Treffen mit LH Kompatscher

Wege zum arbeitsfreien Sonntag diskutiert

Donnerstag, 28. Juni 2018 | 16:43 Uhr

Bozen – Landeshauptmann Arno Kompatscher hat sich gestern mit den Mitgliedern der „Allianz für den freien Sonntag“ im Pastoralzentrum in Bozen getroffen und dabei mögliche Wege aufgezeigt, wie der arbeitsfreie Sonntag und die Feiertage zum Wohle aller geschützt werden können.

Beim Treffen von Landeshauptmann Kompatscher mit den Mitgliedern der Allianz für den freien Sonntag wurde zunächst über die gesellschaftlichen und religiösen Beweggründe für den Einsatz für arbeitsfreie Sonn- und Feiertage gesprochen und darauf hingewiesen, welchen Wert diese für die Arbeitnehmer und die kleineren Betriebe haben.

In Landeshauptmann Kompatscher hat die Allianz für den freien Sonntag einen Partner gefunden, der die Überzeugungen und Forderungen der Allianz unterstützt und mitträgt. Als Möglichkeiten, um zu den angestrebten und notwendigen Einschränkungen der Sonn- und Feiertagsarbeit im Handel zu kommen, nannte Landeshauptmann Kompatscher zum einen jene, dass der Staat selbst die Sonntagsschließung regelt. Die Hoffnungen dazu wurden nicht zuletzt vor einigen Tagen von Minister Luigi Di Maio geweckt, der sich deutlich dafür ausgesprochen hatte. Um dieses Vorhaben weiter voranzubringen, möchte Kompatscher dieses Anliegen auch bei der Staat-Regionen-Konferenz auf die Tagesordnung setzen.

Die bevorzugte Lösung sieht Kompatscher darin, Südtirol durch eine Durchführungsbestimmung vom Staat die Kompetenz zu übertragen, um die Sonntagsöffnungen selbst auf Landesebene regeln zu können und nur dort, wo der Bedarf besteht, die Möglichkeit gegeben sein soll, offen zu halten. Geprüft wird zudem, ob die Sonntags- und Feiertagsschließung der Geschäfte auch anhand der Regulierung jener Steuern erzielt werden kann, für die das Land die Befugnis hat. Der Landeshauptmann lobte die Allianz für deren Einsatz und ermutigte zu einer weiteren, verstärkten Sensibilisierungsarbeit – im Bewusstsein, dass die arbeitsfreien Sonn- und Feiertage auch eine große gesellschaftliche Bedeutung haben.

Allianz für den freien Sonntag

Am 3. März 2009 hat sich die Allianz für den freien Sonntag gebildet. Ihr gehören an: Diözese Bozen-Brixen, Katholisches Forum, Consulta dei laici, Evangelisch-Lutherische Gemeinde, Rumänisch-orthodoxe Gemeinde, der Allgemeine Gewerkschaftsbund (AGB/CGIL), der Südtiroler Gewerkschaftsbund (SGB/CISL), die Südtiroler Gewerkschaftskammer (SGK/UIL), der Autonome Südtiroler Gewerkschaftsbund (ASGB); der Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol (hds) hat Beobachterstatus. Die Allianz für den freien Sonntag Südtirol ist Gründungsmitglied der Europäischen Allianz für den freien Sonntag, die am 20. Juni 2011 offiziell konstituiert wurde.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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1 Kommentar auf "Wege zum arbeitsfreien Sonntag diskutiert"


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dark230
dark230
Neuling
19 Tage 21 h

des gilt donn für alle außer Gastgewerbe warscheinlich.

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