Von: mk
Bozen – Maschinen, Werkzeuge, Stahlkonstruktionen, präzise Bauteile: Hinter vielen technischen Lösungen stehen Menschen, die mit Metall arbeiten: präzise und millimetergenau. Genau diese Branchen rückten bei der gemeinsamen Jahresversammlung der Maschinenbaumechaniker sowie Werkzeug- und Formenbauer mit den Schmieden und Schlossern im lvh in den Mittelpunkt.
Zwei Berufsgemeinschaften, ein gemeinsamer Blick nach vorne
Die gemeinsame Veranstaltung fand bei TechnoAlpin in Bozen statt. Bereits die Wahl des Veranstaltungsortes war ein Signal: Traditionelles Handwerk und moderne Industrie schließen sich längst nicht mehr aus. Sie greifen ineinander.
Im Zentrum der Jahresversammlung standen Rückblicke auf die Arbeit der Berufsgemeinschaften, aktuelle Herausforderungen und die Frage, wie sich technische Berufe in einer Zeit des Wandels weiterentwickeln müssen. Heinrich Hauser, Obmann der Schmiede und Schlosser, sowie Andreas Falser, Obmann der Maschinenbaumechaniker sowie Werkzeug- und Formenbauer, präsentierten die Tätigkeitsberichte und gaben einen Ausblick auf kommende Schwerpunkte.
Die Werkstatt wird digital – das Handwerk bleibt präzise
Dass sich die Branche verändert, zeigte sich auch im fachlichen Teil des Abends. Mit dem Vortrag zur Laserschweißtechnik von Michael Westermair rückte eine Technologie in den Mittelpunkt, die exemplarisch für den Wandel vieler metallverarbeitender Berufe steht. Wo früher ausschließlich mit Muskelkraft und Erfahrung gearbeitet wurde, bestimmen heute zunehmend digitale Prozesse, computergesteuerte Präzision und Hightech-Anwendungen den Arbeitsalltag.
Und dennoch bleibt der Kern derselbe: handwerkliches Können. Denn auch modernste Maschinen funktionieren nur dort gut, wo Wissen, Erfahrung und Materialverständnis zusammentreffen.
Nachwuchs gesucht – Zukunft inklusive
Wie viele technische Branchen stehen auch die Metallberufe vor der Herausforderung, junge Menschen für ihre Arbeit zu begeistern. Dabei bieten gerade diese Berufe vieles, was heute gefragt ist: Präzision, Innovation, Kreativität und die Möglichkeit, sichtbare Ergebnisse zu schaffen. Vom Einzelstück bis zur komplexen Industrieanlage.
Die gemeinsame Jahresversammlung zeigte deshalb nicht nur Zusammenhalt innerhalb der Berufsgemeinschaften, sondern auch den Wunsch, das Berufsbild stärker sichtbar zu machen – moderner, offener und näher an jener Realität, in der Technik und Handwerk längst zusammengewachsen sind.
Zwischen Funkenflug und Hightech
Dass die Veranstaltung mit einer Betriebsbesichtigung bei TechnoAlpin begann und bei Buffet und Austausch endete, passte zum Charakter des Abends: fachlich, praxisnah und kollegial zugleich.
Denn am Ende verbindet diese Berufe mehr als Metall. Es ist die Haltung dahinter: Dinge bauen, verbessern, präzise lösen. Und damit jene Grundlagen schaffen, auf denen Industrie, Innovation und Alltag überhaupt erst möglich werden.




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