäfernichtbefall sie persönlich verantwortlich sind und ihr Gehalt dann pro trotzdem neu befallenem Baum, der ihrer Obhut unterlag, dementsprechend reduziert wird. Dürfte vielleicht machbar sein, denn böse Zungen behaupten, dass es in Südtirol bald mehr Förster als gesunde Bäume gibt, wenn das so weitergeht. Mit Strafzettel an unbedarfte… Weiterlesen »
diskret
diskret
Superredner
1 Monat 20 Tage

1000% hast da recht.

ischJOwurscht
ischJOwurscht
Universalgelehrter
1 Monat 18 Tage

10.000% Recht! gibrt es das ueberhaupt?

thomas
thomas
Kinig
1 Monat 20 Tage

unsere Forstbehörde hat wohl einiges verschlafen

diskret
diskret
Superredner
1 Monat 20 Tage

Immer nur mit Geld Kötern , wir früher gingen spät in Herbst Winter und Frühjahr in den Wald , heute wird in Sommer Borken Käfer Holz heraus geschnitten wo danach noch mehr Bäume befallen werden . Das regelt alles die Natur selber , das einzige Mittel wär die Bäume anspritzen . Wir bekammen früher keine Beiträge und war auch keine Forstrasse .

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