Jugendberatungsstelle "Young&Direct" bietet kostenlose Unterstützung

Europäischer Tag der Depression: “Erste Anzeichen ernst nehmen”

Sonntag, 01. Oktober 2017 | 10:05 Uhr

Bozen – Vor einer Depression ist niemand hundertprozentig geschützt. Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche können unter dieser Krankheit leiden. Es ist wichtig, mögliche Anzeichen zu erkennen und für eine entsprechende Hilfe zu sorgen. Young+Direct, die Jugendberatungsstelle des Südtiroler Jugendrings (SJR), bietet jungen Menschen unkompliziert und kostenlos Unterstützung an.

„Die Krankheit Depression trifft Männer und Frauen, Menschen aus allen sozialen Schichten, und was viele nicht wissen: sie trifft nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche“, sagt Michael Reiner, Psychologe und Leiter der Jugendberatungsstelle Young+Direct. Was die Ursachen einer Depression bei Kindern und Jugendlichen betrifft, so ist noch vieles ungeklärt, umso wichtiger ist es, über mögliche Anzeigen Bescheid zu wissen und aufmerksam dafür zu sein. Woran lässt sich nun aber erkennen, dass jemand möglicherweise an einer depressiven Erkrankung leidet?

Michael Reiner erklärt: „Wenn jemand zum Beispiel anhaltend traurig ist, schon länger kein Interesse und keine Freude mehr am Leben spürt, wenn jemand ständig müde ist und Probleme mit dem Schlafen hat, wenn sich jemand wertlos fühlt, Suizidgedanken hat oder gar Suizidabsichten äußert, dann können das Hinweise auf eine Depression sein. Auch wenn jemand Schwierigkeiten hat, mit Problemen konstruktiv umzugehen und sich stattdessen zurückzieht oder zu Drogen greift, sollte man achtsam sein“.

Ein wesentliches Merkmal dabei ist die Dauer der Symptome. Zum Beispiel können Mutlosigkeit oder das Gefühl von Leere und Traurigkeit oder das plötzliche Desinteresse an geliebten Hobbys auch eine normale Reaktion auf eine momentane Überbelastung oder Lebenskrise sein. In diesem Fall hellt sich die Stimmung aber wieder auf, sobald die Überbelastung nachlässt und die Krise überwunden ist, was im allgemeinen nach einigen Tagen oder Wochen der Fall ist. „Bei einer Depression hingegen halten die Symptome über einen langen Zeitraum an“, sagt Reiner, „das können auch Jahre sein. Oft ist es auch so, dass sie sich an keinem belastenden Ereignis mehr festmachen lassen.“

Auf jeden Fall ist es wichtig, dass Familienangehörige, Lehrpersonen, Ärzte, Freunde, Bekannte solche Anzeichen ernst nehmen und die Kinder und Jugendlichen darauf ansprechen bzw. sie motivieren, über ihre Gedanken und Gefühle zu reden.

„Wenn Kinder oder Jugendliche es schaffen, sich zu öffnen und über ihre Ängste oder Gefühle der Wertlosigkeit oder Hoffnungslosigkeit zu sprechen, dann sollte man viel Verständnis aufbringen und die Bereitschaft haben, sich mit ihnen zu befassen“, erklärt Martina De Zordo, Vorsitzende des SJR. „Kommt man nicht weiter und verschließt sich das Kind oder der/die Jugendliche zunehmend, dann sollte unbedingt fachliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Auch die Jugendberatungsstelle Young+Direct bietet in solchen Fällen kostenlose und niederschwellige Unterstützung an. “

Mehr Informationen und kostenlose Hilfe bietet die Jugendberatungsstelle Young+Direct:

Persönliches Gespräch: Andreas-Hofer-Straße 36 in Bozen

Jugendtelefon: 8400 36366
WhatsApp: 345 0817056
Skype: young.direct
Facebook: Young+Direct Beratung Consulenza
E-Mail: online@young-direct.it
Internet: www.young-direct.it

Von: mho

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

13 Kommentare auf "Europäischer Tag der Depression: “Erste Anzeichen ernst nehmen”"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
giftzwerg
giftzwerg
Superredner
22 Tage 23 h

Für welche psychopille wird geworben?

nikki
nikki
Grünschnabel
22 Tage 22 h

So eppes konn lei uaner sogen, der no nia mit Depressionen zu tian kop hot und i finds a Frechheit des Thema ins Lächerliche zu ziachen!

