Treffen mit Tiroler Amtskollegin Patrizia Zoller-Frischauf

Waltraud Deeg möchte Familien und Senioren unterstützen

Freitag, 01. Februar 2019 | 21:57 Uhr

Bozen/Innsbruck – Senioren beim Digitalisierungsprozess unterstützen und eine Ausweitung der Familienkarte waren Themen beim Treffen der Landesrätinnen Deeg und Zoller-Frischauf.

Landesrätin Waltraud Deeg hat sich bei einem Treffen mit ihrer Tiroler Amtskollegin Patrizia Zoller-Frischauf in Innsbruck über in Tirol bereits erfolgreich umgesetzte und funktionierende Projekte für Familien und Senioren informiert. Auch über Südtiroler Projekte, wie zum Beispiel über das Babypaket für Neugeborene, wurde gesprochen. Ziel der Familienpolitik diesseits und jenseits des Brenners müsse es sein, Familien und Senioren bestmöglich in ihrem Alltag zu unterstützen, waren sich beide Landesrätinnen einig.

Als eine der großen Herausforderungen dieser Zeit gilt die Digitalisierung. “Damit die Vorteile spürbar werden, müssen wir möglichst alle in diesen Prozess einbinden. Ein besonderes Augenmerk gilt es dabei der älteren Generation zu widmen, die im Umgang mit modernen Technologien Begleitung und Unterstützung benötigt”, sagt Landesrätin Deeg. Dem konnte auch die Tiroler Landesrätin Zoller-Frischauf zustimmen. In Tirol biete man bereits seit mehreren Jahren aktive Hilfestellungen an.

Zoller-Frischauf stellte in diesem Zusammenhang das Projekt “Computeria” vor, bei dem Begegnungs- und Lernorte geschaffen werden, an denen ehrenamtlich Tätige interessierten Seniorinnen und Senioren “Nachhilfe” im Umgang mit dem Computer und der digitalen Welt erhalten. “Wir wollen ältere Menschen im Prozess der Digitalisierung begleiten, ihnen Ängste nehmen und sie dazu ermutigen, sich auf die digitale Welt einzulassen. In der ‘Computeria’ geschieht dies in einer angenehmen Atmosphäre, zudem schaffen wir einen generationenübergreifenden Begegnungsort”, erklärt die Tiroler Landesrätin Zoller-Frischauf. Mittlerweile gebe es in ganz Tirol 40 solcher Treffpunkte, das Projekt selbst ist bereits mehrfach auf staatlicher, aber auch europäischer Ebene als Best-Practice-Modell ausgezeichnet worden. Landesrätin Deeg lobte diese Initiative und will nun prüfen, ob ein ähnliches Modell, eventuell in Kooperation mit bereits in diesem Bereich tätigen Organisationen, auch für Südtirol umsetzbar wäre.

Weitere Themen des Treffens der beiden Landesrätinnen waren die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Sensibilisierung von Wirtschaft und Gesellschaft für ein Mehr an Familienfreundlichkeit. “Familien sind eine tragende Säule unserer Gesellschaft. Wir arbeiten daran die Rahmenbedingungen für Familien weiter zu verbessern”, betonen Deeg und Zoller-Frischauf übereinstimmend. Familienfreundlichkeit dürfe daher für Unternehmen nicht nur ein Optional sein, sondern werde immer mehr zu einem Wettbewerbsvorteil im Hinblick auf qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Von: bba

Bezirk: Bozen

Kommentare

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6 Kommentare auf "Waltraud Deeg möchte Familien und Senioren unterstützen"


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Paul
Paul
Universalgelehrter
20 Tage 21 h

Wiso machen die Dienste dann genau das Gegenteil

Mamme
Mamme
Superredner
20 Tage 21 h

Frau Deeg will Familien helfen? Soll sie mal zusehen,dass für Familien am ende des Monats mehr Netto auf dem Lohnzettel steht und nicht die Kitas teurer werden und es wäre gut,wenn Mütter bei den Kindern zuhause bleiben könnten,anstatt Die in einen Hort abzuschieben,dazu müsste es möglich sein,dass Frauen auch Dabei Rentenversichert werden können

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Kinig
20 Tage 2 h

ich mach mir mehr Sorgen was Senioren vetrifft.Jeder Der Älter Wird oder Angehörige hatt ist betroffen und irgendwann auf Fremde Hilfe angewiesen….und Das lässt bisher stark zu wünschen übrig.

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Kinig
19 Tage 22 h

betrifft.

thomas
thomas
Universalgelehrter
19 Tage 21 h

richtig. Da ist enorm viel zu tun. Das vom Landeshaushalt ausgegebene Geld muss viel effizienter eingesetzt werden. Es besteht Handlungsbedarf. Die Probleme können sicherlich nicht digital gelöst werden!

Rosenrot
Rosenrot
Grünschnabel
20 Tage 17 h

Längere Öffnungszetien der Kitas und Kindergärten, inklusive Freitag nachmittag: Ihnen, Frau Deeg, ist es zu verdanken, dass der Dienst gekürzt wurde. Für wen machen Sie sich eigentlich stark? Sind es nur die Kindergärtnerinnen samt ihren Familien oder doch ALLE Familien? Bevor Sie Entscheidungen treffen bitte vorher nachdenken.

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