Von: mk
Bozen – Fraunhofer Italia, das angewandte Forschungszentrum mit Sitz am NOI Techpark in Bozen, organisiert am Dienstag, den 19. Mai, die Veranstaltung „Robotics in Practice: From Rehabilitation to Performance“, die sich den Anwendungen der Robotik im Gesundheits-, Rehabilitations- und Sportbereich widmet. Die Initiative entstand aus dem Bedürfnis heraus, die Rolle der Robotik angesichts aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen zu vertiefen: die alternde Bevölkerung, der steigende Bedarf an Rehabilitation und Betreuung, der Mangel an medizinischem Fachpersonal sowie der zunehmende Bedarf an fortschrittlichen Lösungen für funktionelle Rehabilitation und Bewegungsunterstützung.
Im Laufe des Tages werden Beiträge aus Wissenschaft, Klinik und Industrie präsentiert. Thematisiert werden unter anderem robotergestützte Rehabilitation, Mensch-Maschine-Interaktion, Telemedizin, Assistenztechnologien, Sensorik und Bewegungsanalyse. Zu den Hauptgästen zählt Professor Antonio Bicchi von der Universität Pisa und dem Istituto Italiano di Tecnologia, einer der international führenden Experten im Bereich Soft Robotics. Seine Forschung reicht von der Integration von Prothesen bis hin zu klinischen Anwendungen. Ebenfalls vertreten ist Professorin Yeongmi Kim vom Management Center Innsbruck (MCI) und der Yale School of Medicine mit einem Vortrag über Robotik für personalisierte Rehabilitation und funktionelle Wiederherstellung, auch im Bereich Home Care.
Zu den weiteren Gästen zählen Professor Edoardo Lamon von der Universität Trient (Fachbereich Informations- und Ingenieurwissenschaften), Alessandra Scarton, Project Manager bei Microgate, Professorin Angelika Peer von der Freien Universität Bozen (Fakultät für Ingenieurwesen) sowie Julius Michael Waldner, Chief Technology Officer der Melitta Klinik in Bozen.
In diesem Rahmen präsentiert auch Fraunhofer Italia konkrete Projekte und Anwendungsfälle, die gemeinsam mit regionalen Partnern entwickelt wurden, darunter ein Projekt mit der Melitta Klinik zur Anwendung robotischer Technologien in der Rehabilitation. „Gerade in Bereichen wie Rehabilitation und Assistenz können Technologien nur dann wirklich wirksam sein, wenn sie aus dem Austausch mit realen Bedürfnissen, konkreten klinischen Kontexten und unterschiedlichen Kompetenzen entstehen. Deshalb ist es wichtig, Räume für den Dialog zwischen Forschung, Industrie und Gesundheitseinrichtungen zu schaffen“, betont das Team Robotics and Intelligent Systems Engineering von Fraunhofer Italia.




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