Mit CO2 Zertifikaten lassen sich Klimaschäden wieder ausgleichen

Wie funktioniert Klimakompensation?

Mittwoch, 18. September 2019 | 10:33 Uhr

Bozen – CO2 trägt wesentlich zum Klimawandel bei, weil es verhindert, dass Wärme ins Weltall entweicht. Das moderne Leben mit seinen Annehmlichkeiten wie Flugreisen, Autofahren, Heizen und Fleischkonsum ist sehr schlecht fürs Klima. Am besten wäre es kein CO2 zu produzieren. Wer aber z.B. nicht auf den ersehnten Urlaub verzichten will, der kann – sozusagen als zweitbeste Möglichkeit – den CO2-Ausstoß, den der Flug verursacht, kompensieren. Darauf weist die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) hin.

Mit einem speziellen CO2 Rechner lässt sich mittlerweile fast alles in harte Währung umrechnen. CO2 Kompensation heißt das. Die Idee dabei: Vom Menschen verursachte Treibhausgase werden wieder ausgeglichen und zwar mit einem Projekt das hilft den Ausstoß anderswo auf der Welt zu vermeiden. Verbraucherinnen und Verbraucher zahlen dafür. Prinzipiell lässt sich mit CO2-Kompensation auch etwas Sinnvolles anstellen, vor allem in Entwicklungsländern und wenn die Qualität des Zertifikate-Portfolios stimmt.

Finanztest hat die Anbieter von freiwilligen CO2-Kompensationen getestet.

Diese unterstützen dazu überwiegend Klimaprojekte mit erneuerbaren Energien oder zur Energieeffizienz in Entwicklungsländern. Im afrikanischen Ruanda zum Beispiel versorgt der Anbieter Atmosfair Haushalte mit effizienten Öfen. Das spart Brennstoff. Zum Angebot der Klima-Kollekte gehört unter anderem ein Projekt in Indien, wo mit Kerosin betriebene Lampen durch Solarlampen ersetzt werden. Primaklima konzentriert sich auf das Thema Wald.

Mit der Option „Klimaschutzbeitrag“ und einem Aufschlag von ein bis drei Prozent des Reisepreises können auch die Kunden von FlixBus ihren CO2-Fußabdruck kompensieren. Die Idee wird zwar kontrovers diskutiert, und manche bezeichnen den CO2-Ausgleich sogar als Ablasshandel. In der Tat gibt es unseriöse Anbieter, deren Projekte manchmal sogar mehr schaden als nutzen. Seriöse Anbieter lassen ihre Projekte oft nach dem Clean Development Mechanism (CDM) Gold Standard zertifizieren. Wenn man auf dieses Qualitätskriterium achtet, kann man tatsächlich etwas dafür tun, dass die Schäden, die man im Alltag verursacht hat, wieder gut gemacht werden – und das ist nun mal deutlich besser, als einfach untätig zu bleiben.

Am sichersten gehen Verbraucherinnen und Verbraucher, die nach dem Kauf bei einer der großen, renommierten Agenturen kompensieren. Wenn sie gleich beim Einkauf die CO2-Emissionen ausgleichen, sollten sie darauf achten, dass die jeweiligen Unternehmen oder Anbieter mit einer dieser Agenturen kooperieren. Nicht nur für Flugreisen, auch die durch Bahn- und Autofahrten entstandenen Emissionen können mittlerweile berechnet und ausgeglichen werden. So kann man zum Beispiel die CO2-Bilanz einer Veranstaltung ausrechnen und ausgleichen.

Der Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Südtirol Walther Andreaus dazu: „Der CO2-Ausgleich ist und bleibt also nur ein Ausgleich und ist keine Einladung zu verschwenderischem Verhalten. Und nicht zu vergessen: Ausgleichszahlungen an Anbieter von CO2 Kompensationen können unter Umständen auch von der Steuer abgesetzt werden.“

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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8 Kommentare auf "Wie funktioniert Klimakompensation?"


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der Rote Wichtel
1 Monat 5 Tage

Spätestens jetzt müsste dem letzten Klimagläubigen klar sein worum es bei dem ganzen Hype um Greta & Co. geht – um den schnöden Mammon und sonst gar nix

yeah
yeah
Tratscher
1 Monat 5 Tage

na um gar nix onderes gell… olm schian weiter plastik aussischirn für die nächsten generationen tschjuhuiiiiii

Staenkerer
1 Monat 5 Tage

@yeah plastikreduzierung nütz der UMWELT nit dem KLIMA!!
ba den gonze klimaschutzzauber geats lei um geldmocherri, und nutz lei a poor großen!
UMWELTSCHUZ, JO!
KLIMAGSCHÄFT, NEIN!

Mistermah
Mistermah
Kinig
1 Monat 4 Tage

@yeah
Wieder mal typisch. Wird der co2 Schwindel offensichtlich, wechseln wir einfach Thema

moler
moler
Tratscher
1 Monat 5 Tage

An alle die uns nur verarschen wollen :

Wir sollen also wieder richtig Kohle rausziehen und die Luft verpesten, anstatt Energie Verbrauch zu reduzieren. (dieses System soll ja auch nur Energie ausgleichen und nicht reduzieren)

In diesem wirtschafts Wahnsinn geht es nur um die Gewinn maximierung und nicht um unsere Zukunft

gschaidian
gschaidian
Tratscher
1 Monat 5 Tage
Stimmt ja, nur hat das nichts mit dem Klima zu tun. Wir sollten von Energie- und Umweltpolitik sprechen und nicht ständig mit dem Klima kommen. Nochmals die Tatsachen: Co2 ist ein Spurengas das mit 0, 04 Prozent in der Athmosphäre vorkommt und von diesen 0, 04 Prozent stellt die Natur über 70 Prozent selber her. Der Rest stammt vom Menschen aber zum Großteil nicht in Europa.Also dass ein Surengas allein für das Klima verantwortlich sein soll das ist gleichzusetzen mit dem Mittelalter: Verbrennen wir eine Hexe hilft gegen das Unwetter. Klimawandel hat es immer gegeben, der Mensch muss sich anpassen… Weiterlesen »
Staenkerer
1 Monat 5 Tage

@gschaidian du hosch absolut recht, ober jetz sicht man das des gonze klima”schutz”theater gschürt werd um reiche no reicher zu mochn und den bugglern no mehr steuer obknöpfn zu kennen! jetz red man ihnen plötzlich ein das se ruhig wie gewohnt weiter mochn dürfn, wenn se dafür zohln! wer jetz an de guten taten glab isch no dü… als er eh schun isch, wenn er drun glab das mir es klima beeinflußen kennen!
de augenauswischerei isch zum kotzn!

Hausverstand
Hausverstand
Grünschnabel
1 Monat 4 Tage

Es ist zu spät!Die Welt verglüht!Die Gletscher sind schon tot,Mitte September noch inmer Hitzewelle die nicht enden will!

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