JvS-105
JvS-105
Grünschnabel
22 Tage 19 h

a richtiger Zwerg im Geiste!

sou ischs
sou ischs
Tratscher
22 Tage 17 h

sehr unkluger kommentar von dir. i denk du woasch et wos mitn wort depressionen unfong. aber achtung…..konn die a treffn…..und du kimmsch et mit wie sich de kronkheit durch dein körpa und dein geist frisst. und bolle mitkimmsch is zi spot.
und ohne hilfe kimmsch du sem nimma aussa….se garantier i dir.
und no wos…..man muss sich et mit pillilan vollstopfn….odo psychiater vollsumsn lossn…..es gib heintzutoge gonz feina methodn wie man sich konn helfn lossn….man muss hot well…obo se isch olm die voraussetzung.
denk lamo awin noch

LoennebergerMichel
LoennebergerMichel
Grünschnabel
22 Tage 15 h

@giftzwerg
du bisch echt a riesendepp…mit so an heiklen thema so leichtfertig umzugien schofft mit dir maximal a kindogartler. Des isch echt sehr ernst und es konn wirklich jedn treffn desholb bitte a bissl mehr feingfühl, danke.

nikki
nikki
Grünschnabel
22 Tage 23 h

Es werd Zeit, daß diese Kronkheit endlich ernster genommen wird und kuan Tabu – Thema mear isch.

denkbar
denkbar
Universalgelehrter
22 Tage 21 h

@nikki – Genau so ist das! Frühe Diagnose und Therapie sind wichtig und deshalb darf diese Krankheit nicht weiter tabuisiert werden und sich darüber lächerlich zu machen ist einfach nur dumm.

Staenkerer
22 Tage 18 h

de betroffenen, oder in zukunft betroffenen, müßen sensibilisiert werden dagegen zu steuern u. früh genua hilfe zu suchn! leider werd ollm no zu viel gspottet über de kronkheit, so das no viel zu oft gschwiegn werd darüber!

wuestenblume
wuestenblume
Superredner
22 Tage 16 h

Auch Angehörige psychisch Kranker brauchen oft Hilfe ,weil sie selbst an ihre Grenzen stossen…..daran erkennt man wie schwer diese Krankheit ist…und dennoch immer noch ein Tabuthema

Staenkerer
22 Tage 15 h

depresion u. der besuch von psychiater und psychologen werd holt immer no mit labil, instabil und nicht voll belastbar ungschaug, und dies isch in der heutigen leistungsorientierten zeit schlimmer denn je, für den betroffenen und für die angehörigen des patienten!
heute werden jo schon rentner die ihren ruhestand mit nix(einträglichem)tien geniesen als faulpelze verschriern, wos holtet man nor epper von an jungen der wegen “einer depresion (voll abwertent betont)” de abverlongte leistung nit bring? dem bleib lei … augen zu und durch … LEIDER!

Mutti
Mutti
Tratscher
22 Tage 18 h

Nikki hosch recht,wer niamand kennt mit der kronkheit ,woas net wia des isch,a für die ongehörigen

Giorgia
Giorgia
Grünschnabel
22 Tage 15 h

In dieser kalten und gefühlslosen Welt kommen nur mehr abgehärtete und lebenserfahrene Menschen zurecht… für zarte Seelen ist diese Umgebung nichts. Es wird immer schlimmer: Was wird aus den derzeitigen Kindern, die überhaupt keinen Halt mehr kennen? Es gibt keine Arznei gegen dramatischer Folgeerscheinungen zerrissener Familien, schwacher Gesellschaft und Schulen, nichts aussagender Religion etc. – es bleiben nur Sport, Handy und Computerspiele… und die sollen ‘s richten, wo der Mensch versagt. Ach ja, auch noch Joung+Direct, insofern sich jemand meldet.

krakatau
krakatau
Superredner
20 Tage 22 h

Bei  d e r  politischen Lage, bei d e r  “Rechtssprechung”, bei der Invasion unseres Landes  und der Willkür der Beamten kann man nur depressiv werden

wpDiscuz