Stellungnahme des Verbandes der Privatvermieter Südtirols

Zimmervermieter: „Nicht alle in denselben Topf werfen!“

Mittwoch, 27. März 2019 | 11:29 Uhr

Bozen – In einem Artikel des Tagblattes „Dolomiten“ vom 26. März ist zu lesen, dass die vielen Zimmervermieter in der Landeshauptstadt Bozen das „Gleichgewicht im Hotelierssektor“ durcheinanderbringen würden – zudem sei laut dem Vizebürgermeister von Bozen eine strengere Reglementierung sinnvoll, z.B. durch eine Änderung des geltenden Landesgesetzes.

„Diese Betrachtungsweise müssen wir als VPS – die Interessensvertretung von mehr als 1.000 nicht gastgewerblichen Betrieben, welche Zimmer und Ferienwohnungen vermieten – allerdings hinterfragen“, erklärt der Verband der Privatvermieter Südtirols (VPS) in der einer Presseaussendung. In den getätigten Aussagen werde nämlich nicht klar zwischen traditionellen Privatvermietern und jenen Vermietern, die ihre Unterkünfte über Online-Plattformen wie Airbnb anbieten, differenziert. Vielmehr entstehe der Eindruck, dass alle in denselben Topf geworfen werden.

Privatvermieter als Betriebe

Die Mitglieder des Verbandes der Privatvermieter Südtirols arbeiten als Betriebe und richten sich nach dem Landesgesetz für Privatvermieter mit acht Zimmern und/oder fünf Ferienwohnungen. Ihnen ist eine MwSt-Nummer zugeordnet, sie entrichten ordnungsgemäß Steuern und sämtliche vorgeschriebenen Abgaben wie z.B. die Ortstaxe. „Seit den Anfängen des Tourismus in Südtirol haben die traditionellen Privatvermieter wesentlich zum Aufbau des Wirtschaftszweiges im Land beigetragen. Sie sind somit seit jeher eine tragende Säule im Südtiroler Tourismus“, so der VPN.

Die Privatvermietung in Südtirol habe sich im Laufe der Jahrzehnte sehr positiv entwickelt. Inzwischen würden Südtirols Privatvermieter pro Jahr deutlich über zwei Millionen Nächtigungen ins Land bringen, wovon Stammgäste eine hohe Zahl einnehmen. Die Gäste wiederum seien ein wirtschaftlicher Multiplikator, durch die Nutzung von z.B. Bars, Restaurants, des Handels, von Infrastrukturen oder öffentlichen Einrichtungen entsteht eine zusätzliche Wertschöpfung in den Städten, Gemeinden und Tälern.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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2 Kommentare auf "Zimmervermieter: „Nicht alle in denselben Topf werfen!“"


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giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
30 Tage 2 h

wos mi am meisten ärgert  isch ,dass de beim fremdenverkehr jede menge zohlsch ,für wos denn ? raketen auischiessen  und luftverbestung .gäste schicken sie dir jedenfolls net
wenn se net amol webung mochn ,soll wieniger personal ongstellt werden .zi schmarotzn ,brauchts et soviel personal

Gredner
Gredner
Superredner
29 Tage 23 h

Endlich meldet sich der VPS. Bisher hat sich nur der HGV gegen die unlautere Konkurrenz von Privatvermietern gewehrt, die ohne Lizenz und ohne jegliche Steuern zu zahlen ihren freien Wohnraum teuer anbieten. Das geht natürlich nur auf AirBNB, da diese nicht nach einer Lizenz fragen und nicht mit den Steuerbehörden  oder der Polizei zusammenarbeiten.

Die Hauptgeschädigten sind aber jene Privatvermieter, die eine Lizenz besitzen und regelmässig Steuern und Ortstaxe zahlen (nach den gleichen Regeln wie die Hoteliere) und Mitglieder im lokalen Tourismusverein sind.

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