Besorgniserregende Daten

41 Prozent weniger Schnee

Montag, 26. Februar 2024 | 06:28 Uhr

Bozen – Der Wintereinbruch am vergangenen Freitag hat uns ergiebige Schneefälle beschert – mit teilweisen chaotischen Situationen auf der Straße. Allein die Freiwilligen Feuerwehren sind zu rund 60 Einsätzen ausgerückt. Trotzdem sollte uns das nicht täuschen: Dieser Februar steuert wettertechnisch neue Rekorde an. Mehrfach wurde schon die 20-Grad-Marke geknackt. Der Trend, der sich bereits seit mehreren Jahren abzeichnet, wirkt sich auch auf die Schneemenge in der Region aus.

In Italien wird bei der aktuellen Schneemenge ein Minus von 64 Prozent im Vergleich zu dem ab 2010 errechneten Durchschnitt verzeichnet. Das Trentino-Südtirol weist ein Minus von 41 Prozent bei der Schneeansammlung auf. Dies geht aus dem jüngsten Bericht der Stiftung Cima (Internationales Zentrum für Umweltüberwachung) hervor.

Genauso hoch fällt das Minus bei der Wasserprognose für die Etsch aus, die als wichtigster Fluss in der Region gilt.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation in der Region zwar leicht verbessert, trotzdem gibt es wenig Grund zur Freude: Obwohl es mehr Niederschlag als vor einem Jahr gab, haben die hohen Temperaturen keine größeren Schneeansammlungen entstehen lassen.

Diese Daten sind an sich schon besorgniserregend. Weil der Bericht nur die Niederschläge des laufenden Jahres mit dem Durchschnitt von 2010 bis heute vergleicht, ist es allerdings wahrscheinlich, dass der Rückgang noch höher ausfallen würde, wenn man die Studie auf einen längeren Zeithorizont ausdehnt.

Eine weitere Studie, die vor einem Jahr von der Universität Trient und der Eurac durchgeführt worden war, bestätigte beispielsweise einen Rückgang der Schneefälle in der Region in den letzten 40 Jahren von 15 Prozent – bis hin zu Spitzenwerten von 75 Prozent. Anderen Studien zufolge waren die Jahre 2022 und 2023 die schneeärmsten seit Beginn der Datenerfassung.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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11 Kommentare auf "41 Prozent weniger Schnee"


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Homelander
Homelander
Universalgelehrter
1 Monat 19 Tage

41% wianiga Schnei, also i hon hot amo Schnei vor do Hittn, dass i nimma wuas wo hin tian…😁😅

krokodilstraene
krokodilstraene
Universalgelehrter
1 Monat 19 Tage

Schnea schepfn und Leit weckn isch umasusch…

Sosonadann
Sosonadann
Superredner
1 Monat 19 Tage

@Homelander Du wirst doch nicht bestreiten, dass dies der 3. Winter mit wenig Schnee ist? Die 40cm von vorgestern sind gestern auf die Hälfte geschrumpft und an manchen Stellen schaut schon wieder der Boden durch.

rabianer
rabianer
Tratscher
1 Monat 19 Tage

Wie war das noch?
Die Hotels sind am Wassermangel schuld?

krokodilstraene
krokodilstraene
Universalgelehrter
1 Monat 19 Tage

…man kann auch am Wassermangel schuld sein, wenn insgesamt weniger Wasser vorhanden ist – dann ist Verschwendung sogar noch viel schlimmer!!!

Pyrrhon
Pyrrhon
Universalgelehrter
1 Monat 19 Tage

@kroko.. Insgesamt gab es ja mehr Niederschlag, weniger, in Form von Schnee, nur deshalb weil es wärmer war u somit ist der Schnee auch schneller geschmolzen, ob nun ein Hotel (od. wer auch immer) Wasser braucht ändert nicht viel, es würde halt sonst ungenutzt den Bach hinunter gehen Mehrzweck-Speicherbecken wären somit auch sinnvoll um Wasser zurückzuhalten wenn es mal ergiebig Niederschlag gibt..
(insgesamt ist auch immer gleich viel Wasser vorhanden, es sei denn es wird in Sauerstoff u Wasserstoff gespalten)

Buffalo
Buffalo
Tratscher
1 Monat 19 Tage

Trotzdem werden neue Liftanlagen, Pisten, Speicherbecken etc. geplant bzw. gebaut als ob Skifahren in tieferen Lagen noch lange betrieben werden kann.

user6
user6
Tratscher
1 Monat 19 Tage

ja gottseidank muss man sein auto nicht mehr wie früher ausgraben. ein halber meter reicht mehr als genug

Herzig
Herzig
Tratscher
1 Monat 18 Tage

Immer nur am Jammern. Positives funktioniert in Südtirol nicht mehr. Schade, Schade!!!
Nur Jammern immer und über Alles

koana
koana
Tratscher
1 Monat 19 Tage

Die Dolomiten haben das Glück der Höhenlage. Ansonsten wäre die wirtschaftliche Situation in Südtirol eine andere. Bis jetzt kann man den Schneemangel mit Kumstschnee auffangen, aber wie lange noch ?

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