"Das ist die Gesetzeslage"

283 ausgewiesen, doch nur sieben heimgeflogen

Mittwoch, 07. September 2016 | 13:33 Uhr

Bozen – Bis zum 6. September hat Quästor Lucio Carluccio bereits 283 Ausländer wegen verschiedener Vergehen ausgewiesen, berichtet das Tagblatt Dolomiten. Tatsächlich in ein Flugzeug gesetzt wurden davon allerdings nur sieben – zumeist Albaner, die nach Tirana geflogen wurden. Denn während Albanien seine Staatsbürger wieder zurück nimmt, machen das andere Länder nicht. Die Folge: Der Rest der Ausgewiesenen dürfte irgendwo in Italien untergetaucht sein.

Bei der Vorstellung der neuen DIGOS-Chefin Rosaria Broccoletti ging der Quästor am Dienstag auch auf die jüngsten Schlägereien und Messerstechereien in Bozen ein, wobei er von einem „heißen Sommer“ sprach. Bis auf eine Ausnahme habe es sich laut Quästor um Auseinandersetzung zwischen Ausländern gehandelt. Doch er beruhigte und erklärte, dass man die Personen im Auge habe.

Von den 283 Personen, die ausgewiesen wurden, stammen die meisten vorwiegend aus Nordafrika. Sie haben zwei Wochen Zeit, um das Land zu verlassen. Rekurs legen die meisten nur ein, „wenn die Personen tatsächlich in ein Flugzeug Richtung Heimatland gesetzt werden“, erklärte der Südtiroler Polizeichef bei der Pressekonferenz. Im gesamten Jahr 2015 wurden 112 Personen ausgewiesen.

Carluccio erklärte auch laut „Dolomiten“, warum nur so eine kleine Anzahl tatsächlich zurückgeflogen wird: „Es ist nicht so einfach, Personen nach Hause zu bringen. Wenn in ihrem Heimatland etwa Krieg herrscht, geht das nicht. Zudem nehmen nicht alle Länder ihre emigrierten Bürger wieder zurück. Nur in Länder, mit denen Italien ein entsprechendes Abkommen hat, wie etwa mit Albanien, kann man diese Personen tatsächlich abschieben. Das ist die Gesetzeslage.“

In Italien gibt es Strukturen, wo eigentlich abgewiesene Ausländer auf ihre tatsächliche Abschiebung warten. Ein großer Teil taucht jedoch vermutlich einfach unter.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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14 Kommentare auf "283 ausgewiesen, doch nur sieben heimgeflogen"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
zockl
Neuling
21 Tage 5 h

Das ist ein Skandal – warum kommen die nicht alle in Auslieferungshaft bis zur definitiven Ausreise – Entwicklungshilfe an Länder, die ihre Kriminellen nicht zurücknehmen muß gestrichen werden

Missx
Grünschnabel
20 Tage 11 h

Probier du ohne Poss in a afrikanischer Polizei, etwa in Kenia zu erklären, dass du bleibn willsch. Do geats ob in Fliager. Obo zacki zacki. Die Flugkosten streckt Italien vor, terfsch obo ans Land zurück zahlen. Isch a logisch find i.

Alpenrepuplik
Tratscher
21 Tage 4 h

Na dann kann ja ja ganz beruhigt abwarten…während diese Bürger wieder und wieder Straftaten begehen…traurig wie es mittlerweile um die Justiz bestellt ist…aber Lehrer sollen Busfahrer überprüfen und testen ob ein Schulbus sauber ist….

meinungs.freiheit
Grünschnabel
21 Tage 2 h

Südtirol hat keine eigene Gesetzgebung, also ist auch keine Lösung in Sicht.

leila
Grünschnabel
20 Tage 23 h

Wir werden belogen betrogen von unsern eignen Land…wir südtiroler die mit großer verantwortung in unsren Land lebem…schämt euch alle..

vernunft
vernunft
Grünschnabel
21 Tage 59 Min

Ds isch jo es problem, de kennen OLLE do bleibm, ob asylrecht, krimineller oder nt isch wurst… Man kn se nirgens hinschickn…
Mir terfatn ohne poss iberhaup koane aufnemmen… Ober solong mr sel tian isch di iberschwemmung nimmer zu stoppen…

So ist das
Grünschnabel
20 Tage 23 h

Jetzt hat man es schwarz auf weiss, dass diese Ausweisungen sinnlos sind und wie von vielen vermutet keine Strafe darstellen.

vernunft
vernunft
Grünschnabel
21 Tage 59 Min

Zeit für nuie gsetze

MickyMouse
Tratscher
20 Tage 12 h

Die Schreibtischtäter die solche ignorante Gesetze verabschieden,sollte man in die Wüste schicken,da können sie mindestens nichts mehr kaputtmachen.

Pork
Neuling
20 Tage 9 h

Hmmmmm,
was passiert wenn der Kommunismus die Sahara übernimmt?

10 Jahre gar nix und dann geht der Sand aus…

Pork
Neuling
21 Tage 20 Min

Selbstverständlich macht man sich nicht beliebt, wenn man nach den Kosten der Migranten fragt, welche auf den Steuerzahler zu kommen, aber die Zahlen sind schon unglaublich.

http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/IfW-Deutsche-Fluechtlingsausgaben-2016-bei-20-Milliarden-Euro-5069434

“Das Institut für Weltwirtschaft rechnet damit, dass Deutschland im
laufenden Jahr rund 20 Milliarden Euro für Flüchtlinge aufwenden wird.
Zu dieser Schätzung kommen die Konjunkturexperten bei einem Vergleich
der Haushaltsstatistiken des ersten Halbjahres mit einem hypothetischen
Szenario ohne den starken Anstieg der Flüchtlingszahlen”

Staenkerer
Superredner
20 Tage 20 h

so longsom honn i in verdocht das de afrikanischen länder in de mander de überfohrt zohlt damit sie se auf nimmerwiedersehen los wern …
warum derfn de eigentlich in europa ohne a aufentholtsgenemigung ummertingeln ob. zrugschickn lei ans heimatlond? ausweißn hoaßt: des landes, also a aus europa, verweißen u. nit zruggebn?
ummertingeln kennen se in afrika a!

alla troia
Grünschnabel
20 Tage 22 h

de megn tien und lossn wose well

ex-Moechteg.Lhptm.
Grünschnabel
19 Tage 23 h

da sind sicher die grünen am Werk, die wollen ein Paradies für die afrikanische Tierwelt schaffen, frei von Menschen

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